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»Moving Abstractions«: Filmabend in der Galerie Nord

Pressemitteilung Nr. 056/2020 vom 25.02.2020

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

Im Rahmen der Ausstellung »incremental abstractions« präsentiert Klaus W. Eisenlohr von der Directors Lounge am Donnerstag, 5. März 2020, 19 Uhr in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten mit »Moving Abstractions« eine Reihe experimenteller Filme von Berliner und internationaler Künstlerinnen und Künstler. Die Filme arbeiten mit Abstraktionen, in dem Sinne, dass sie keine Story erzählen und auch kein dokumentarisches Anliegen verfolgen. Dennoch sind die Bilder keine ungegenständliche Lichtmalerei.

Filmbilder auf der Leinwand, zumeist im fotografischen Prozess oder mit digitalen oder analogen Mitteln aufgezeichnet, sind eigentlich Oberflächen ohne räumliche Tiefe. Die fotografischen Bilder erzeugen jedoch nicht nur symbolische Oberflächen, sondern die Illusion von räumlicher Tiefe und Textur. Textur und Struktur haben im bewegten Bild eine umso größere Bedeutung, wenn die „Filmerzählung“ nicht durch einen Plot zusammengehalten wird, sondern durch Bewegung der Kamera, durch assoziative Montage, schnelle Bildabfolge oder durch Bildüberlagerungen und Verfremdungen. Die Bilder erzeugen Assoziationsräume und die Filmerzählung wird durch die Zuschauer selbst hergestellt, durch die Verknüpfung der Bilder. Abstrakter oder struktureller Film kann dabei ebenso einen Assoziationsrahmen ergeben, wie die eigene bildhafte Erinnerung.

»Moving Abstractions« zeigt:

  • Jos Diegel: Unendlicher Spannteppich (des VIP-Empfangsraums), D 2018, 0:45 Min.
  • Clara Bausch: Msza święta w Altonie, D 2013, 4:30 Min.
  • Matthew Pell: Luminous, UK 2011, 5 Min.
  • Andreas Gogol: Xarussell, D 2017, 7:02 Min.
  • Clemens Fürtler, Christian Vogel: Bildmaschine 07, AUS 2015, 4 Min.
  • Melissa Faivre: Background World, D 2018, 7:20 Min.
  • John D’Arcy, Deborah Uhde: Back ande Vor, D/UK 2014, 5:32 Min.
  • Mark Street: After Synchromy, UK 2015, 5:11 Min.
Special:
  • Deborah S. Phillips mit Tornasolada sororidad dada, 16mm 4:20 Min.
  • Blau, Bildperformance mit 16mm und Diaprojektion, 9 Min.

Die Ausstellung »incremental abstractions« präsentiert zeitgenössische ungegenständliche Sicht- und Arbeitsweisen in Bildhauerei, Malerei, Grafik und Fotografie. Anhand von sechs exemplarischen Positionen aus Berlin und Hamburg werden Möglichkeiten künstlerischer Verortung im Spannungsfeld der ungegenständlichen Kunst aufgezeigt. Reflektiert wird dabei die Entwicklung ihrer Bildsprache durch die Weiterführung, Ergänzung und Verknüpfung bestimmter Traditionslinien, ihr Umgang mit dem Primat des Materials, ihr Fokus auf Farbe und Form, die Ab- und Anwesenheit der Geste und die Lesbarkeit des Prozesses, sowie Fragen nach Reduktion, Wiederholung und Serialität.

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa.

Ausstellung »incremental abstractions«
24. Januar – 7. März 2020
Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten, Turmstraße 75, 10551 Berlin
Öffnungszeiten: Di – Sa, 12 – 19 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Die Galerie ist barrierefrei erreichbar. Barrierefreie Toilette ist vorhanden. Gäste mit Kommunikations- bzw. Assistenzbedarf melden diesen bitte an unter Fax: (030) 9018-33457 oder E-Mail: info@kunstverein-tiergarten.de

Medienkontakt: #kulturmitte
Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte, Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten: Ulrike Riebel, Tel.: (030) 9018 33450