Mitte Blog - Oktober 2025

Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (l.) und Bezirksstadtrat Christopher Schriner stehen vor der Eiche in der Dresdner Straße 113.

Rettung für die Eiche in der Dresdner Straße

31. Oktober 2025

Es gibt gute Nachrichten für die Eiche in der Dresdner Straße 113. Der rund 200 Jahre alte Baum auf dem Innenhof darf stehenbleiben. Das verkündeten die Bezirksstadträte Ephraim Gothe und Christopher Schriner bei einem Pressetermin.

Der neue Eigentümer des Grundstücks hat das bisherige Bauvorhaben so umgeplant, dass die alte Eiche nicht mehr gefällt werden muss. Eine entsprechende Baugenehmigung hat das Bezirksamt Mitte nun erteilt. Damit ist die bisherige Baugenehmigung, die eine Tiefgarage vorsah und die Fällung der Eiche ermöglicht hätte, ungültig geworden. In dem nun geplanten Gebäude sind 21 Wohnungen vorgesehen. Eine Tiefgarage wird es nicht mehr geben. “Gemeinsam mit dem Eigentümer und der Architektin haben wir eine Lösung gefunden, dass der Wurzelraum der Eiche unangetastet bleiben kann”, sagte Bezirksstadtrat Ephraim Gothe.

Zahlreiche Anwohnende hatten gegen die Fällung der alten Eiche protestiert. Sie hatten sogar eine Petition zum Erhalt des Baums gestartet, an der sich mehr als 8600 Menschen beteiligten.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner: “Uns freut es sehr, dass wir eine neue Lösung gemeinsam mit den Bauherren gefunden haben und dass der Baum stehen bleiben kann, der so vielen Tieren und Insekten als Lebenraum dient.”

Gruppenbild von der ersten Einbürgerungsfeier des Bezirks Mitte am 2. Oktober 2025

Feier für die Neubürger*innen in Mitte

2. Oktober 2025

Sie stammen aus Uganda, Afghanistan, Georgien, Madagaskar, dem Kosovo, der Schweiz oder den USA – und nun verbindet sie eines: 2025 haben sie die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. 45 Menschen aus aller Welt, die oft seit vielen Jahren in Berlin-Mitte leben, feierten am 2. Oktober gemeinsam in den Räumen der Berliner Stadtmission ihre Einbürgerung.

Rund 120 Gäste kamen am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit zusammen. Das Büro für Partizipation und Integration des Bezirks Mitte richtete die Einbürgerungsfeier erstmals aus – als „Fest der Vielfalt“, wie Integrationsbeauftragte Johanna Kösters betonte. Die Neubürger*innen konnten Familie und Freund*innen mitbringen, die sie auf ihrem Weg begleitet hatten. In einer großen Kennenlernrunde erzählten viele, wie sie sich fühlten, als sie ihre Einbürgerungsurkunde zum ersten Mal in den Händen hielten.

Im Mittelpunkt des Abends standen ihre persönlichen Geschichten. So wie die von Yuliya Schrayfel, die 2006 aus der Ukraine nach Deutschland kam und seit 2010 in Berlin lebt. „Ich habe hier meinen Mann und viele Freund*innen kennengelernt – und seit zwei Wochen sind wir verlobt“, sagte sie. Heute arbeitet sie an der Digitalisierung von Visa für Menschen, die in Deutschland leben und arbeiten möchten. „Ich möchte diesem Land etwas zurückgeben“, so Schrayfel.

Auch Mary Nyarko blickte auf ihren Weg zurück. Sie kam aus Ghana nach Deutschland, um zu studieren, und hat in Berlin ihre große Liebe gefunden. „Deutschland ist meine Heimat geworden“, sagte sie. Besonders schätzt sie Pünktlichkeit und Ordnung – „das gibt mir Sicherheit“. An ihre ersten Berliner Winter erinnert sie sich dagegen mit einem Lächeln: „Das war ein echter Kulturschock.“ Sie betonte: „Ich möchte mich hier einbringen und Verantwortung übernehmen. Der Weg zur deutschen Staatsbürgerschaft war lang und nicht immer leicht.“

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger dankte allen, die den bürokratischen Weg auf sich genommen haben: „Danke, dass Sie sich entschieden haben, Deutsche zu werden, und dass Sie Berlin-Mitte als Ihren Lebensmittelpunkt gewählt haben.“ Vielfalt sei hier selbstverständlich – Menschen aus 172 Nationen leben in Mitte friedlich und demokratisch zusammen. Remlinger ermutigte die Neubürger*innen, sich in ihrer neuen Heimat zu engagieren – in der Politik, in Vereinen oder sozialen Projekten. Informationsstände des Büros für Bürgerinnenbeteiligung und der Bezirksverordnetenversammlung zeigten, wie das gelingen kann.

Beim anschließenden Buffet mit Spezialitäten aus Afghanistan und anderen Ländern kamen die Gäste ins Gespräch, machten Fotos und tanzten gemeinsam – ein Abend, der die Vielfalt Berlin Mittes lebendig werden ließ.

  • Die Moderatorin Jasmin Azar führte durch den Abend.

    Die Moderatorin Jasmin Azar führte durch den Abend.

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger appellierte an die Neubürger*innen sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

    Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger appellierte an die Neubürger*innen sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete per Videobotschaft einen Gruß an die Neubürger*innen.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete per Videobotschaft einen Gruß an die Neubürger*innen.

  • Yuliya Shrayfel kam 2006 aus der Ukraine für einen Sprachkurs nach Deutschland.

    Yuliya Shrayfel kam 2006 aus der Ukraine für einen Sprachkurs nach Deutschland.

  • Mary Nyarko aus Ghana schätzt an ihrer neuen Heimat die Freiheit, die Demokratie und die Rechtstaatlichkeit.

    Mary Nyarko aus Ghana schätzt an ihrer neuen Heimat die Freiheit, die Demokratie und die Rechtstaatlichkeit.

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte

    In einer Kennenlernrunde...

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte

    ...konnten sich die Neubürger*innen...

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte

    ...über den langen und schwierigen Weg...

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte

    ...zur deutschen Staatsbürgerschaft austauschen.

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger mit Teilnehmenden der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte

    Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger lauschte den Geschichten der Neubürger*innen.

  • Für alle Neubürger*innen gab es eine Blume und ein kleines Präsent, u.a. ein Grundgesetz.

    Für alle Neubürger*innen gab es eine Blume und ein kleines Präsent, u.a. ein Grundgesetz.

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte vor einer Fotowand.

    Nach dem offiziellen Teil...

  • Teilnehmende der Einbürgerungsfeier in Berlin-Mitte und Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger vor einer Fotowand.

    ...gab es gemeinsame Erinnerungsfotos mit der Bezirksbürgermeisterin.

  • Die Neubürger*innen hatten auch die Gelegenheit, einen Eintrag im Ehrenbuch des Bezirks Mitte zu hinterlassen.

    Die Neubürger*innen hatten auch die Gelegenheit, einen Eintrag im Ehrenbuch des Bezirks Mitte zu hinterlassen.

  • Das Team des Büros für Partizipation und Integration hatte die Idee zur Einbürgerungsfeier.

    Das Team des Büros für Partizipation und Integration hatte die Idee zur Einbürgerungsfeier.

  • Stefan Kunath und Sofia Helfrich vom Büro für Bürgerbeteiligung Mitte.

    Mitmachen in Mitte? Stefan Kunath und Sofia Helfrich vom Büro für Bürgerbeteiligung Mitte gaben Tipps, wie man sich im Bezirk einbringen kann.

Übergabe der BibStartCard durch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger an die Erstklässler*innen der Kurt-Tucholsky-Grundschule

BibStartCard für die Kurt-Tucholsky-Grundschule

1. Oktober 2025

Mit dem Lesen kann man nie früh genug anfangen. Deswegen überreichte Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger allen Erstklässler*innen der Kurt-Tucholsky-Grundschule das Einstiegspaket für Freude am Lesen: die BibStartCard. In dem kleinen Beutel, das jede*r Schüler*in erhielt, befindet sich eine kostenlose Mitgliedskarte für alle Öffentlichen Bibliotheken Berlins. Dazu gab es ein Lesebuch, einen Stundenplan, ein Lesezeichen, eine Emotions-Uhr sowie zwei Pixi-Bücher.

Auf dem Schulhof konnten die Schüler*innen gleich ihre Freude an Büchern ausprobieren. Dort stand der Bus der Fahrbibliothek Mitte – vollgepackt mit Büchern für Kinder und Jugendliche. Der Ansturm war groß. Die Kinder blätterten in den Büchern und durften sich bereits ein Buch ausleihen. So lernten sie auch gleich, wie der Ausleihvorgang in einer Bibliothek funktioniert.
Die Stadtbibliothek Mitte bietet nicht nur Bücher. Auch Spiele, Filme, Hörspiele und digitale Medien lassen sich dort ausleihen.

Mit dem Projekt BibStartCard möchte die Stadtbibliothek von Anfang an Freude am Lesen und Lernen fördern. Der kostenlose Zugang zu Medien stärkt Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe – unabhängig vom sozialen und sprachlichen Hintergrund der Familien.

Die BibStartCard ist Teil des EFRE-KUBIST-Projekts „Kultur und Bibliotheken im Stadtteil“. Gefördert wird es durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch Landesmittel der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im zweiten Projektjahr arbeitet die Stadtbibliothek Berlin-Mitte mit sieben Grundschulen im Wedding und Moabit zusammen.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger empfing eine Delegation von Schüler*innen aus dem ukrainischen Partnerbezirk Schewtschenko

Mitte empfängt Kyiv-Schewtschenko

1. Oktober 2025

Es soll ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung sein. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger empfing eine Delegation von Schüler*innen aus der ukrainischen Hauptstadt Kyiv. Die jungen Menschen sind seit dem 20. September in Berlin und werden durch die Ernst-Reuter-Schule betreut. Der Städtepartnerschaftsverein hat ein vielfältiges Besuchsprogramm vorbereitet. Neben einem Spaziergang durch den Grunewald, einer Stadtführung, Museumsbesuchen und Sport stand auch ein Besuch des Berlin-Marathons auf dem Programm. Ein weiterer Höhepunkt war der Empfang bei Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger im Rathaus Tiergarten.
Im März 2024 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Berlin-Mitte und dem Kyiver Stadtbezirk Schewtschenko ins Leben gerufen. Mit der Partnerschaft setzen beide Hauptstadtbezirke ein Zeichen der Solidarität in Zeiten des Krieges in der Ukraine.