Drucksache - 1149/XX  

 
 
Betreff: Wiedereinführung des Straßenbahnbetriebs auf dem Lichtenrader- und Mariendorfer Damm
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Kinder- und JugendparlamentKinder- und Jugendparlament
   
Drucksache-Art:Antrag aus dem KJPAntrag aus dem KJP
Beratungsfolge:
Ausschuss für Straßen, Verkehr, Grün und Umwelt Beratung
27.05.2019 
27. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßen, Verkehr, Grün und Umwelt vertagt   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag aus dem KJP

Der Ausschuss muss den Beschlusstext ggf. redaktionell bearbeiten!

 

Das Kinder- und Jugendparlament möge beschließen:

 

dass der Straßenbahnbetrieb auf dem Lichtenrader Damm wieder augenommen wird.

 

Tausende Schüler besuchen täglich eine der drei Weiterführenden Schulen oder eine der zwei Grundschulen im Süden Lichtenrades. Diese Schulen befinden sich alle am Streckenverlauf der Buslinien M76 und X76. Das führt häufiger dazu, dass Fahrzeuge überfüllt sind. Und obwohl das Fahrzeug schon überfüllt ist, steigen Schüler noch ein und blockieren die Türen. Die Fahrgäste drängen sich dicht zusammen, damit die Türen sich schließen. Geschieht das nicht muss der Fahrer warten, bis die Türen geschlossen sind und der Bus baut Verspätung auf.

 

Um Überfüllungen und Verspätungen zu vermeiden, wäre die Einrichtung eines Straßenbahnbetriebs auf dem Lichtenrader- und Mariendorfer Damm die ideale Lösung. (Vorschläge für Linienführungen sind hier vorzufinden: http://umap.openstreetmap.fr/de/map/straenbahn-auf-dem-lichtenrader-damm_309585)

 

Straßenbahnen haben eine höhere Fahrgastkapazität als Omnibusse. Überfüllungen wären somit vermeidbar. Des weiteren besteht die Möglichkeit Straßenbahnen zu koppeln, das heißt zwei Züge miteinander zu verbinden. Diese sogenannte Doppeltraktion könnte die Verstärkerfahrten des M76 ersetzen. Das spare nämlich Treibstoff und Personal ein.

 

Ferner könnten die Gleise auf dem Damm installiert werden. Dies würde die Beförderungsge- schwindigkeit (vorallem in Lichtenrade) erhöhen. Da eine Busspur in Lichtenrade nicht existent ist, steht der M76, sobald er aus der Goltzstraße in den Lichtenrader Damm einbiegt, im Stau. In Mariendorf existiert zwar eine Busspur, doch ist diese nicht immer benutzbar, da sie zugeparkt ist, oder weil breite Fahrzeuge, wie Lastkraftwagen die Durchfahrt für Busse verhindern. Selbst wenn die Busspur frei ist muss diese immer mit Vorsicht vor breiteren Fahrzeugen und Straßenrand- bepflanzung befahren werden. Mit der Straßebahn und der damit verbundenen Möglichkeit der Auslagerung der Gleise aus dem Straßenverkehr, würde die Beförderungsgeschwindigkeit erhöht und die Pünktlichkeit gesteigert werden.

 

Man bedenke, dass der Bus beim verbrennen seines Treibstoffes Kohlenstoffdioxid ausstößt. Da Straßenbahnen mit Elktrizität angetrieben werden entsteht kein Kohlenstoffdioxid. Bei der Herstellung des Stroms entstehen zwar Emissionen, doch lässt sich Strom umweltfreundlich her-stellen, sodass kein CO2 ausgestoßen wird. Beim Verbrauch von Diesel wird immer CO2 entstehen.

 

Folglich würde die Wiedereinführung des Straßenbahnbetriebs auf dem Lichtenrader- und Mariendorfer Damm den Verkehrsfluss im Süden Berlins verbessern, und den Nahverkehr umweltfreundlicher und zukunftsfähiger machen.

 

 
 

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