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28. Februar: Gedenken an die Fabrik-Aktion von 1943

28. Februar Gedenken Fabrik-Aktion 1943
Bild: Bezirksamt Mitte von Berlin - Pressestelle

Anfang 1943 beschlossen die Nationalsozialisten, die letzten noch in Berlin verbliebenen Juden zu verhaften.

Am 27. Februar 1943 begannen deshalb SS und Gestapo, jüdische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus den Fabriken zu holen, andere in Wohnungen oder auf der Straße zu verhaften und in Sammellage in der ganzen Stadt zu bringen.

In „Mischehe“ lebende Juden sowie „Mischlinge“ wurden in die Sammellager Rosenstraße (ehemaliges Verwaltungsgebäude für Wohlfahrt und Jugendfürsorge der jüdischen Gemeinde) und Große Hamburger Straße (jüdisches Altersheim) geschafft. Daraufhin kam es in der Rosenstraße zu tagelangen Protestdemonstrationen, bei denen nichtjüdische Angehörige mit Erfolg die Freilassung der Verhafteten forderten: Fast alle der rund 2.000 festgehaltenen Personen wurden Anfang März 1943 mit der Auflage entlassen, sich als Zwangsarbeiter zu melden.

Alle anderen im Laufe der Fabrik-Aktion Verhafteten wurden in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet.

Das Bezirksamt Mitte gedenkt am 28. Februar der Opfer der Fabrik-Aktion und würdigt den Mut der Angehörigen am Gedenkstein in der Großen Hamburger Straße.