Als die Gruppe schließlich den Klara-Franke-Platz erreichte, war der ursprünglich geplante Zeitrahmen bereits überschritten. Dennoch waren noch viele Teilnehmende dabei. Hier stand vor allem die Verkehrssituation auf der Lehrter Straße im Mittelpunkt. Diskutiert wurde unter anderem, ob die Straße künftig stärker dem Anwohnendenverkehr vorbehalten werden könne und ob Polizeifahrzeuge nachts auf das Martinshorn verzichten könnten.
Schriner machte deutlich, dass der Bezirk in diesen Fragen nur begrenzten Einfluss habe. Für die Lehrter Straße als Hauptstraße sei das Land Berlin zuständig. „Da braucht es andere Lösungen, aber dafür braucht es auch eine Senatsverwaltung, die diese Lösungen will“, sagte er. Deshalb konzentriere sich der Bezirk auf Maßnahmen im Nebenstraßennetz, etwa auf Entsiegelungen und die Aufwertung öffentlicher Räume. „Wir gehen in die Bereiche, in denen wir einen Unterschied machen können.“ Dass dem Bezirk auf der Lehrter Straße vergleichsweise wenig Gestaltungsspielraum bleibt, sorgte bei vielen Teilnehmenden für Unmut.
Ganz am Schluss des Austauschs zwischen Nachbarschaft und Bezirksverwaltung stand eine positive Nachricht für die Aktiven in Moabit. Laut Stadtrat Schriner arbeitet der Bezirk an einer Liste von Orten, an denen es künftig leichter sei, Kiezveranstaltungen durchzuführen. Mit dieser Aussicht ging der Kiezspaziergang durch Moabit Ost zu Ende.