Drucksache - 2442/V  

 
 
Betreff: Den Einsatz eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens prüfen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenFraktion Bündnis 90/Die Grünen
Verfasser:Neugebauer, Siewer, Ingrid Bertermann und die übrigen Mitglieder der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
BVV Mitte von Berlin Entscheidung
19.03.2020 
!!! A B G E S A G T !!! - 36. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin      

Sachverhalt
Anlagen:
1. Antrag Grüne vom 10.03.2020

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Wir beauftragen das Bezirksamt Mitte, den standardmäßigen Einsatz eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens zu prüfen.

Begründung:

In der Beratungsarbeit von Antidiskriminierungsstellen und zahlreichen wissenschaftlichen Studien spiegelt sich wider, dass Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen mit Kindern, Personen mit Behinderung, sowie Ältere oft schlechtere Chancen haben, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.

Ein Instrument, der Benachteiligung zu begegnen, sind anonymisierte Bewerbungsverfahren. In vielen Ländern sind sie längst Standard.

Dabei geht es um mehr als nur kein Foto mitzuschicken. Auch weitere personenbezogenen Angaben wie solche zu Alter, Geschlecht, Behinderung, Herkunft oder Familienstand werden in der ersten Phase des Bewerbungsprozesses weggelassen, um vorurteilsgestützten Annahmen und Rückschlüssen auf die Leistungsfähigkeit von bestimmten Bewerber*innengruppen keinen Raum zu geben. Der Fokus soll allein auf der Qualifikation der Bewerber und Bewerberinnen liegen.

(Quelle: https://www.berlin.de/sen/lads/schwerpunkte/anonymisierte-bewerbungsverfahren/, abgerufen am 04.03.2020)

 

 
 

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