Silvester, aber sicher! Schutz von Menschen, Tieren und Einsatzkräften durch Beschränkung von Privatfeuerwerk

Entschließung der BVV am 20.11.2025

Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte unterstützt die Forderung nach einem Verbot von Privatfeuerwerk und spricht sich für ein Verbot des Verkaufs und Abbrennens von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 (Böller, Raketen, Batteriefeuerwerk etc.) an Privatpersonen aus. Bereits 2024 hat sich die BVV Mitte für großflächige Verbotszonen, eine Beschränkung von Verkaufsmöglichkeiten und ein Angebot öffentlicher Silvesterfeiern ausgesprochen (Drs. 1128/VI).

Privatfeuerwerk verursacht jährlich Hunderttausende Verletzungen (z.B. Verbrennungen, Amputationen) und massive Feinstaubbelastung. Silvester 2024/25 zeigte erneut die dramatischen Folgen von Privatfeuerwerk: 5 Tote bundesweit durch illegale Sprengkörper (u. a. Kugelbomben), 363 Verletzte allein in Berlin, darunter schwere Gesichtsverbrennungen, Hörschäden und Augenverletzungen. In Berlin wurden 37 Polizist:innen und ein Feuerwehrmann verletzt. Die BVV verurteilt Angriffe auf Einsatzkräfte scharf und fordert eine verbesserte Ausstattung der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste an Silvester, sowie und Gewalt gegen Beamte konsequent zu ahnden. Die BVV fordert flächendeckende Böllerverbotszonen für ganz Mitte und diese durch klare Kommunikation, Kontrollen und Sanktionen durchzusetzen. Hierfür sollen die bestehenden rechtlichen Spielräume (§ 23 SprengG) voll ausgeschöpft werden.

Wir wollen für unseren Bezirk ein sicheres, friedliches und inklusives Silvester. Das Vergnügen einzelner Personen, die ihr Privatfeuerwerk zwingend zünden wollen, sollte keinen Vorrang vor dem Allgemeinwohl und der körperlichen Unversehrtheit von Einsatzkräften und Unbeteiligten haben. Die BVV Berlin Mitte setzt sich daher nachdrücklich für ein Verbot von Privatfeuerwerk ein und treibt lokale Lösungen voran – zum Schutz aller. Es ist überfällig, dass sich etwas ändert – für Sicherheit, Gesundheit und Solidarität.