News von Dassel - August 2019

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Alexanderplatz mit Weltzeituhr

Liebe Leserinnen und Leser,

und, erinnern Sie sich noch an den Terminhinweis am Ende meines Juli-Newsletters? Richtig: nicht nur der Fernsehturm, sondern auch die weltberühmte Weltzeituhr wird 50 Jahre alt! Gemeinsam mit Ihrem Schöpfer, dem Designer Erich John, werden wir das runde Jubiläum an diesem Freitag, 30. August, bei einer kleinen Geburtstagsparty feiern. Um 14.30 Uhr geht es an der Weltzeituhr los und anschließend wird in der Cafeteria im Kaufhof weitergefeiert – natürlich mit Blick auf die Weltzeituhr. Besonders freue ich mich darauf, Herrn John als Spiritus Rector der Weltzeituhr die Bezirksverdienstmedaille zu verleihen – denn was wäre Mitte ohne dieses Wahrzeichen? Passend zum Ereignis eröffnen wir am Freitag auch unsere Informationsbox, an der über die Historie dieses berühmten Wahrzeichens informiert wird. Außerdem werden drei Monate lang unsere neuen Alex-Guides zu allem Wissenswerten und natürlich auch zum Alexanderplatz, zum Fernsehturm und vielen anderen Fragen Auskunft geben. Mag die Zeit auch immer schneller verrinnen, die Weltzeituhr bleibt davon unberührt und hat Bestand!

Inhalt

+++ Platzdienst am Leopoldplatz +++ 175 Jahre Zoo Berlin +++ IAppel an Verkehrsteilnehmende +++ #Mittespricht: Spandauer Straße –autofrei! Picknick am Sonnabend +++ Autofreies Wochenende in der Friedrichstraße +++ Mitte gießt! – Danke +++ Never ending story: E-Scooter halten die Politik auf Trab +++ Besuch aus aller Welt und eine große Ehre +++

+++Informationen aus dem Bezirksamt Mitte+++

Platzdienst am Leopoldplatz

Machen wir einen Sprung vom Alexanderplatz zum Leopoldplatz: Nicht mehr ganz neu in Mitte, aber jetzt mit einem neuen Vertrag für den Platzdienst am Leopoldplatz ausgestattet, ist die Firma Urbanus Concept. Geschäftsführer Jens Lange hat für „News von Dassel“ auf drei Fragen geantwortet, die auch für Sie als Mitte-Bewohnende oder Mitte-Besuchende interessant sein dürften.

Jens Lange

Was unterscheidet den Leopoldplatz von anderen Plätzen in Berlin?

Der Leopoldplatz ist Schauplatz einer der größten Suchtkrankentreffpunkte (Alkohol, Drogen) in Berlin. Immer wieder kommt es hier zu Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum. 2009 wurde der Runde Tisch Leopoldplatz gegründet, hier versammelten sich betroffene Akteure und suchten nach Lösungsansätzen für bestehende Nutzerkonflikte. So wurde nach und nach ein großes Netzwerk geknüpft, und es wurde ein auf den Leopoldplatz zugeschnittenes integratives Handlungskonzept erarbeitet, an dem auch die Szene aktiv mitwirken konnte. Dieses Konzept ist gemeinwesenorientiert unter dem Motto “ein Platz für Alle” und basiert auf Konfliktlösungen statt Verdrängung. Dieses Konzept finden wir auf keinem anderen Platz in Berlin.

Wie haben Sie Ihre Mitarbeitenden für den Einsatz am Leopoldplatz vorbereitet?

Für die Betreuung am Leopoldplatz haben wir uns speziell am integrierten Handlungskonzept orientiert. Die Mitarbeitenden haben verstärkt Schulungen in der Kommunikation und im Konfliktmanagement absolviert und verfügen über Mehrsprachigkeit. Hier wurde bewusst auf die deeskalierende und freundliche Ansprache auf Augenhöhe gesetzt. Ich muss dazu sagen, dass wir kein klassischer Sicherheitsdienst sind, wir führen niederschwellige positive Ansprachen durch und verstehen uns als Ansprechpartner*innen für alle Nutzergruppen. Gespräche statt Verdrängung ist auch unser Motto! Wir arbeiten sehr analytisch und versuchen über Gespräche positiv einzuwirken.
Besonders wichtig ist hierbei die Zusammenarbeit mit dem bestehenden Netzwerk (Bezirksamt, bezirkliche Präventionskoordination, Platzmanagement, Ordnungsamt und Polizei). Wir sind auch regelmäßig in der Praktiker-Runde, berichten von unserer Tätigkeit und erarbeiten gemeinsam mit den Akteuren der Praktiker-Runde Lösungsansätze für verschiedene Problematiken.

Was muss passieren, damit Sie aus Ihrer Sicht am Leopoldplatz erfolgreich sind?

Gespräche sind sehr wichtig. Es ist entscheidend, als Ansprechpartner wahrgenommen zu werden und stetig Ansprachen durchzuführen, auf die Probleme aufmerksam zu machen und die Nutzergruppen für ein positives Miteinander zu sensibilisieren.
Wir befinden uns hier in einem etwas längeren Prozess, wo ein Ziel nicht von heute auf morgen erreicht werden kann, daher ist ein langer Atem notwendig. Wir sind erfolgreich wenn ein Tag ohne Komplikationen vorübergeht ….

175 Jahre Zoo Berlin - herzlichen Glückwunsch!

Dieser August hat es in Mitte wirklich in sich, was Geburtstage und Jubiläen angeht. 175 Jahre Zoo Berlin! So hieß es Anfang dieses Monats – herzlichen Glückwunsch! Zoodirektor Andreas Knieriem und sein Team hatten sich deshalb etwas ganz Besonderes einfallen und eine überdimensionale Torte herstellen lassen. Das Anschneiden von der Leiter herab war zwar gar nicht so leicht. Aber Berlinerinnen und Berliner sowie die vielen Gäste aus aller Welt waren umso glücklicher, ein Stückchen probieren zu können. Die Anlage zwischen Hardenbergplatz und Budapester Straße, in dem die Veterinäre aus dem Bezirksamt Mitte derzeit auch die trächtige Pandabärin MengMeng begleiten und bei den anderen Tieren nach dem Rechten sehen, gilt heute als der artenreichsten auf der Welt. Und darauf sind wir in Mitte natürlich auch ein bisschen stolz.

Appel an Verkehrsteilnehmende – bitte Rücksicht nehmen!

Alles andere als stolz sind wir indessen über die vielen Falschparkenden auf Straßen, in Kreuzungsbereichen, auf Gehwegen und Plätzen in unserem Bezirk. Bedauerlicherweise ist es so, dass die Zahl der Verkehrsordnungswidrigkeiten seit Jahren steigt. Trotz verstärkter Kontrollen des Ordnungsamtes sind falsch geparkte Fahrzeuge nicht nur ein Ärgernis, sondern oft eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmende. Wir haben deshalb eine Übersicht mit Tipps zusammengestellt, wie Bürgerinnen und Bürger falsch parkende Fahrzeuge melden und so gemeinsam mit Polizei und Ordnungsamt zu mehr Sicherheit in Mitte beitragen können.
Die Hinweise finden Sie auf der Internetseite des Ordnungsamtes.

Ich appelliere ich an alle Verkehrsteilnehmenden, mehr Rücksicht im fließenden als auch ihm ruhenden Verkehr walten zu lassen. Anzeigen und Bußgelder allein werden nicht zum Ziel führen. Es bedarf generell mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Vision einer autofreien Spandauer Straße mit viel Grünfläche

#Mittespricht: Spandauer Straße –autofrei! Picknick am Sonnabend

Ist es normal, dass einige der schönsten Gegenden Berlins von endlosen Blechlawinen zerschnitten und beherrscht werden? Ich meine: nein!
Deshalb nehme ich die Idee der Initiative „Offene Mitte Berlin“ gerne auf, die Spandauer Straße autofrei zu machen. Der große Freiraum am Fernsehturm
mit dem Rathausforum und Marx-Engels-Forum ist einer der wichtigsten Grünräume der Innenstadt. Seine Aufenthaltsqualität wird aber stark beeinträchtigt von der Karl-Liebknecht-Straße und der Spandauer Straße. Fahrende und parkende Autos, Lärm und Abgase stören erheblich und sorgen für Verdruss.
Dass es auch anders gehen könnte, soll an diesem Sonnabend, 31. August, von 15 bis 17 Uhr bei einem autofreien Picknick in der Spandauer Straße deutlich
gemacht werden. Meine Empfehlung: hingehen und mitmachen bei einer Vision, auf dass sie Realität werden möge!

Den Unterschied zwischen Realität und Vision kann man in der neuen Folge von #mittespricht deutlich sehen.

Autofreies Wochenende in der Friedrichstraße

Apropos Autoverkehr: Unsere Planungen für das autofreie Wochenende in der Friedrichstraße gehen mit Hochdruck voran. Wie ich hier schon angekündigt hatte, wird auf Initiative des Bezirks ein Teil der Friedrichstraße vom 4.-6. Oktober zur Fußgängerzone, in der Berliner Firmen nachhaltige Mode präsentieren. Wir brauchen zusätzlich zum bestehenden hohen Qualitätsstandard im Luxus-Segment kreative junge Mode – etwas, das es nicht im Überfluss in anderen Straßen schon gibt. Meine Vision: Die Friedrichstraße gilt zukünftig nicht nur als erste Adresse für die berühmten Luxusmarken, sondern auch für neue und nachhaltig produzierte Mode von neuen oder schon ein bisschen etablierten Berliner Modelabels. Grade junge Modelabels leiden unter dem Gewerbemietrecht. Oft sind sie noch in der Gründungsphase, und schon flattern ihnen horrende Mieterhöhungen ins Haus. In der Friedrichstraße könnte Ihnen in bester Lage eine Chance gegeben werden, sich prominent zu präsentieren.
Gewinnen können wir mit einer neuen Friedrichstraße jedenfalls alle: Denn in autofreien Zonen brummt das Leben, weil man sich frei bewegen und entspannt einkaufen kann. Das nehme ich in jeder anderen Stadt so wahr, ob in Mannheim, Stuttgart oder Frankfurt. Ich bin fest davon überzeugt: Der Autoverkehr und die parkenden Autos tragen nichts zu einer Aufenthaltsqualität bei.

#Mittegießt – Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer

Weniger Autos auf den Straßen – über weniger Lärm und Dreck würden sich ja nicht nur viele Menschen freuen, sondern es käme ja auch unseren Straßenbäumen zu Gute. Auch dieser Sommer hatte es wieder in sich, die Trockenheit machte Bäumen und Grünanlagen zu schaffen. An der Neuauflage unseres Appells #Mittegießt haben sich erfreulicherweise wieder viele Nachbarinnen und Nachbarn, Initiativen und Gemeinschaften beteiligt – und sie tun dies immer noch. Bitte machen Sie weiter mit und spendieren Sie den Bäumen Wasser! Jeder Tropfen zählt.
Und: Mitmachen lohnt sich! Das Bezirksamt plant für den September eine Überraschung für alle Helferinnen und Helfer – machen Sie Fotos oder kurze Videos und posten diese unter dem Hashtag #mittegießt auf Twitter, Instagram und Facebook oder schicken Sie ihre Beiträge an presse@ba-mitte.berlin.de

+++Was sonst noch so geschah+++

Never ending story: E-Scooter halten die Politik auf Trab

Klein, schnell, anstrengend – das fällt mir zu den E-Scootern ein. Denn die Dinger halten nicht nur Berlin ganz schön auf Trab. Auf allen Ebenen wird nun an Regeln gearbeitet, wie mit diesem neuen Fahrzeug und den oft recht undisziplinierten Fahrenden umgegangen werden soll. Für unsere Forderung nach „runter vom Gehweg“ müssen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen – durch die Umwandlung von Stellplätzen für PKW zu Stellplätzen für Leihfahrzeuge. Ein erster Ansatz ist die Ausweitung der Stellflächen für Elektrofahrzeuge zu Mobility-Hubs, an der auch Roller und Fahrräder abgestellt werden können. Aber sicherlich kennen auch Sie legale oder oft illegal genutzte Parkplätze für PKW, deren Umwandlung in Parkflächen für Leihfahrzeuge auch die Verkehrssicherheit erhöht – beispielsweise, weil der Straßenraum dort viel besser einsehbar ist. An diesen Vorschlägen sind wir interessiert! Bitte fotografieren Sie geeignete Parkplätze, fügen die genaue Adresse hinzu und senden Sie Ihren Vorschlag an Bezirksbuergermeister@ba-mitte.berlin.de.
Denn auch wenn ein paar Pöbelnde in den Sozialen Medien das bezweifeln: Verkehrssicherheit ist dem Bezirksamt Mitte sehr, sehr wichtig – und es gibt hier leider wirklich noch viel zu tun.

Schülergruppe aus Holon

Besuch aus aller Welt und eine große Ehre

Unsere Städtepartnerschaften leben! Innerhalb einer Woche konnte ich mich mit einer Schulgruppe aus Holon (bei Tel Aviv) über ihr Bild von Deutschland, den Umgang mit unserem im Nationalsozialismus erbauten Rathaus und viele Alltagsfragen – vom E-Scooter bis zum Wasserverbrauch – austauschen. Und nur wenige Tage später begrüßten mein Kollege Herr Gothe und ich unsere Partner aus der kleinen Stadt Tsuwano und dem ein bisschen größeren Tokio. Eine besondere Ehre war es natürlich, unsere Gäste in der japanischen Botschaft mit einer offiziellen Ansprache begrüßen zu dürfen. Etwas weniger förmlich ging es dann am nächsten Tag beim gemeinsamen Kuchenschlemmen im Cafe Buchwald zu. Auch da wurde wieder deutlich: Trotz aller kulturellen Unterschiede kämpfen Kommunen weltweit oft mit ähnlichen
Problemen. Und uns trennen oft viele Kilometer – die Leidenschaft, sich für seinen Bezirk und seine Stadt einzusetzen, ist allerdings die Gleiche.

Imagefilm Bezirksamt Mitte

+++Stellenausschreibungen+++

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Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie hier oder im Karrieportal des Landes Berlin.

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