Der GAU mit DAU
Während Sie dies lesen, sind wahrscheinlich schon wieder Hunderte von Mails zwischen Behörden, Ämtern, Journalist*innen und Bürger*innen hin- und her geschrieben worden. Das Projekt der Mauer mitten in der Stadt hält uns in Atem, nein eigentlich nimmt es uns den Atem. Denn vor und nach dem Mega-Event des 3. Oktobers, das sich anlässlich des Vorsitzes Berlins im Bundesrat auf Mittes Straßen abspielen wird, bleibt eigentlich keine Sekunde für unsere bezirklichen Ämter, um das nächste Mega-Event zu planen und zu sichern. Doch Berlin – zumindest auf Senatsebene – will nun mal bei jedem Spektakel dabei sein, sei es noch so undurchsichtig und obskur. Viele Fragen sind noch offen, insbesondere ob für eine private kommerzielle Veranstaltung über mehrere Wochen öffentlicher Raum abgesperrt werden darf. Nun soll immerhin die Tiefgarage als Zugangsbereich entfallen – nach den Erfahrungen von Duisburg und der Loveparade-Katastrophe überfällig. Dafür schafft die Verknappung der
Veranstaltungsfläche bei unverändert hohen Besucherzahlen und die Platzierung der Ein- und Auslässe Probleme, die zurzeit nicht abschätzbar sind.
Aber vielleicht lässt sich ja noch alles lösen, das Bezirksamt Mitte ist immer bestrebt, auch das Unmögliche möglich zu machen (und ganz selten ist auch das Mögliche unmöglich, seufz). Wobei ich das Projekt zum 30. Jahrestages des Mauerfalls im November 2019 viel passender fände. Aber auf diesen Vorschlag von mir, wollte leider niemand eingehen.