Religion in Mitte

Imperia Kacheln Hellblau - interreligiöse Kachel

Religiöse und weltanschauliche Vielfalt

Mit rund 397.000 Einwohner*innen gehört der Bezirk Mitte zu den bevölkerungsreichsten Bezirken Berlins [1]. Mitte ist zugleich von einer großen kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Vielfalt geprägt.

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 39,6 Jahren (Berlin: 42,8 Jahre) [2]. Rund 37,3 % der Einwohner*innen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit [1]. Etwa 59 % haben einen Migrationshintergrund [3], damit weist Mitte den höchsten Anteil unter den Berliner Bezirken auf.

Rund 16 % der Bevölkerung sind Mitglieder der evangelischen oder katholischen Kirche [1]. Ein großer Teil der Bevölkerung ist konfessionslos oder gehört anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften an.

Für den Bezirk Mitte liegen keine amtlichen Daten zur Zugehörigkeit zum Islam oder Judentum vor, da die Religionszugehörigkeit mit Ausnahme der für die Kirchensteuer relevanten Angaben nicht im Melderegister erfasst wird. Berlinweite Schätzungen gehen von einem Anteil von etwa 6–8 % Muslim*innen und 0,8–1,0 % jüdischen Berliner*innen aus [1a]. Diese Zahlen dienen als Orientierung und lassen keine Rückschlüsse auf die konkrete Zusammensetzung der Bevölkerung im Bezirk Mitte zu.

Interreligiöser Dialog und Zusammenarbeit

Religionen und Weltanschauungen sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Mitte. Der Bezirk ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, Initiativen und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen.

Der Beauftragte für Religion und Community Management fördert den Dialog zwischen Religionsgemeinschaften, Verwaltung und Zivilgesellschaft und unterstützt den Austausch zu Fragen des religiösen und weltanschaulichen Zusammenlebens.

Im Mittelpunkt stehen:

  • die Vernetzung religiöser und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen
  • die Förderung des interreligiösen Dialogs
  • der Austausch zwischen Religionsgemeinschaften und Verwaltung
  • die Unterstützung gemeinsamer Projekte und Veranstaltungen sowie
  • die Stärkung eines respektvollen, vielfältigen und diskriminierungsfreien Zusammenlebens.

Quellen

[1] Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Einwohnerregisterstatistik Bezirk Mitte
[1] Rohdaten/Berichtsreihe
[2] Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Altersstruktur nach Bezirken
Gleiche Quelle wie [1] (die Einwohnerregisterstatistik enthält auch die Altersstruktur) – kann mit [1] zusammengelegt werden, dieselben Links.
[3] Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Werte teils gerundet / als Bandbreite angegeben.