Hunde im Park während der Beweidung
Freilaufende Hunde stellen ein ernstzunehmendes Problem dar, auch wenn sie nicht ausdrücklich aggressiv sind. Schafe sind Fluchttiere und reagieren auf Hunde instinktiv wie auf Fressfeinde. Schon das bloße Annähern oder Hinterherlaufen kann bei ihnen starken Stress und Panikreaktionen auslösen.
In der Folge kann es zu unkontrollierter Flucht, Zusammenstößen, Stürzen oder dem Durchbrechen von Zäunen kommen. Besonders gefährdet sind trächtige Mutterschafe und Lämmer, bei denen Stress zu Fehlgeburten, Verletzungen oder sogar zum Tod führen kann. Auch wenn Hunde „nur spielen wollen“, kann ihr Jagdinstinkt ausgelöst werden und zu Hetzen oder Beißen führen.
Darüber hinaus beeinträchtigt wiederholter Stress das Wohlbefinden und die Gesundheit der Schafe langfristig. Die Tiere werden unruhig, fressen schlechter und sind anfälliger für Krankheiten. Dies bedeutete nicht nur Tierleid, sondern auch wirtschaftliche Schäden für den Halter.
Freilaufende Hunde gefährden zudem die Sicherheit der Weidehaltung insgesamt. Der geregelte Ablauf wird gestört und zusätzlicher Kontroll- und Schutzaufwand erforderlich.
Gemäß der allgemeinen Anleinpflicht für Hunde in Grünanlagen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 Grünanlagengesetz), ist besondere Sorgfaltspflicht für Hundehalter in der Nähe der Schafe geboten.
Bild: Lisa Martens
Ansprechperson
Herr Martens
Biotopentwicklung und Naturdenkmale