Beweidung mit Gotlandschafen

Die ursprünglich aus Schweden stammende Schafrasse ist vor allem für ihr außergewöhnlich schönes Fell bekannt. Charakteristisch ist das lockige, seidige Vlies, das einen natürlichen Glanz besitzt und je nach Alter und Tier in verschiedenen Grautönen vorkommt – von silberhell bis dunkelgrau, manchmal fast schwarz. Lämmer haben oft besonders ausgeprägte, dichte Locken.

Vom Körperbau her sind Gotlandschafe mittelgroß, schlank und harmonisch proportioniert.

Sie wirken elegant, aber zugleich robust. Die Rasse zeichnet sich durch ein ruhiges, aufmerksames Wesen aus. Die Tiere sind relativ zutraulich, ohne jedoch aufdringlich zu sein. Sie sind gut an kühle und feuchte Klimabedingungen angepasst und gelten als widerstandsfähig und langlebig. Auf Grund ihrer Genügsamkeit eignen sie sich sowohl für extensive Weidehaltung als auch für kleinere Betriebe.

Insgesamt verbindet diese Rasse auf besondere Weise Ästhetik, Anpassungsfähigkeit und wirtschaftlichen Nutzen, was zu ihrer großen Beleibtheit beiträgt.

Gotlandschaft

Gotlandschaft

Füttern

Ein unsachgemäßes Füttern durch unbefugte Personen ist aus mehreren Gründen problematisch und kann ernsthafte Folgen für die Tiere haben. Schafe besitzen ein sehr empfindliches Verdauungssystem, das genau auf ihre natürliche Nahrung– hauptsächlich Gras, Heu und speziell abgestimmtes Futter– eingestellt ist. Ungeeignete Lebensmittel wie Brot, Küchenabfälle oder stark zucker- bzw. stärkehaltige Nahrung können zu Verdauungsstörungen, Blähungen oder schweren Stoffwechselerkrankungen führen.

Darüber hinaus besteht die Gefahr von akuten Gesundheitsproblemen wie Pansenübersäuerung oder sogar lebensbedrohlichen Zuständen, wenn die Futterzusammensetzung nicht stimmt oder plötzlich verändert wird. Auch kleine Mengen falschen Futters können bereits schädlich sein.

Unsachgemäßes Füttern kann außerdem das natürliche Fressverhalten der Schafe stören. Sie gewöhnen sich möglicherweise daran, Futter von Menschen zu erwarten, werden unruhig oder verlieren ihre Scheu. Das kann Stress innerhalb der Herde verursachen und das Risiko von Verletzungen erhöhen.

Nicht zuletzt untergräbt das Füttern durch Unbefugte die verantwortungsvolle Betreuung durch den Halter, der Futtermenge und -qualität gezielt auf Alter, Gesundheitszustand und Jahreszeit abstimmt. Aus diesen Gründen ist es wichtig, Schafe ausschließlich von sachkundigen Personen und mit geeignetem Futter versorgen zu lassen – zum Schutz ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens.

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Ansprechperson

Herr Martens
Biotopentwicklung und Naturdenkmale