Der natürliche Laubfall im Herbst ist für diverse Bereiche im Naturhaushalt wichtig.
Das abgefallene Herbstlaub ist ein wertvoller Bestandteil des Naturhaushalts und erfüllt mehrere zentrale Funktionen im Ökosystem. Es bietet Lebensraum für diverse Kleintiere, wie Regenwürmer, Tausendfüßler, Asseln, Käferlarven und Spinnen, welche sich von der Blattmasse ernähren und auch den Schutz des Laubes zum Verstecken benötigen. Igel und viele andere kleine Tiere überwintern unter dem Laub, weil es sie vor Kälte schützt. Vögel wiederum finden im Laub Insekten und Larven und können so im Winter überleben.
Auf natürliche Weise entsteht dauerhafter, nährstoffreicher Humus in Folge des Laubfalls durch Verrottungsprozesse und der Zersetzung organischer Substanzen durch Bodenlebewesen (z. B. Pilze, Asseln, Tausendfüßler, Bakterien, Regenwürmer). Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor werden hierdurch wieder in den Boden zurückgeführt. Diese Nährstoffe stehen Pflanzen im nächsten Jahr wieder zur Verfügung. Durch die Verfügbarkeit der Nährstoffe und dem verbesserten Wasserhaushalt wird das Pflanzenwachstum direkt gefördert.
Die Laubschicht reguliert zudem die Temperatur und Feuchtigkeit im Boden – ideal für Mikroorganismen und Wurzeln. Dadurch wird ein zu schnelles Austrocknen des Bodens verhindert und wirkt wie eine natürliche Isolierung gegen Kälte im Winter und schützt gleichzeitig vor Erosion durch Regen und Wind.
Wenn das Laub in den Gärten und den Grünanlagen verbleibt, werden vor allem die kleinen Tierarten, Igel und Vögel, welche sich von den Kleintieren im Laub ernähren, gefördert. In Beeten, unter Bäumen und Sträuchern dient Laub als natürlicher Mulch. Es unterdrückt Unkraut und hält den Boden locker und feucht.