Im Charles-Corcelle-Ring werden keine Fahrradbügel oder E-Scooter-Stellplätze eingerichtet, da hier der Bedarf als zu gering eingeschätzt wird. Gleichwohl wird nach Umsetzung der Maßnahme die Entwicklung beobachtet. Bei steigendem Bedarf können Fahrradbügel nachgerüstet werden.
Charles-Corcelle-Ring
Bild: SGA BA Mitte
Aus diesem Grund wird eine ca. 2,1 km lange Fahrradstraße auf dem ca. 2,4 km langen Charles-Corcelle-Ring eingerichtet.
Das Befahren der Fahrradstraße wird für Anlieger freigegeben. Dies bedeutet, dass die Fahrradstraße mit Kraftfahrzeugen ausschließlich zum Erreichen der anliegenden Grundstücke befahren werden darf.
Damit werden auch die Belastungen durch Parksuchverkehr im Umfeld des Zentralen Festplatzes reduziert und den Forderungen der Anwohnenden diesbezüglich Rechnung getragen. Mit einer Einbahnstraßenregelung vom Beginn im Nordosten bis zur Wendestelle im Südwesten, wird dies zusätzlich unterstützt, eine deutliche Verkehrsberuhigung erreicht und die Verkehrssicherheit für den Radverkehr besser gewährleistet.
Nach öffentlicher Diskussion wurde entschieden, auf dem ca. 270m langem Teilstück zwischen der Hausnummer 10 und dem Wendehammer keine Fahrradstraße einzurichten. Die hier bestehenden Parkmöglichkeiten werden erhalten und stehen Anwohnenden und Nutzenden der Kleingärten zur Verfügung.
Hinweise, Fragen und Antworten
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Werden hier, wie in anderen Fahrradstraßen, auch Fahrradbügel und E-Scooter-Stellplätze umgesetzt?
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Welche Auswirkungen hat die Fahrradstraße auf die Anwohnenden?
Für Anwohnende hat die Fahrradstraße nur geringe Auswirkungen, da alle Häuser weiterhin zu Fuß, mit dem Rad sowie mit dem Auto erreichbar bleiben. Durch die Einbahnstraße verlängern sich keine Wege für die Anwohnenden.
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Warum entsteht zwischen Tourcoinring und Wendestelle keine Fahrradstraße?
Nach öffentlicher Diskussion wurde festgelegt, dass im Bereich der Wohnbebauung weiterhin Kfz parken können sollen. Nach Abwägung der Möglichkeiten ist der Verzicht auf die Einrichtung einer Fahrradstraße in diesem Abschnitt die beste Lösung.
Die aktuelle Fahrbahnbreite in diesem Bereich beträgt im Schnitt 6,00 m. Dies ist zu schmal um hier regelkonform nach Mobilitätgesetz das Parken in einer Fahrradstraße zu ermöglichen. Auch eine Untersuchung der Möglichkeit, des Halb-auf-Bord-Parkens wurde untersucht. Dies würde den Anforderungen einer Fahrradstraße mit Mindestanforderungen, jedoch nicht die einer künftig kommenden Fahrstraße auf einer Radschnellverbindung gerecht werden. Zudem würde durch diese Variante der Gehweg verschmälert und die Barrierefreiheit beeinträchtigt werden. Da der Bord an vielen Stellen zu hoch ist, um auf diesem parken zu können, würde diese Variante keinen Verkehrsteilnehmenden gerecht werden.
Da es keine andere Möglichkeit gibt hier eine regelkonforme Fahrradstraße und das Anwohnerparken ohne große Einschränkungen für diverse Verkehrsteilnehmenden beizubehalten, wurde sich dazu entschieden, zugunsten der Anwohnenden auf das Teilstück der Fahrradstraße zu verzichten. In dem Bereich bleibt eine Tempo-30-Zone angeordnet.
Projektdaten
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Projektbeschreibung
Umsetzung einer Fahrradstraße im Charles-Corcelle-Ring zwischen Kurt-Schumacher-Damm und Kurt-Schumacher-Damm und Einrichtung einer Einbahnstraße zwischen dem Parkplatz der Julius-Leber-Kaserne und dem Wendebereich.
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Projektzeitraum
2024-2025
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Bearbeitungsstand
Umsetzung
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Gesamtkosten
130.000 € -
Art der Finanzierung
bezirkliche Mittel
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Beteiligung
nein
Verkehrszeichenpläne
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Ausführungsplanung im Maßstab 1:250
Hinweis: Verkehrszeichenpläne entsprechen dem darauf angegebenen Stand der Anordnung. Die Pläne werden ggf. im Laufe der Planung oder Umsetzung der Maßnahme angepasst.
PDF-Dokument (5.9 MB)