Erneuter Angriff auf CSD-Erinnerungsort: Jungbaum herausgerissen

Pressemitteilung Nr. 215/2026 vom 06.09.2026

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger und der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informieren:

Am Erinnerungsort zum CSD-Anschlag im Großen Tiergarten ist erneut ein Symbol der Erinnerung und Solidarität geschändet worden. Unbekannte haben in der Nacht zum 6. September 2026 den dort nachgepflanzten Baum stark beschädigt und versucht, ihn herauszureißen. Erst vor wenigen Tagen war die in den Farben des Regenbogens aufgestellte Bank völlig zerstört worden. Das Bezirksamt Mitte verurteilt diese erneute Tat und wertet sie im Zusammenhang mit dem vorherigen Vorfall als weitere queerfeindliche Attacke.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger: „Das ist nicht einfach Sachbeschädigung, das ist ein Akt der Barberei. Wer reißt einen Jungbaum aus dem Boden und schändet auf diese Art einen Gedenkort? Wer diesen Ort immer wieder angreift, greift auch das Zeichen an, das wir dort setzen wollen: für Vielfalt, für Solidarität und gegen Hass. Unsere Antwort ist klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Was zerstört wird, werden wir wieder aufbauen und neu pflanzen.“

Gemeinsam mit dem Stadtrat für den öffentlichen Raum hat sich die Bezirksbürgermeisterin am Sonntag selbst ein Bild von dem Schaden gemacht. Der Jungbaum wurde wieder aufgerichtet und gewässert und kann womöglich gerettet werden. „Queerfeindlicher Hass hat in unserem Bezirk keinen Platz. Wir werden gemeinsam mit den zuständigen Stellen prüfen, wie der Erinnerungsort künftig besser geschützt werden kann. Hierzu befinden wir uns bereits in einem in einem Austausch mit der Polizei“, sagt Bezirksstadtrat Christopher Schriner.

Bereits nach der Zerstörung der Regenbogenbank hatte das Bezirksamt Mitte angekündigt, die Bank wieder aufzustellen und dies notfalls immer wieder zu tun. Der Ort im Tiergarten soll an den Angriff vom 25. Juli rund um den Christopher Street Day erinnern und zugleich ein sichtbares Zeichen für eine offene Gesellschaft sein.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de