„Freiraumplanerischer Wettbewerb „Schillingpromenade“: Entscheidung des Preisgerichts am 28.08.2026“
Pressemitteilung Nr. 206/2026 vom 01.09.2026
Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, Ephraim Gothe und der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informieren:
Am 28. August 2026 fand die Preisgerichtssitzung des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs „Schillingpromenade“, Berlin Mitte statt.
Unter dem Vorsitz des Landschaftsarchitekten Till Rehwaldt prämierte die Jury aus den zwölf eingereichten Arbeiten drei Preise (und vergab zusätzlich zwei Anerkennungen) für die Umgestaltung der Schillingstraße. Das Preisgericht würdigt ausdrücklich die überwiegend hohe Qualität aller Beiträge.
Die preisgekrönte Arbeit zeigt ein klares, zeitgemäßes Konzept, das dennoch sehr respektvoll mit dem Bestand umgeht. Der Charakter der Schillingpromenade als fließender, grüner Raum bleibt erhalten und wird zugleich klimaangepasst weiterentwickelt. Besonders hervorzuheben sind die elegante Gestaltung der neuen Oberflächen sowie die besonderen Spielanlagen, die spezifisch für diesen Ort entworfen wurden. Insgesamt formuliert der Entwurf eine robuste Grundlage zur Entwicklung der Schillingpromenade. Gleichzeitig ermöglichen die vorgeschlagenen Motive künftige Nutzungsanpassungen.
Stellungnahmen der Jury
Bezirksstadtrat Christopher Schriner: „Mit der neuen Schillingpromenade erhält die Nachbarschaft nicht nur eine klimaangepasste und verkehrsberuhigte Straße mit einem menschlichen Maßstab, sondern auch einen öffentlichen Raum der sich den Bewohner*innen öffnet. Die besondere Historie des Ortes wurde sensibel weiterentwickelt und in die heutige Zeit und ihre Anforderungen übersetzt: Die Straße wird zum Ort für die Menschen, die daran wohnen!
Nora Juran, Amtsleitung Stadtentwicklungsamt, Bezirksamt Mitte von Berlin: „Die eingereichten Arbeiten sind geprägt von einer hohen Gestaltungsqualität. Der Siegerbeitrag von Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin weist einen würdevollen Umgang mit den Qualitäten des Ortes nach und setzt gleichzeitig zukunftsfähige Schwerpunkte zu Klima-, Verkehrs- und Aufenthaltsthemen.“
Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH: „Die Schillingpromenade ist ein wichtiger Freiraum und Identifikationsort im Quartier. Der Siegerentwurf zeigt, wie sich historische Qualitäten bewahren und gleichzeitig neue Antworten auf Klimaanpassung, Biodiversität und urbane Lebensqualität entwickeln lassen. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Qualitäten in die weitere Planung zu überführen und daraus einen Freiraum zu entwickeln, der für das Quartier langfristig einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert schafft.“
Aufgabe und Verfahren
Die Schillingstraße, ihre Promenade sowie ihre beiden Spielplätze sollen vom U- und S-Bahnhof Jannowitzbrücke bis zum U-Bahnhof Schillingstraße umgestaltet werden – unter dem Projektnamen „Schillingpromenade“. Dafür führt das Bezirksamt Mitte einen freiraumplanerischen Wettbewerb durch. Das Verfahren wurde organisiert und moderiert vom Wettbewerbsbüro a:dks plus Gesellschaft für Wettbewerbs- und Verfahrensbetreuung mbH.
Ziel der Umgestaltung ist es, die Schillingstraße funktional, gestalterisch und ökologisch aufzuwerten. Damit wird die Aufenthaltsqualität verbessert, die der ursprünglichen und neuen Bedeutung gerecht werden soll. Dabei müssen zeitgemäße Anforderungen an Klimaschutz und Klimaanpassung, Mobilität und Nutzung integriert und erhaltungsrechtliche Belange berücksichtigt werden.
Für den Wettbewerb, die Planung und die Umsetzung der Maßnahmen stehen Städtebaufördermittel vom Bund- und Länderprogramm „Lebendige Zentren“ zur Verfügung. Das Projekt liegt im Fördergebiet Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt. Nach Abschluss des Wettbewerbs übernimmt die Grün Berlin GmbH als Bauherrin für das Land Berlin die Weiterentwicklung des Siegerentwurfs sowie die anschließende Planung und Umsetzung des Projekts. Als landeseigenes Unternehmen realisiert Grün Berlin regelmäßig für Senatsverwaltung und Bezirke Stadtentwicklungsprojekte im öffentlichen Raum, die Klimaschutz und -resilienz, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Ergebnis
Folgende Arbeiten wurden nach ausführlicher und intensiver Diskussion durch die Wettbewerbsjury, mit Preisen ausgezeichnet:
1. Preis
25.000 EUR Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
2. Preis
15.000 EUR GRIEGER HARZER DVORAK Landschaftsarchitekten GbR, Berlin
3. Preis
9000 EUR 1:1 landskab, Valby, Dänemark
Anerkennungen
2000 EUR Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg
2000 EUR QUERFELDEINS Landschaft | Städtebau | Architektur, Dresden
Bild- und Fotomaterial finden Sie hier.
Bitte geben Sie als Quelle stets die Namen der prämierten Büros sowie das Bezirksamt Mitte von Berlin an.
Öffentliche Ausstellung
Die Wettbewerbsentwürfe werden im Rathaus Mitte vom 9. bis 29. September öffentlich ausgestellt. Zur Vernissage wird am 8. September ab 18 Uhr eingeladen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 8–18 Uhr
Ort: Berolina Galerie, 1. OG, Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31
Beteiligung zum Siegerentwurf
Bis zum 2. November informiert eine Freiluftausstellung vor der Schillingstraße 1A über das Verfahren und lädt zur nächsten Beteiligung ein. Vom 8. September bis 2. November 2026 gibt es die Möglichkeit über mein.berlin.de Rückmeldung zum Siegerentwurf zu geben. Ergänzend dazu bietet die Gebietsbetreuung am 24. September von 16 bis 18 Uhr eine Sprechstunde vor der Freiluftausstellung (Schillingstraße 1A) an. Die eingegangenen Rückmeldungen werden anschließend an das Landschaftsarchitekturbüro zur Einarbeitung übergeben.
Alle Informationen zum Verfahren auf der Gebietswebsite KMA II: und der Projektwebsite von Grün Berlin .
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte von Berlin, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de