Exkursion vom Umweltladen Mitte: Leben im ehemaligen Grenzgebiet

Pressemitteilung Nr. 186/2026 vom 07.08.2026

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informiert:

Diplom-Biologe Gunter Martin führt bei dieser sommerlichen Exkursion durch Areale des ehemaligen Grenzgebiets, das die Stadt von 1961 bis 1989 teilte. Die Spuren jener Zeit sind immer noch gut erkennbar. Am früheren Grenzübergang in der Chausseestraße erinnern unter anderem Arbeiten einer Berliner Künstlerin daran. Zwischen zwei parallel verlaufenden Betonmauern befand sich ein Landstreifen, in dem auf Grund der militärischen Nutzung spezifische Bedingungen herrschten. Mit der Öffnung des Grenzbereiches ergaben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Natur. Die Erkundung der dort entstandenen Flora und Fauna steht im Mittelpunkt dieser stadtökologisch-historischen Führung.

Anfangs kam es auf den sich selbst überlassenen Flächen vor allem zur Ansiedlung anspruchsloser Pionierpflanzen. Doch im Laufe der Zeit breitete sich eine recht üppige Pflanzenwelt aus. Es entwickelten sich Wiesen, blühende Hochstauden, Gehölzstreifen und wertvoller Trockenrasen. Dieses Nebeneinander unterschiedlicher Vegetationsstrukturen bedingt eine große Artenvielfalt. Sogar fünf in Berlin als gefährdet eingestufte Pflanzenarten sowie
Vertreter seltener Vogelarten kann man dort antreffen.

Wann? Sonntag, 16. August 2026 von 11 bis 13 Uhr

Wo? S-Bahnhof Nordbahnhof, Ausgang Invalidenstraße

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Exkursion ist nicht barrierefrei. Weitere Informationen gibt es im Umwelt- und Naturschutzamt Mitte (Umweltladen, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin, Telefon: (030) 9018-22081, E-Mail: umweltamt.uwl@ba-mitte.berlin.de )

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de