Kulturtipps aus Mitte

Pressemitteilung Nr. 177/2026 vom 20.07.2026

Ausstellungseröffnung „Counterplay“ von Alicja Rogalska, kuratiert von Jorgina Stamogianni im Studio | Galerie Nord

Am Donnerstag, 23. Juli 2026, eröffnet um 18 Uhr im Studio | Galerie Nord die Einzelausstellung „Counterplay“ der Künstlerin Alicja Rogalska, kuratiert von Jorgina Stamogianni. Counterplay untersucht ausgehend von Rogalskas Zusammenarbeit mit Berliner Fahrradkurier*innen Arbeitsbedingungen in plattformbasierten Wirtschaftsformen und lädt Kurierfahrer*innen dazu ein, auf Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen alternative Zukunftsentwürfe des Arbeitens zu entwerfen.

Alicja Rogalska ist eine polnisch-britische Künstlerin, die sich in ihrer forschungsbasierten Praxis mit gesellschaftlichen Strukturen und den politischen Bedeutungen des Alltags beschäftigt. Für Ausstellungsräume wie das Studio I Galerie Nord entwickelt sie Performances, Videos und Installationen oft in Zusammenarbeit mit anderen und untersucht dabei mit ihnen emanzipatorische Zukunftsentwürfe.

Ihre Arbeiten wurden zuletzt in der Zachęta National Gallery of Art, auf der Matter of Art Biennale, bei Videobrasil, der Jogja Biennale und bei Urbane Künste Ruhr gezeigt.
Jorgina Stamogianni ist unabhängige Kuratorin mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft, Sozialanthropologie und zeitgenössischer Kunst. Ihre Praxis ist geprägt von einem soziopolitischen Ansatz, einem Interesse an Standortspezifität sowie an Wissensproduktion durch künstlerische Perspektiven, die offizielle Narrative ergänzen oder hinterfragen.

Begleitet wird die Ausstellung von einem öffentlichen Programm, das Wirtschaftsanthropolog*innen, Arbeiter*innen, Science-Fiction-Expert*innen und Besucher*innen zusammenbringt, um gemeinsam ein Spiel zu entwickeln, mit dem spekulative Wirtschaftsformen erprobt und neue gesellschaftliche Möglichkeiten entworfen werden können.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Eröffnung
  • Wann: 23. Juli 2026, 18.00 Uhr
  • Wo: Studio | Galerie Nord
Ausstellungslaufzeit
  • 24. Juli bis 20. September 2026

Galerie Nord
Turmstraße 75, Moabit
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Galerie Nord.

„Das radikaldemokratische Museum“ – Keynote von Joachim Baur im Mitte Museum

Wie kann die Kritik am Museum im Museum selbst Wirkung entfalten? Und wie lässt sich die demokratische Sprengkraft des Museums aktivieren? Diesen Fragen widmet sich das von Nora Sternfeld 2018 veröffentlichte Konzept des radikaldemokratischen Museums.
Es versteht Museen als Orte, die ihre historischen und gegenwärtigen Verstrickungen in Machtverhältnisse kritisch reflektieren und Räume für Emanzipation und demokratische Teilhabe eröffnen.

Am Freitag, 24. Juli 2026, um 19 Uhr spricht der Kurator und Kulturwissenschaftler Prof. Joachim Baur im Garten des Mitte Museums über die Bedeutung dieses Konzepts für die Museumspraxis heute.

Ausgangspunkt des Vortrags ist der neu erschienene Sammelband „Das radikaldemokratische Museum revisited. Handlungsräume für Bildung, Emanzipation und Öffentlichkeit“ (Joachim Baur / Nora Sternfeld, transcript 2026).
Im Fokus stehen der zunehmende Kulturkampf von rechts sowie eine politische Öffentlichkeit, die immer stärker von Zuspitzung und Empörung geprägt ist. Dabei geht Baur der Frage nach, welche Rolle kritischer Vermittlung insbesondere in öffentlich geförderten Institutionen zukommt.

Im Anschluss spricht Joachim Baur mit Olga Schubert über die Zukunft des Museums als demokratischem Ort und lädt das Publikum zur Diskussion ein.

Prof. Joachim Baur ist Kurator und Professor für Empirische Kulturwissenschaft am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund. Gemeinsam mit Katrin Pieper leitet er das Berliner Ausstellungsbüro „Die Exponauten. Ausstellungen et cetera“. Seine Forschungsschwerpunkte sind Museumstheorie, kuratorische Praxis, materielle Kultur und Migration. Er ist Vorstandsmitglied von ICOM Deutschland.

Olga Schubert ist Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als wissenschaftliche Redakteurin am Haus der Kulturen der Welt. 2025 und 2026 hat sie die die Konzeption für CURATORIAL INTENSIVE im CAMPI-Programm des Fachbereichs Kunst, Kultur und Geschichte umgesetzt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des CURATORIAL INTENSIVE 2026 „Outreach und Vermittlung – von wem für wen?“ statt, einer Veranstaltungsreihe des bezirklichen Programms CAMPI – Curating and Management in Public Institutions.

Veranstaltungszeitpunkt:
  • Freitag 24. Juli 2026, 19.00 Uhr
Veranstaltungsort:
  • Im Garten des Mitte Museums Berlin
    Mitte Museum
    Pankstraße 47
    13357 Berlin

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de