Zwei starke Frauen aus Mitte mit der Bezirksverdienstmedaille ausgezeichnet
Pressemitteilung Nr. 157/2026 vom 26.06.2026
Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:
Sie kommen aus zwei ganz unterschiedlichen Bereichen und haben doch eins gemeinsam: Sie setzen sich mit großem Engagement beruflich und ehrenamtlich für ihren Bezirk ein! Zwei starke Frauen aus Mitte wurden am 25. Juni 2026 mit der Bezirksverdienstmedaille 2025 ausgezeichnet. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger überreichte die Auszeichnung stellvertretend für das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung im Balkonsaal des Rathaus Tiergarten.
Die Ausgezeichneten sind im Bezirk Mitte ehrenamtlich tätig und setzen sich auf unterschiedliche Weise für ihren Kiez, ihre Mitmenschen und ihre Umgebung ein.
Das sind die Ausgezeichneten:
Dominique Hensel, Kiezreporterin und Herausgeberin des Brunnenmagazin
Seit zehn Jahren berichtet das Brunnenmagazin über das Leben im Brunnenviertel, im Gesundbrunnen und im Wedding. Das von der Kiezschreiberin und Herausgeberin Dominique Hensel gegründete Magazin feierte jetzt sein zehnjähriges Bestehen. Es erscheint täglich online und mehrmals im Jahr auch in gedruckter Form.
In dieser Zeit hat sich das Brunnenmagazin zu einer wichtigen Stimme des Stadtteils entwickelt. Es informiert über aktuelle Entwicklungen im Kiez, berichtet über soziale Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Träger, begleitet Vorhaben des Bezirksamtes und greift Themen auf, die die Menschen vor Ort bewegen. Regelmäßig werden Probleme im Wohnumfeld sichtbar gemacht, zugleich aber auch die vielen positiven Beispiele für Engagement und Zusammenhalt im Stadtteil vorgestellt.
Besonders wertvoll sind die zahlreichen Beiträge zur Geschichte des Weddings, die Erinnerungen bewahren und die Identität des Stadtteils stärken. Die wöchentlichen Veranstaltungshinweise bieten den Bewohnerinnen und Bewohnern eine wichtige Orientierung und machen die Vielfalt des kulturellen und sozialen Lebens im Kiez sichtbar.
Das Brunnenmagazin versteht sich nicht nur als Informationsplattform, sondern auch als Ort der Begegnung und Beteiligung. In der Bürgerredaktion können Interessierte selbst mitwirken, eigene Themen einbringen und Leserbriefe veröffentlichen. Dadurch entsteht ein lebendiger Austausch zwischen den Menschen im Kiez. Darüber hinaus trägt das Magazin wesentlich zur Vernetzung ehrenamtlicher Gruppen und Initiativen bei, etwa bei gemeinsamen Aktivitäten rund um die Verbesserung des Wohnumfelds und den Umgang mit der Müllproblematik.
Über viele Jahre hinweg ist so ein Medium entstanden, das den Menschen im Brunnenviertel, im Gesundbrunnen und im Wedding eine Stimme gibt. Mit großem persönlichem Einsatz, journalistischer Neugier und einer tiefen Verbundenheit mit dem Stadtteil leistet Dominique Hensel einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Brunnenmagazin stärkt die lokale Demokratie, fördert das nachbarschaftliche Miteinander und macht sichtbar, was den Wedding auszeichnet: seine Vielfalt, sein Engagement und seine Menschen.
Natalie Kulik, Leiterin von Evas Haltestelle
Evas Haltestelle ist seit vielen Jahren ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen im Wedding. Die Einrichtung bietet Schutz, Orientierung und Unterstützung für Frauen, die sich häufig in existenziellen Notlagen befinden. Als niedrigschwelliges Angebot eröffnet sie einen geschützten Raum, in dem die Besucherinnen nicht nur grundlegende Versorgung erhalten, sondern auch Beratung, Begleitung und neue Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg.
Die besondere Bedeutung von Evas Haltestelle liegt in ihrer verlässlichen Präsenz und dem respektvollen Umgang mit den Frauen, die Hilfe suchen. Viele von ihnen haben Ausgrenzung, Gewalt, Armut oder den Verlust sozialer Bindungen erfahren. In der Einrichtung begegnen sie Menschen, die ihnen mit Würde, Verständnis und fachlicher Kompetenz zur Seite stehen. So entsteht ein Ort, an dem Vertrauen wachsen und neue Hoffnung entstehen kann.
Maßgeblich geprägt wird diese Arbeit durch Natalie Kulik, die Evas Haltestelle leitet. Sie führt ein Team aus zwei Sozialarbeiterinnen, einer Sozialarbeitsassistentin und 35 ehrenamtlich engagierten Frauen. Seit mehr als 25 Jahren ist sie beim Sozialdienst katholischer Frauen tätig. Ihr Weg begann mit einem Praktikum bei Evas Haltestelle, dem ein Studium der Sozialen Arbeit folgte. Anschließend leitete sie Evas Obdach in Neukölln, bevor sie die Verantwortung für Evas Haltestelle übernahm.
Seit Jahrzehnten widmet Natalie Kulik ihre berufliche Kraft und ihr persönliches Engagement Frauen, die oft am Rande der Gesellschaft stehen. Mit großer Beharrlichkeit setzt sie sich dafür ein, dass diese Frauen nicht übersehen werden. Neben der Leitung der Einrichtung engagiert sie sich intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit und der Spendenakquise und trägt damit wesentlich dazu bei, dass dieses wichtige Angebot dauerhaft bestehen kann.
Die Auszeichnung von Natalie Kulik würdigt zugleich die außergewöhnliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen von Evas Haltestelle. Tag für Tag leisten sie Unterstützung, die weit über das Selbstverständliche hinausgeht und für viele Frauen einen entscheidenden Unterschied macht.
Evas Haltestelle steht beispielhaft für gelebte Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und menschliche Zuwendung. Die Einrichtung verleiht Frauen in schwierigen Lebenslagen Halt, Schutz und neue Perspektiven. Natalie Kulik hat daran über viele Jahre hinweg einen herausragenden Anteil.
Wir gratulieren den beiden Ausgezeichneten!
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de