Das Begleitprogramm zur Ausstellung „Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte“

Pressemitteilung Nr. 151/2026 vom 23.06.2026

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:

Straßennamen begegnen uns jeden Tag. Doch hinter ihnen verbergen sich politische Entscheidungen, gesellschaftliche Debatten und Geschichten darüber, an wen erinnert werden soll – und an wen nicht.

Begleitend zur Ausstellung „Umbenennen?! Berlins Straßennamen und ihre Geschichte“ lädt das Mitte Museum von Juni bis September 2026 zu einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm ein. Führungen, Vorträge, Stadtspaziergänge und Mitmachangebote eröffnen neue Perspektiven auf die Geschichte Berlins und die Fragen, die unsere Gegenwart prägen: Erinnerungskultur, Demokratie, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Die Ausstellung, die noch bis zum 27. September 2026 im Mitte Museum zu sehen ist, widmet sich den Geschichten hinter Berliner Straßennamen und den politischen, gesellschaftlichen und historischen Aushandlungsprozessen, die mit ihnen verbunden sind. Das Begleitprogramm greift diese Themen auf und erweitert sie um weitere Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart Berlins.

In mehreren Führungen durch die Ausstellung eröffnet Kuratorin Tabea Thielmann neue Perspektiven auf die Geschichten hinter Berlins Straßennamen. Sie beleuchtet die politischen Entscheidungen, Bürger*inneninitiativen und gesellschaftlichen Debatten, die Benennungen und Umbenennungen prägen. Mit Fokus auf den Bezirk Mitte wird sichtbar, wie sich Ost und West, Kontinuität und Bruch bis heute in der Stadtgeografie eingeschrieben haben. Die Termine der einstündigen Führungen sind auf der Website des Mitte Museums zu finden.

Am 17. Juli von 18.00 bis 20.00 Uhr richtet die Führung „Rund um den Hauptbahnhof“ den Blick auf die Europacity, eines der jüngsten Stadtquartiere Berlins. Der Spaziergang geht der Frage nach, wie die Straßennamen des Viertels entstanden sind und wer über ihre Benennung entschied. Treffpunkt für die Führung ist die Ecke Ella-Trebe-Straße am Berliner Hauptbahnhof.

Der Vortrag „Zwischen Propaganda und Erinnerung: Reinhold Huhn, Egon Schultz und die Frage nach Gerechtigkeit“ am 20. August um 18.00 Uhr beleuchtet die Geschichte zweier DDR-Grenzsoldaten, deren Namen einst Straßen in Ost-Berlin prägten. Der Historiker Dietmar Arnold ordnet die politischen Hintergründe ihrer Benennungen sowie die späteren Umbenennungen nach der Wiedervereinigung historisch ein.

Den Abschluss des Begleitprogramms bildet am 20. September von 13.00 bis 15.00 Uhr die Führung „Das Frauenviertel rund um den Hauptbahnhof“. Ausgangspunkt des Rundgangs ist die Ecke Ella-Trebe-Straße am Hauptbahnhof. Im Mittelpunkt stehen die Biografien jener Frauen, nach denen zahlreiche Straßen des neuen Quartiers benannt wurden, sowie die Frage, wer im öffentlichen Raum sichtbar gemacht wird und an wen erinnert werden soll.

Ergänzt wird das Begleitprogramm durch ein kreatives Sommerferienangebot für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Ausgehend von der Frage, wie Straßen zu ihren Namen kommen und wer auf Straßenschildern geehrt wird, gestalten die Teilnehmenden fantasievolle Korkfiguren und eigene Straßenschilder und entdecken dabei spielerisch die Geschichten hinter Berlins Straßennamen. Das Ferienprogramm findet am 22. Juli, 5. August und 19. August 2026 jeweils von 14.00 bis 17.30 Uhr im Mitte Museum statt.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit allen Terminen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter:
www.mittemuseum.de

Adresse:
Mitte Museum Berlin
Pankstraße 47, 13357 Berlin
info@mittemuseum.de

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de