Mitte verleiht erstmals Preis für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung
Pressemitteilung Nr. 148/206 vom 12.06.2026
Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:
Das Bezirksamt Mitte hat zum ersten Mal den Preis für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung verliehen. Die Preisverleihung fand am 11. Juni im Balkonsaal des Rathauses Tiergarten statt.
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger zeichnete Menschen aus, die sich in besonderer Weise für Gleichberechtigung, die Rechte von Frauen sowie die gesellschaftliche Teilhabe von diskriminierten und marginalisierten Menschen engagieren.
Mit dem Preis für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung wurden in diesem Jahr folgende Preisträger*innen geehrt:
Dr. Shana Minkin
Dr. Shana Minkin wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Stolperstein-Arbeit ausgezeichnet. Durch die sorgfältige Recherche und Dokumentation von Lebensgeschichten ehemaliger Verfolgter sowie die Organisation von Führungen und Gedenkveranstaltungen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur in Berlin-Mitte.
RuT Wohnen
Das RuT-Lesbenwohnprojekt wurde für seinen Einsatz für lesbisch-queere Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit gewürdigt. Mit dem geplanten Wohn- und Kulturzentrum in der Berolinastraße entsteht ein modellhaftes inklusives Projekt, das selbstbestimmtes Wohnen, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe fördert.
Keshet Deutschland e.V.
Keshet Deutschland e.V. wurde für sein Engagement zur Förderung der Sichtbarkeit und Teilhabe jüdischer LGBTIQ*-Personen ausgezeichnet. Mit Angeboten für Austausch, Empowerment und Gemeinschaft sowie dem jährlich in Berlin-Mitte stattfindenden Queer-Shabbaton setzt der Verein wichtige Impulse für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Joanna Flume Naber
Joanna Flume Naber erhielt die Auszeichnung für die Organisation der Gruppe „FEMS – Tea Cups“ im Kiez Zentrum Villa Lützow. Mit regelmäßigen Treffen, Empowerment-Angeboten und gemeinschaftlichen Aktivitäten schafft sie einen geschützten Raum für mehrfachdiskriminierte transfeminine BIPoC-Personen und stärkt Vernetzung sowie gegenseitige Unterstützung.
Der Preis war insgesamt mit 1000 Euro dotiert und wurde zu gleichen Teilen auf die vier Preisträger*innen verteilt.
Alle Preisträger*innen stehen beispielhaft für das vielfältige Engagement für Gleichberechtigung, Chancengerechtigkeit und ein diskriminierungsfreies Miteinander. Mit ihrem Einsatz stärken sie eine offene und respektvolle Gesellschaft, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.
Neben Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung nahmen zahlreiche Akteur*innen aus den Beiräten, Vereinen, Initiativen und der Zivilgesellschaft an der Veranstaltung teil.
Wir danken allen Beteiligten, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.
Rückfragen an die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Mitte: Kerstin.drobick@ba-mitte.berlin.de
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de