Kulturtipps aus Mitte

Pressemitteilung Nr. 145/2025 vom 11.06.2026

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:

Im Juni laden Einrichtungen und Kulturorte in Berlin-Mitte zu einem vielfältigen Programm aus Lesungen, Gesprächen, Konzerten und Performances ein:

Künstlerisches Programm im Bärenzwinger „Denn bleiben ist nirgends“

Am 13. und 14. Juni eröffnet der erste Akt des künstlerischen Programms im Bärenzwinger unter dem Titel „Denn bleiben ist nirgends“ einen Raum, in dem Verborgenes hör- und sichtbar wird. Stimme, Klang und Körper verschmelzen zu einem vielstimmigen Geflecht aus experimentellen Soundarbeiten, Lecture-Performance, Workshop, Butoh-Improvisation, Soprangesang sowie Radio- und Performancekunst. Mit Beiträgen unter anderem von Paula Schopf und Sofya Shaikut.

Auch in diesem Jahr ist der Bärenzwinger Teil der Fête de la Musique. Ab 14 Uhr verwandelt sich der historische Ort in einen lebendigen Treffpunkt für Musik, Begegnung und Austausch. Zwischen Live-Musik und DJ-Sets lädt das Programm dazu ein, neue Klänge zu entdecken, gemeinsam zu verweilen und den längsten Tag des Jahres in besonderer Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Biografie eines wiedergefundenen Ortes in der Mitte Berlins – Buchpremiere zum Grauen Kloster

Am 15. Juni 2026 um 18 Uhr lädt die Klosterruine Berlin zur Präsentation der Neuerscheinung „Das Graue Kloster von Berlin. Biografie eines wiedergefundenen Ortes“ von Kerstin Decker ein. In ihrer kulturhistorischen Erzählung lässt die renommierte Autorin die vielschichtigen Nutzungsgeschichten eines der ältesten Baudenkmäler Berlins lebendig werden. Das Buch vereint zahlreiche historische Abbildungen, einen kommentierten Fotorundgang sowie zeichnerische Rekonstruktionen des Klosterviertels durch die Jahrhunderte. Im Zusammenspiel von Text und Gestaltung entwickelt es eine eigene „archäologische“ Lesart des Stadtraums und erschließt dessen Geschichte jenseits klassischer Stadtführungsroutinen.

Die Buchpremiere beginnt mit einem Vortrag von Kerstin Decker, in dem sie historische Meilensteine und Besonderheiten des Ortes seit der Stadtgründung Berlins beleuchtet.
Im Anschluss ist die Autorin mit den Herausgeber*innen Philipp Oswalt (Architekt und Mitglied der Akademie der Künste) und Ute Müller-Tischler (Fachbereichsleiterin Kunst, Kultur und Geschichte) mit Gunnar Nath (Landesdenkmalamt Berlin) sowie mit Jan Wenzel (Spector Books) im Gespräch.
Die Gesprächsrunde richtet den Blick nicht nur auf die Vergangenheit des Klosterstandorts, sondern auch auf seine gegenwärtige Bedeutung und die zukünftige Entwicklung der historischen Mitte.
Die Moderation übernimmt Maximilian Krämer, freier Philosoph und Stadtforscher.
Das Buch ist vor Ort erhältlich und kann auf Wunsch von der Autorin signiert werden.
Weitere Informationen sowie eine Vorschau sind auf der Internetseite des Verlags abrufbar.

Lesung in der Galerie Wedding „In Heterotopien der Tinte“

Am 26. Juni um 18 Uhr findet in der Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst die Lesung „In Heterotopien der Tinte“ mit der Autorin Inana Othman statt. Begleitet von dem Musiker Ahmad Agouz präsentiert sie Lyrik und neue Texte, die sich mit Erinnerung, Exil und kulturellem Gedächtnis auseinandersetzen. Im Anschluss spricht sie mit der Regisseur*in Thu Hoài Trần.

Gespräch zu Kunst am Bau in der Berlinischen Galerie

Am 29. Juni bildet das öffentliche Gespräch „Gesellschaftliches Gut oder Ästhetisches Beiwerk – Kunst am Bau zwischen Potenzial und Preisgabe“ um 18 Uhr in der Berlinischen Galerie den Abschluss des Monats der Kunst am Bau 2026. Vertreter*innen aus Kunst, Kultur und Verwaltung diskutieren über die Rolle von Kunst am Bau als öffentliches Gut, ihre Sichtbarkeit im Stadtraum sowie ihre Bedeutung für die kulturelle Infrastruktur Berlins.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen werden über die jeweiligen Einrichtungen veröffentlicht.

Open Call: Künstlerisches Programm 2027 – „Ökologie als relationale Praxis“ im Studio | Galerie Nord

Unter dem Leitmotiv „Ökologie als relationale Praxis“ sucht das Studio | Galerie Nord für das Programmjahr 2027 drei künstlerische Ausstellungsvorhaben, die ökologische Fragestellungen in ihren politischen, historischen, ökonomischen oder sozialen Verflechtungen untersuchen.

Der Open Call richtet sich an Berliner Künstler*innen und Kurator*innen, die aktuelle Diskurse rund um das Leitmotiv aufgreifen und kritisch reflektieren. Von Interesse sind hierbei Projekte, die sowohl globale als auch lokale Perspektiven einbeziehen und neue Zugänge zu ökologischen Zusammenhängen eröffnen. Über die Auswahl der eingereichten Projekte entscheidet eine unabhängige Fachjury aus Expert*innen der Bereiche Kunst, Kuratieren und Kulturvermittlung.
Mit der thematischen Ausschreibung für das Programmjahr 2027 setzt das Studio | Galerie Nord seine Entwicklung als Ort der Kunstvermittlung und des gesellschaftlichen Austauschs fort. Die ausgewählten Projekte erhalten die Möglichkeit, das Programm einer kommunalen Galerie aktiv mitzugestalten. Besonders willkommen sind Vorhaben, die gemeinsame Lern- und Erfahrungsräume eröffnen, unterschiedliche Formen der Wissensvermittlung erproben und den Dialog zwischen Kunst, Bildung und Stadtgesellschaft fördern.

Einreichungsfrist ist der 22. Juli 2026.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Galerie Nord.

Galerie Nord
Turmstraße 75, Moabit

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de (E-Mail)