Plötzensee - Wildbaden ein Ende setzen und Ufer schützen

Pressemitteilung Nr. 114/2026 vom 07.05.2026

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informiert:

Die Baumaßnahmen am Plötzensee, die im Jahr 2025 begonnen haben, sind abgeschlossen.

Im Zuge der Arbeiten wurden verschiedene Renaturierungsmaßnahmen umgesetzt, mit einem Schwerpunkt an der Nordspitze des Sees. Dort wurden etwa 350 Kubikmeter Faulschlamm entfernt und entlang der Uferlinie neues Röhricht gepflanzt, dessen Anwuchs sich im Laufe des Jahres zeigen wird. Ergänzend wurden schwimmende Röhricht-Inseln im See verankert, um zusätzliche Kleinbiotope zu schaffen und den Wellenschlag zu reduzieren.

Ein weiteres Element der Umgestaltung ist die Anlage eines rund 140 Quadratmeter großen Kleingewässers zur Förderung von Amphibien und zur Verbesserung des Biotopverbunds. Auf den Böschungen und ehemaligen Baueinrichtungsflächen wurde regionales Saatgut ausgebracht, das künftig zur ökologischen Aufwertung und zur Wiederherstellung der Vegetation beitragen soll. Im Rahmen der Bauarbeiten kam es auch zu mehreren Funden von Weltkriegsmunition.

Zum besseren Schutz der Uferbereiche wurden die bestehenden Zäune entweder vollständig erneuert oder durch Aufsetzelemente auf eine einheitliche Höhe von etwa 1,65 Metern erhöht. Zudem wurde eine neue Bojenkette installiert, um unerwünschten Bootsverkehr zu verhindern.

Die Maßnahme dient insgesamt dem Schutz des Plötzensees, der als Teil des Landschaftsschutzgebiets Rehberge besonderen Nutzungseinschränkungen unterliegt. Insbesondere der ungeregelte Badebetrieb hatte zuvor zu Schäden an Ufer und Vegetation sowie zu einer erhöhten Nährstoffbelastung und verstärkter Algenbildung geführt.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung 2 (BENE 2) aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung sowie des Landes Berlin (Förderkennzeichen 2027-B5-G) sowie durch Eigenmittel des Bezirksamts Mitte.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Umwelt- und Naturschutzamtes.

Wir hoffen sehr, dass die Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen und Akzeptanz bei den Parkbesuchenden finden. Der Volkspark Rehberge kann so ein gutes Beispiel für die Verbindung von Naturschutz und Erholung in der Großstadt sein.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de