Zukunft der Fischerpinte am Plötzensee

Pressemitteilung Nr. 094/2026 vom 23.04.2026

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informiert:

Über viele Jahrzehnte war die Fischerpinte am Plötzensee ein beliebter Ort der Erholung und der Geselligkeit. Nach dem Tod des Pächters sucht das Bezirksamt Mitte nun nach einer Lösung, die sowohl den Wünschen nach einem Weiterbestehen als auch den Belangen einer nachhaltigen Nutzung der Grünanlage berücksichtigt.

Zu Lebzeiten des Pächters hatte das Bezirksamt bereits versucht, eine einvernehmliche Lösung für eine umweltverträgliche Transformation der Fläche zu erzielen. Diese Bemühungen blieben jedoch ohne abschließendes Ergebnis.

Aktuell besteht die Situation, dass dem Bezirk das Grundstück gehört, die bestehenden baulichen Anlagen aber nicht im Eigentum des Bezirkes liegen. Laut Mietvertrag besteht die Verpflichtung mit Ende der Pacht, sämtliche Gebäude und baulichen Einrichtungen zurückzubauen. Mit dem Tod des Pächters gehen entsprechende Verpflichtungen auf die Erben über. Derzeit wird der Nachlass durch das zuständige Amtsgericht geklärt. Bis zur Feststellung der Eigentumsverhältnisse fungiert das Amtsgericht als Ansprechpartner für das Bezirksamt im Zusammenhang mit dem Fremdeigentum auf dem Grundstück.

Ungeachtet dessen prüft das Bezirksamt Mitte derzeit Optionen, um die Fischerpinte als öffentlichen Ort zu erhalten. Ziele sind die Verbesserung der ständigen öffentlichen Zugänglichkeit und eine Nutzung, die Erholung und Naturschutz gleichermaßen berücksichtigt. Perspektivisch wird eine nicht-kommerzielle Nutzung angestrebt, die den Ort als Treffpunkt, Aufenthaltsort und Aussichtspunkt bewahrt und zugleich soziale sowie naturnahe Aspekte stärkt. Auch die Entwicklung eines Angebots im Bereich Umweltbildung wird als möglicher Baustein in Betracht gezogen. Die angestrebte Nutzung muss mit den naturschutzrechtlichen Vorgaben der Landschaftsschutzgebietsverordnung und dem Grünanlagengesetz vereinbar sein.

Ein rein erwerbswirtschaftlicher Betrieb, insbesondere ein kommerzieller Bootsverleih, ist hingegen ausgeschlossen.

Sobald die Eigentumsverhältnisse im Zuge des Nachlassverfahrens geklärt sind und konkrete Ansprechpartner feststehen, wird das Bezirksamt weitere Schritte abstimmen.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner: „Die Fischerpinte war ein besonderer Ort im Wedding. Mein Dank gilt den Pächtern, die diese Atmosphäre über viele Jahre hinweg erhalten haben. Der Familie und den Angehörigen spreche ich mein Mitgefühl aus. Für die Zukunft kann ich mir vorstellen, dass an dem Ort ein entspannter Aufenthalt am Ufer möglich bleibt – vor allem müssen aber die Naturschutzbelange berücksichtigt werden. Wir arbeiten gerade intensiv daran, die verschiedenen Interessen in Einklang zu bringen.“

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de