Kulturtipps aus Mitte
Pressemitteilung Nr. 056/2026 vom 13.03.2026
Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:
Finissage der Ausstellung „Charterflug in die Vergangenheit“
Mit einer Finissage am Sonntag, 15. März 2026, verabschiedet das Mitte Museum die Ausstellung „Charterflug in die Vergangenheit“. Sie ist dem Besuchsprogramm des Berliner Senats für emigrierte NS-Verfolgte gewidmet.
Zum Auftakt führt die Kuratorin Martina Voigt durch die Ausstellung und gibt Einblicke in deren Konzeption und Entstehung. Im Anschluss wird in Anwesenheit des Dokumentarfilmers Thomas Hartwig sein Film „Begegnung mit der alten Heimat“ aus dem Jahr 1979 gezeigt. Der rund 36-minütige Dokumentarfilm ist ein seltenes zeitgenössisches Zeugnis, das die eingeladenen NS-Verfolgten selbst zu Wort kommen lässt.
Den Abschluss bildet ein Gespräch mit Thomas Hartwig, Martina Voigt, Christian Krüger (Leiter des Senatsprogramms, Senatskanzlei) und Nathan Friedenberg (Leiter des Mitte Museums) über die bleibende Relevanz des Besuchsprogramms.
1969 wurde das Besuchsprogramm ins Leben gerufen, um emigrierten ehemaligen Verfolgten des Nationalsozialismus zu ermöglichen, nach Berlin zurückzukehren und Orte ihrer früheren Lebensgeschichte wieder aufzusuchen. Über 35.000 Menschen, meist jüdischer Herkunft, nahmen das Angebot an.
Wann & wo:
15. März 2026, 16-19 Uhr
Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin
Vortrag zum Tag der Demokratiegeschichte im Mitte Museum
Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie, der in diesem Jahr erstmals begangen wird und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht, lädt das Mitte Museum in die Pankstraße 47 ein. Hier tagte 1921 das erste kommunale Parlament des Bezirks Wedding. 1918 hatten Frauen wie Männer das Wahlrecht erhalten. Über diese Anfänge politischer Arbeit spricht die Historikerin Heike Stange an authentischem Ort. Ihr Interesse gilt Lebensgeschichten von Frauen, die für Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit stritten. Wer waren diese Pionierinnen? Wie nahmen sie Einfluss? Wie erinnern wir? Ihr Impulsvortrag regt dazu an, über politische Partizipation heute zu sprechen.
Wann & wo:
18. März 2026, 18-21 Uhr
Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin
Ausstellungseröffnung „Queere Kunst in der DDR?“ im Mitte Museum
Am 26. März eröffnet um 18 Uhr die Ausstellung „Queere Kunst in der DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“ im Mitte Museum. Anhand der Biografien von neun Künstler*innen und ihrer Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Keramiken und Fotografien – zeigt die Ausstellung, wie unterschiedlich die Kunstschaffenden mit den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Zeit umgingen und inwiefern die sexuelle Orientierung ihre künstlerische Praxis und berufliche Entwicklung beeinflusste.
Ausstellung und Veranstaltungsprogramm sind eine Initiative von KVOST – Kunstverein Ost e.V. und entstehen in Kooperation mit der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbk), dem Mitte Museum und dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge.
Die Realisierung des Projekts wird aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht, mit Förderung des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für den Katalog.
Wann & wo:
Ausstellungslaufzeit: 28. März – 28. Juni 2026
Eröffnung: 26. März 2026, 18-21 Uhr
Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de