„Vier ReViere“ – Ideen für das Straßen- und Grünflächenamt der Zukunft

Pressemitteilung Nr. 027/2026 vom 03.02.2026

Der Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Christopher Schriner, informiert:

Wenn Parlamente die Herzen der Demokratie sind, sind Straßen, Plätze und Stadtgrün die Venen und Arterien der Demokratie. Sie sind Orte des Austauschs, der Begegnung und der Freizeitgestaltung. Der öffentliche Raum im Bezirk Mitte wird durch das Straßen- und Grünflächenamt unterhalten und gepflegt, die mehr als 300 Mitarbeitenden im Außendienst arbeiten Tag für Tag in den Grünanlagen und den Straßen des Bezirks. Nur Wenigen bekannt sind die Dienstgebäude der Mitarbeitenden – die Revierunterkünfte sind im ganzen Bezirk verteilt und dienen als Umkleiden, für Pausen, Lagerflächen für Materialien und Fahrzeuge. Der öffentliche Raum in Städten wird in den nächsten Jahrzehnten eine radikale Veränderung erfahren: Klimawandel und die daraus hervorgehenden Anpassungen erfordern einen quasi kompletten Umbau und Umgang von Straßen- und Grünanlagen.

Unter dem Titel „Vier ReViere“ wurden für 4 der Revierstandorte von 22 Studierenden der Architektur der Technischen Universität Darmstadt unter Betreuung von Prof. Anett-Maud Joppien neue Konzepte für das Arbeiten der Zukunft im Straßen- und Grünflächenamt Mitte entwickelt. Arbeiten in der Zukunft bedeutet für dieses Projekt, dass jedes Revier zum Wohn- und Ausbildungsort wird für Menschen, die den öffentlichen Raum für die Folgen des Klimawandels umbauen. Entstanden sind so völlig neuartige Ideen für die Reviere: Mischgenutzt, immer mit Wohnmöglichkeiten, ortsbezogen, offen für die Stadtgesellschaft und vor allem vorbereitet für eine Welt der Zukunft!

Bezirksstadtrat Christopher Schriner: Die Anforderungen an öffentliche Räume verändern sich, sowohl durch die Gesellschaft als auch durch die Umwelt. Die Arbeit des Straßen- und Grünflächenamtes wird sich daran anpassen müssen. Das Projekt “Vier ReViere” der TU Darmstadt zeigt Visionen für zukunftsfähige, innovative Formen des Arbeitens im Straßen- und Grünflächenamt und ist der informelle Auftakt für die Umgestaltung der Dienstgebäude des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirks Mitte innerhalb der nächsten zehn Jahre.“

Prof. Anett-Maud Joppien: „Unser Projekt zeigt, dass Architektur als soziale Disziplin Orte im öffentlichen Raum kreativ gestaltet – offen, resilient und in der Mitte der Stadtgesellschaft.“

Die Ausstellung mit den Plänen und Modellen der Studierenden ist bis zum 23. Februar 2026 in der Berolina Galerie im Rathaus Mitte (Karl-Marx-Allee 31) während der regulären Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr zu besichtigen.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de