Kulturtipps aus Mitte

Pressemitteilung Nr. 203/2025 vom 05.09.2025

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:

Das große Finale von KISR – Kunst im Stadtraum an der Leipziger Straße

Mit dem großen Finale von KISR – Kunst im Stadtraum an der Leipziger Straße geht ein zweijähriges Projekt zu Ende, das sich intensiv mit der Leipziger Straße auseinandergesetzt hat. Seit März 2024 laden drei künstlerische Interventionen dazu ein, den Stadtraum neu zu erleben: Christof Zwiener setzt mit dem Gertraudenhain ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Teilhabe, Diadéo Trésor von Kandis Friesen stellt ein Fragment des ehemaligen Warenhauses Wertheim in den Mittelpunkt, und msk7 fragen in ihrer dreiteiligen Installation rübermachen nach historischen und aktuellen Trennungen. Ergänzt werden die Arbeiten durch die Veranstaltungsreihe Zu Gast bei… von Poligonal, die Nachbar*innen und Gäste an ungewöhnlichen Orten miteinander ins Gespräch bringt.

Programm:
  • 10. September 2025, 19:00 – 20:00 Uhr
    Diadéo trésor – Listening Session im Rahmen der Leipziger Straße Openings Marion-Dönhoff-Park, Leipziger Str. 49, 10117 Berlin
  • 12. September 2025, 17:00 – 22:00 Uhr
    FINALE KISR – Kunst im Stadtraum an der Leipziger Straße
    Zum Abschluss gibt es Rundgänge zu den drei Kunstprojekten und den Orten der Veranstaltungsreihe Zu Gast bei…, moderierte Gespräche und The Dames – Nancy Nutter & Madame Eve laden mit ihrem Singalong Live Piano Cabaret zum Mitsingen ein
    Spittelkolonnade, Leipziger Str. 49, 10117 Berlin
  • 14. September 2025, 10:00 – 18:00 Uhr
    Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge KISR – Kunst im Stadtraum an der Leipziger Straße
    Wamiki, Leipziger Straße 63, 10117 Berlin

Mehr Informationen zu dem Programm finden sich auf der Internetseite von Kunst im Stadtraum.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Veranstaltungen finden draußen statt.
Bei Fragen zur Barrierefreiheit wenden Sie sich bitte an: stadtkultur@ba-mitte.berlin.de .

Das Projekt KISR Leipziger Straße wird gefördert durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Das Finale KISR Leipziger Straße findet unter der Leitung von Poligonal statt und Programmteile werden zusätzlich durch Mittel von bezirklichen kulturellen Projekten im Stadtraum (BESD-III) der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.

Ausstellungseröffnung „DISLOCATIONS—on the spot“ im Kunst Raum Mitte

Am 12. September 2025 eröffnet im Kunst Raum Mitte um 18 Uhr die Ausstellung „DISLOCATIONS-on the spot“. Sie untersucht die tiefgreifenden sozialen Veränderungen in Berlin-Mitte seit der Wiedervereinigung und fragt, welche Rolle Kunst in diesen Prozessen spielen kann.

Früher ein Ort für Freiräume und neue Ideen, wird der Stadtteil heute von steigenden Mieten, Verdrängung, teuren Investorenprojekten und kommerziellen Galerien geprägt. Diese Entwicklungen nimmt die Ausstellung in den Blick, indem sie aktuelle künstlerische Positionen mit Archivmaterial verbindet. Und sie zeigt auch, wie man ihnen auf kreative Weise etwas entgegensetzen kann.

„DISLOCATIONS-on the spot“ wird durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm begleitet. Am 1. und 2. November findet auf der Terrasse der Neuen Nationalgalerie im Rahmen des Festival of Future Nows 2025 eine Performance von Raul Walch statt.

Weitere Informationen werden online auf der Webseite des Kunst Raum Mitte veröffentlicht.

Künstler*innen: Nadja Abt, Orawan Arunrak, Wisrah C. V. da R. Celestino, Paula Hoffmann, Raul Walch
Kuratiert von: Natalie Keppler & Agnieszka Roguski (Künstlerische Leitung Kunst Raum Mitte)

Wann & wo:
Eröffnung: 12. September 2025, 18:00 Uhr
Laufzeit: 13. September – 23. November 2025
Ort: Kunst Raum Mitte, Auguststraße 21, 10179 Berlin
Öffnungszeiten: Di –So, 11:00 – 19:00 Uhr, Eintritt frei

Ausstellungseröffnung und Start des Herbstprogramms
in der Galerie Wedding

Am 12. September eröffnet in der Galerie Wedding die Ausstellung »Cemetery of the Nameless« (dt. Friedhof der Namenlosen), ein eindringliches Porträt der von weitreichenden Veränderungen betroffenen Region Van im Osten der Türkei.

Die in Berlin lebende Künstlerin Pınar Öğrenci, selbst in der Stadt Van geboren, verknüpft in den gezeigten Videoarbeiten und Objekten ökologische, historische und soziale Aspekte miteinander. So verbindet sie das Verschwinden des Van-Sees mit Erzählungen von Vertreibung, Verfolgung und Flucht. In der Vorstellung der Künstlerin wird der größte See der Türkei zu einem Archiv, das die vielfältigen Geschichten von Mensch und Natur in sich trägt.

Pınar Öğrenci (*1973 Van, Türkei) arbeitet mit den Medien Film, Video und Installation. Sie beschäftigt sich mit Themen an der Schnittstelle von sozialen, politischen und historischen Fragen und nimmt eine dekoloniale und feministische Perspektive ein. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Praxis ist die Auseinandersetzung mit Migration, Vertreibung, Staatsgewalt und Strategien des Widerstands. Dabei arbeitet sie häufig mit Material aus Archiven. Sie löst Bild-, Video- und Tondokumente aus ihrem ursprünglichen Kontext und verwebt sie zu poetischen und atmosphärischen vielschichtigen Erzählungen.

Die von Eylem Sengezer kuratierte Ausstellung ist Teil der Sektion Featured der Berlin Art Week.

Eröffnung: 12. September 2025, 19:00 Uhr
Laufzeit: 13. September 2025 – 01. Februar 2026

Zeitgleich eröffnet im Studio-Raum der Galerie Wedding der Community Space „Emergent Archive“, initiiert von Trang Trần. Er versteht sich als wachsendes Archiv für (post-) migrantisches und antirassistisches Engagement und tritt mit der Ausstellung in einen Dialog über Themen wie Flucht, Migration und widerständige Praktiken. Zum Auftakt wird der Dokumentarfilm »Zusammen haben wir eine Chance / Without Community There Is No Liberation« gezeigt, gefolgt von einem Gespräch mit Nadiye Ünsal vom Filmkollektiv und der Filmprotagonistin Sanchita Basu.

Eröffnung: 13. September 2025, 19:00 Uhr
Laufzeit: 14. September 2025 – 1. Februar 2026

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Programm finden Sie auf der Webseite der Galerie Wedding.
Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst, Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin, Öffnungszeiten: Di – So, 11:00 – 19:00 Uhr, Eintritt frei.

Mitte Museum bleibt am 11. September geschlossen

Am 11. September 2025 bleibt das Mitte Museum aufgrund einer internen Veranstaltung für Besucher*innen geschlossen.
Unsere Dependance im Rathaus Tiergarten (Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin) ist an diesem Tag wie gewohnt geöffnet. Die Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus im Bezirk Mitte finden Sie im 2. Obergeschoss. Frei zugänglich ist der nahegelegene Gedenkort Güterbahnhof Moabit, der an die von dort aus durchgeführten Deportationen in den Jahren 1942 bis 1944 erinnert.

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Mitte Museums sowie des Gedenkorts Moabit.

Ab dem 12. September heißen wir Sie wieder herzlich willkommen und freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de