Die M-Straße ist Geschichte: Bezirksamt Mitte vollzieht Umbenennung in Anton-Wilhelm-Amo-Straße
Pressemitteilung Nr. 157/2025 vom 09.07.2025
Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:
Nach einem langen juristischen Verfahren kann das Bezirksamt Mitte von Berlin nun die Umbenennung der bisherigen Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße vollziehen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat am 08.Juli 2025 den Antrag auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 6. Juli 2023 abgelehnt und die Rechtmäßigkeit der Straßenumbenennung rechtskräftig bestätigt. Damit ist der Weg für die endgültige Umbenennung frei.
Der Begriff Mohr wird von vielen Menschen, insbesondere aus der Schwarzen Community Berlins, seit Langem als rassistisch und entmenschlichend wahrgenommen.
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger äußert sich erleichtert: „Die Umbenennung der Straße ist Teil einer notwendigen Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands und einem respektvollen Umgang mit den Menschen, die davon betroffen sind. Ich bin froh, dass wir die Umbenennung nun endlich vornehmen können.“
Das Bezirksamt steht weiterhin in engem Austausch mit der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD), Each One Teach One (EOTO) e.V. und weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam mit diesen Partner*innen wird eine feierliche Einweihung der Anton-Wilhelm-Amo-Straße geplant.
„Wir freuen uns darauf, diesen wichtigen Schritt gemeinsam mit der Schwarzen Community zu begehen und ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für eine erinnerungspolitisch verantwortungsvolle Stadt zu setzen,“ so Remlinger weiter.
Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de