Umbenennung des Nettelbeckplatzes: Prozess zur Namensfindung geht weiter

Pressemitteilung Nr. 025/2024 vom 14.02.2024

Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, informiert:

Die Dekolonisierung des öffentlichen Raumes wird in Berlin-Mitte konsequent weiterverfolgt. Konkrete Fortsetzung findet der Prozess in der Umbenennung des Nettelbeckplatzes: Ab dem 15. Februar 2024 nimmt ein Beratungsgremium aus Anrainer*innen, lokalen Akteur*innen sowie Organisationen aus der Schwarzen Community seine Arbeit auf, aus 532 eingereichten Namensvorschlägen den künftigen Namen des Platzes im Wedding herauszufiltern.

Dafür sind drei Sitzungstermine im Mitte Museum geplant. Vorgesehen ist zudem ein öffentliches Informationsangebot für Anwohnende und Gewerbetreibende im Rahmen des Tages der Nachbarschaft am Freitag, den 31. Mai 2024, auf dem Nettelbeckplatz.

In einer Onlinebefragung auf dem Beteiligungsportal mein.berlin.de vom 27. März bis 24. April 2023 wurde gebeten, Vorschläge und Ideen für einen neuen Namen für den Nettelbeckplatz einzureichen. Die über 500 Einsendungen wurden durch das Amt für Weiterbildung und Kultur, Sachgebiet Erinnerungskultur und Geschichte des Bezirksamts Mitte, auf ihre formale Eignung überprüft und sollen nun im Beratungsgremium inhaltlich diskutiert werden. Vorgesehen ist, dass sich das Beratungsgremium auf drei geeignete Benennungen einigt, die letztlich der Bezirksverordnetenversammlung Mitte zur Entscheidung übergeben werden.

Den Prozess zur Namensfindung sowie die Veranstaltungen führt die L.I.S.T. GmbH im Auftrag des Büros für Bürger*innenbeteiligung durch.

Zum Hintergrund:
Der Nettelbeckplatz ist gegenwärtig noch nach Joachim Nettelbeck (1738-1824) benannt, der aktiv im Versklavungshandel tätig war und Koloniallobbyismus betrieb. Die Bezirksverordnetenversammlung Mitte hat daher das Bezirksamt Mitte mit der Einleitung eines Umbenennungsverfahrens beauftragt (Drucksache 3215/V).

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de