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Corona
Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung finden Sie weiterhin unter berlin.de/corona/
Informationen des Gesundheitsamtes Mitte unter berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/corona/

Bezirksverdienstmedaille 2021 für besondere Verdienste und Engagement verliehen

Pressemitteilung Nr. 193/2022 vom 27.06.2022

Das Bezirksamt Mitte und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin informieren:

Acht Bürger*innen aus Mitte wurden am 24. Juni 2022 mit der Bezirksverdienstmedaille 2021 ausgezeichnet. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Gabriele Cocozza, als Vertreterin der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte, überreichten die Auszeichnung im Teehaus im Englischen Garten.

Alle Ausgezeichneten sind im Bezirk Mitte ehrenamtlich tätig, setzen sich auf unterschiedliche Weise für ihren Kiez, ihre Mitmenschen und ihre Umgebung ein.

Ulrich Davids hat sich insbesondere durch die Aktivitäten, der von ihm initiierten „Kunstbrücke Berlin-Mitte/Bottrop” große Verdienste erworben. Ferner setzt er sich ehrenamtlich bei der AWO Berlin-Mitte in der Stiftung „Menschen integrieren – Zukunftschancen erhöhen” für die Integration von Menschen mit Behinderung ein. Weiterhin hilft er ehrenamtlich Flüchtlingsfamilien und Wohnungslosen und setzt sich für den Zusammenhalt und das Zusammenleben von Jung und Alt ein.

Etwa 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben einen Migrationshintergrund, die meisten davon werden im Alter nicht in die Heimat zurückkehren. Fremde Gewohnheiten, unterschiedliche Religionen und Lebensauffassungen sowie verschiedene Krankheitsempfindungen und unterschiedliche Schmerzausdrücke können im Alltag zu Missverständnissen führen. Daher ist einfühlsame Begleitung und Unterstützung notwendig. Thi Nga Ho, Wolfgang Keune, Ahmed Hasanato, Jens Jensen und Thi Van Nguyen kommen aus Vietnam, Deutschland und Syrien. Sie sind als ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen des interkulturellen ambulanten Hospizes DONG BAN JA (koreanisch für “Menschen begleiten”) tätig und betreuen schwer kranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen. Frau Ho, Herr Hasanato und Frau Nguyen wie auch Herr Jensen besuchen Landsleute, unterstützen sie bei der Organisation des Alltags und bieten seelische und moralische Unterstützung. Durch Empathie und Gespräche erfahren sie von den Bedürfnissen der Menschen, die vor der Herausforderung stehen, ihre letzte Lebensphase zu gestalten. Wenn es erwünscht ist, begleiten sie auch Angehörige und Freunde in der Zeit des Abschieds und der Trauer. Herr Keune ist zudem ein sehr engagierter Ehrenamtlicher, der zwischen Behörden und Menschen mit Migrationshintergrund vermittelt. Darüber hinaus ist er für andere Ehrenamtliche im Projekt bei Fragen zu Asyl, Wohnungsangelegenheiten und anderem eine wichtige Ansprechperson für die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen von DONG BAN JA.

Jutta Schauer-Oldenburg wohnt und engagiert sich seit mehr als 45 Jahren in Moabit. Sie ist ehrenamtlich tätig, unter anderem in der Stadtteilarbeit, und besonders in der Gesundheitspolitik. Seit 2015 engagierte sie sich insbesondere für geflüchtete Mädchen und gründete mit ihnen einen Chor, die “Levetzow-Girls”. Aber nicht nur Singen stand dabei auf der Tagesordnung – sie sorgte auch dafür, dass einige der Mädchen schwimmen lernten und weiterhin zur Schule gehen konnten. Jutta Schauer-Oldenburg ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und trotz ihrer 83 Jahre weiterhin in und für Moabit ehrenamtlich engagiert und spendet dabei immer wieder Mut und Zuversicht.

Andreas Szagun ist seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich in und für Moabit tätig. Im Rahmen seines Engagements in der Geschichtswerkstatt übernahm er u.a. ab 1993 Führungen auf dem Kriegsgräberfriedhof Wilsnacker Straße, hielt Vorträge und erstellte für das Buch „Kriegsende in Tiergarten: Die Geschichte des Kriegsgräberfriedhofs Wilsnacker Straße” diverse Synopsen zur Eroberung des Bezirks, wertete Luftbilder aus und überprüfte Zeitzeugenaussagen. Neben diesen vielfältigen Aktivitäten muss hier ein Projekt genannt werden, das wie kein zweites mit Andreas Szagun verbunden ist: der „Gedenkort Güterbahnhof Moabit”. Der Güterbahnhof Moabit war ein grauenvoller Ort der Deportationen der Nationalsozialisten. Dass diese Tatsache bekannt wurde und dieser geschichtliche Aspekt bei den Umbauarbeiten des Bahnhofsgeländes nicht vollends zerstört wurde, ist zu einem maßgeblichen Teil auf das Engagement von Andreas Szagun zurückzuführen.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de