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Corona-Monitoring lokal: Folgeuntersuchung des RKI in Berlin-Mitte

Pressemitteilung Nr. 184/2021 vom 25.05.2021

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, informiert:

Noch bis Ende Mai ist erneut ein Studienteam des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin-Mitte zu Gast. In einer Folgeuntersuchung zur Studie “Corona-Monitoring lokal” geht es darum, mögliche Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu beschreiben und die Nachweisbarkeit von Antikörpern über die Zeit zu beobachten.

Bürger*innen, die bereits an der vorhergehenden Untersuchung von “Corona-Monitoring lokal” teilgenommen haben, sind dazu per Post zur Studie eingeladen worden. Das Studienprogramm sieht eine Befragung vor, ausgewählte Teilnehmende werden zusätzlich zu einer Blutprobe eingeladen. Neben Tests auf Antikörper plant das RKI-Team Untersuchungen zu einem weiteren Mechanismus der Immunabwehr, der sogenannten zellulären Immunität gegen SARS-CoV-2.

Die Frage, welche Folgen eine Infektion hat und wie sich die Konzentration von Antikörpern und die Immunabwehr gegen das Corona-Virus über die Zeit entwickelt, ist für die Wissenschaft von großer Bedeutung. Die Ergebnisse der Folgestudie werden voraussichtlich im dritten Quartal 2021 vorliegen.

Auch Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel, der bereits an der ersten Studie teilnahm, wird sich am Mittwoch noch einmal von den Experten des RKI untersuchen lassen.

Stephan von Dassel: „Das RKI hat bereits mit seiner im vergangenen Winter erfolgten Studie Erkenntnisse geliefert, die für das Verständnis und die Bekämpfung des Infektionsgeschehens auch im Bezirk Mitte wertvoll sind. Als jemand, der im Frühjahr 2020 selbst mit dem Coronavirus infiziert war, habe ich mich mit einer Probe meines Blutes gerne an dieser wissenschaftlichen Untersuchung beteiligt, und es war für mich keine Frage, mich auch für die Folgestudie wieder zur Verfügung zu stellen. Je mehr verlässliche Daten wir gewinnen darüber können, wie das Virus im Körper wirkt und welche Reaktionen es hervorbringt, desto eher wird es Wissenschaft und Medizin gelingen, diese Pandemie wirksam zu bekämpfen und einzudämmen.“

Ergebnisse der ersten Studie:

Im Zuge der repräsentativen Studie wurden in der Zeit vom 17. November bis 5. Dezember 2020 2287 Erwachsene aus dem Bezirk Mitte untersucht. Dabei stellte das RKI das Vorkommen von Antikörpern gegen das SARS-CoV-2-Virus bei 4,4 Prozent der Teilnehmenden fest. Bei Frauen (3,8 Prozent) wurden etwas seltener Antikörper nachgewiesen als bei Männern (4,9 Prozent). 20 Prozent der Teilnehmenden mit Antikörpern hatten keine typischen Krankheitssymptome; 80 Prozent mindestens eins der Symptome wie Fieber über 38 Grad, Atemnot, Kurzatmigkeit, Lungenentzündung, Schnupfen, Husten, Atembeschwerden, Halsschmerzen, Geruchs-/ Geschmacksstörungen.

Durch die Studie wurden 2,2 Mal mehr Infektionen nachgewiesen als die offiziellen Meldezahlen zeigen. Bei 37 Prozent der Erwachsenen, die vor der Studie positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden waren, konnten keine Antikörper mehr nachgewiesen werden.

Ziel der ersten Studie war es, in einem besonders von der Pandemie betroffenen Gebiet, wie dem Bezirk Mitte, herauszufinden, wie viele Menschen akut infiziert sind oder bereits infiziert waren, wie viele Erkrankungen ohne Symptome verlaufen und unentdeckt bleiben. Der Bezirk Mitte war nach Orten in Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland der vierte Standort in Deutschland, an dem Daten erhoben wurden.

Weitere Informationen: www.rki.de/corona-monitoring-lokal

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de