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Bezirksamt Mitte hebt Genehmigung für „Friedensstatue“ auf

Pressemitteilung Nr. 363/2020 vom 08.10.2020

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, informiert:

Die am 28. September 2020 an der Bremer Straße / Ecke Birkenstraße in Moabit enthüllte „Friedensstatue“ muss wieder abgebaut werden. Die Aufhebung der auf ein Jahr befristeten Genehmigung hat das Bezirksamt Mitte am Mittwoch dem Korea Verband e.V. zugestellt, der das Denkmal beantragt und aufgestellt hatte.

Die „Friedensstatue“ war im Vorfeld der Genehmigung in der Kommission Kunst im Stadtraum / Kunst am Bau (KIST) diskutiert und als Statement gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen in kriegerischen Konflikten gewertet worden.

Eine entsprechende Gestaltung unterblieb jedoch, sodass die „Friedensstatue“ ausschließlich das Verhalten der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg thematisiert. Dies hat in Japan auf nationaler wie lokaler Ebene und auch in Berlin zu Irritationen geführt.

Stephan von Dassel: „Mit der „Friedensstatue“ und ihrer Texttafel wird ein politisch-historisch belasteter und komplexer Konflikt zwischen zwei Staaten aufgegriffen, der sich nicht für die Aufarbeitung in Deutschland eignet. Der Bezirk Mitte ist Heimat für Menschen aus weit mehr als 100 Nationen, die in toleranter, offener, friedlicher und respektvoller Weise miteinander umgehen. Um dieses Miteinander nicht zu gefährden, muss das Bezirksamt in seiner Rolle als Genehmigungsbehörde grundsätzlich auf Parteinahme in zwischenstaatlichen und insbesondere historischen Konflikten verzichten.“

Der Korea Verband hat nun bis zum 14. Oktober 2020 Zeit, die „Friedensstatue“ zu entfernen.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de