Mitte Museum: „offen.sichtlich“ - neue Stadtführung entlang des ehemaligen Deportationswegs von Jüdinnen und Juden aus Moabit

Pressemitteilung Nr. 405/2018 vom 21.09.2018

Die Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, Sabine Weißler, informiert:

Am Donnerstag, dem 4. Oktober 2018, veranstaltet das Mitte Museum für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8 die Stadtführung „offen.sichtlich“: Die Jugendlichen gehen vom Mahnmal Levetzowstraße den zweieinhalb Kilometer langen Weg zum Gedenkort Güterbahnhof Moabit. Ziel ist, den Deportationsweg der Menschen nachzuvollziehen und Geschichte erfahrbar zu machen.

Die Synagoge in der Levetzowstraße 7-8 in Berlin-Moabit wurde von den Nationalsozialisten von 1941-43 als Sammellager genutzt, von dem aus sich mindestens 7.600 Jüdinnen und Juden zum Güterbahnhof in der Quitzowstraße begeben mussten oder dorthin transportiert wurden. Eine große Zahl von ihnen machte diesen Weg auf offener Straße zu Fuß und für die anliegenden Bewohner sichtbar.

Die Führung endet am 2017 eingeweihten Gedenkort Güterbahnhof Moabit. Zwischen 1942-44 wurden von hier aus, dem größten Deportationsbahnhof in Berlin, mehr als 32.000 Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager deportiert.

Museumspädagogen diskutieren mit den Jugendlichen über die verschiedenen Formen des Gedenkens durch Denkmäler, Gedenkorte oder Stolpersteine sowie über den Umgang mit historischen Spuren im Stadtraum. Die Stadtführung wurde speziell für Schulklassen konzipiert.

Beginn und Treffpunkt nach Vereinbarung. Dauer ca. 2 Stunden. Die Führung ist kostenfrei. Weitere Termine auf Nachfrage.

Medienkontakt:
Michael Mohr (Museumspädagoge), Tel.: (030) 91 60 32 85, E-Mail: mohr@mittemuseum.de