Mitte Blog - August 2026

Verleihung des Ehrenamtspreises 2026 in der Refo-Kirche in Berlin-Moabit.

Verleihung des Ehrenamtspreises 2026

31. August 2026

Sie schenken ihre Zeit, ihre Ideen und ihr Engagement anderen Menschen – oft ganz selbstverständlich und ohne große Aufmerksamkeit. Die vielen Ehrenamtlichen, die sich in Mitte in Vereinen, Initiativen und Gemeinschaften einsetzen, leisten einen unschätzbaren Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben.

Für diese Menschen richtet der Bezirk Mitte seit vielen Jahren den Tag des Ehrenamts aus. In diesem Jahr fand dieser in der Refo-Kirche in Moabit statt. In ihrer Begrüßung dankte Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger allen, die sich in Mitte ehrenamtlich engagieren: “Sie machen den Bezirk menschlicher.” Der freiwillige Einsatz für andere schaffe Gemeinschaft und sozialen Zusammenhalt. Doch Ehrenamt sei keine Einbahnstraße. “Man bekommt viel zurück und lernt voneinander”, sagte Stefanie Remlinger.

Carsten Spallek, Bezirksstadtrat für Soziales und Bürgerdienste, nannte die zahlreichen eingeladenen Gäste Vorbilder für Solidarität und Zusammenhalt. Gemeinsam zeichneten Stefanie Remlinger und Carsten Spallek die drei Preisträger*innen des diesjährigen Ehrenamtspreises aus.

Fionnuala Devlin (l.) wird von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und Bezirksstadtrat Carsten Spallek mit dem Ehrenamtspreis 2026 ausgezeichnet.

Fionnuala Devlin hat viele Talente. Sie ist nicht nur Musikerin, sondern auch Zuhörerin. Sie sprudelt vor Ideen und schafft es, diese als Organisatorin, Planerin und Netzwerkerin in Projekte zu übersetzen. Als gebürtige Irin und Wahlberlinerin bringt sie Menschen unabhängig von Religion und Herkunft zusammen und miteinander ins Handeln. Sie initiiert Veranstaltungen, engagiert sich für Natur und Umwelt und unterstützt die Auseinandersetzung mit unserem geschichtlichen Erbe. Sie „steht beispielhaft dafür, wie viel ein einzelner Mensch für seinen Kiez bewirken kann“, betonte Frau Remlinger in ihrem Grußwort.

Der Ehrenamtspreis 2026 ging an das BAVUL Kunst- und Kulturcafé.

BAVUL Kunst- und Kulturcafé ist ein Raum nachbarschaftlicher Vernetzung, Begegnung und des interkulturellen Austauschs. Mit Angeboten zu Musik, Tanz, Theater, Lesungen und Diskussionsrunden setzt sich das BAVUL Kunst- und Kulturcafé aktiv für die Förderung von Demokratie und des gesellschaftlichen Miteinanders ein. Beim gemeinsamen Kochen und miteinander Essen fühlt sich das BAVUL Kunst- und Kulturcafé wie ein Zuhause an – dank des unermüdlichen Engagements zahlreicher Freunde und Förderer.

Das Team der Kontaktstelle PflegeEngagement wurde ebenfalls mit dem Ehrenamtspreis 2026 ausgezeichnet.

Kontaktstelle PflegeEngagement Mitte: Wenn Menschen aus der Familie oder dem nahen Umfeld pflegebedürftig werden, stellt das für viele An- und Zugehörige eine enorme Herausforderung und manchmal auch Überforderung dar. Die ehrenamtlich Engagierten der Kontaktstelle PflegeEngagement Mitte lassen diese Menschen nicht allein. Sie bieten einen Anker und schaffen Entlastung, indem sie Zeit und Nähe schenken. Sie hören zu oder sind einfach nur da. Sie begleiten und lassen niemanden allein.

Müllcontainer auf dem Hof des SGA-Reviers im Großen Tiergarten nach Rave the Planet 2026

Aufräumen im Großen Tiergarten

17. August 2026

Zehntausende Menschen haben am 15. August bei “Rave the Planet” getanzt. Die Techno-Parade fand zum fünften Mal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule statt. Wie immer bei Großveranstaltungen, fällt viel Müll an.

Bereits unmittelbar nach der Parade reinigte die Berliner Stadtreinigung die Straße des 17. Juni. Am Tag nach der Veranstaltung nahmen zahlreiche Freiwillige an einem Cleanup im Großen Tiergarten teil.
Der dabei eingesammelte Müll landete in Containern des Straßen- und Grünflächenamts Mitte. Das traf sich am Montagmorgen gegen 6 Uhr zum Großeinsatz. Rund 90 Beschäftigte aus allen Revieren des Bezirks sammelten den Party-Müll ein. 14 Fahrzeuge luden Container und Müllsäcke auf.

Im Minutentakt kamen vollgeladene Transporter auf dem Hof des Grünflächenamts an, um ihre Ladeflächen voller Müllsäcke in die großen Container umzuladen. Bis zu 50 Kubikmeter Müll werden die Gärtnerinnen und Gärtner in den kommenden Tagen vermutlich aus dem Unterholz eingesammelt haben. Dann hat die Natur im Großen Tiergarten wieder ein Jahr Zeit, bis dort die nächste Großveranstaltung stattfindet.

Gedenkstein Mauerbau

Gedenken an die Opfer des Mauerbaus

13. August 2026

In der Nacht zum 13. August 1961 wurde die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin abgeriegelt. Was zunächst mit Stacheldraht und provisorischen Barrikaden begann, wurde in den folgenden Jahren zur Berliner Mauer – einer Grenze, die Berlin teilte und das Leben von Millionen Menschen bestimmte.

Die Mauer trennte Familien, Freund*innen und Nachbarschaften. Sie unterbrach Lebenswege und nahm Menschen die Möglichkeit, frei zu entscheiden, wo sie leben, arbeiten und ihre Angehörigen sehen konnten. Mehr als 150 Menschen verloren bei Fluchtversuchen an der Berliner Mauer ihr Leben.

Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus erinnert das Bezirksamt Mitte gemeinsam mit Vertreter*innen der Bezirksverordnetenversammlung am Gedenkstein in der Bernauer Straße an die Opfer der Berliner Mauer. Mit einer Kranzniederlegung gedenken wir der Menschen, die ihr Leben verloren haben, und erinnern an das Leid, das die deutsche Teilung verursacht hat.

Das Gedenken an den Mauerbau ist auch heute von Bedeutung. Es erinnert uns daran, wie wertvoll Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind – und dass es unsere gemeinsame Verantwortung ist, sie zu schützen und zu bewahren.