Mitte Blog - Juli 2026

Beim ersten Sommerfest der Wirtschaft empfing Bezirksbürgermeisterin Vertreter zahlreicher Unternehmen aus Mitte.

Sommerfest der Wirtschaft

Entspannte DJ-Musik, kühle Drinks und angeregte Gespräche: Das erste Sommerfest der Wirtschaft in Mitte war eine gelungene Premiere. Mehr als 200 Gäste aus den unterschiedlichsten Wirtschaftsbranchen des Bezirks folgten der Einladung von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. In der besonderen Atmosphäre des Lobe-Blocks in der Böttgerstraße nutzten Unternehmerinnen die Gelegenheit, sich mit Vertreterinnen anderer Branchen sowie der Bezirksverwaltung auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Zur Begrüßung bezeichnete Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger die moderne Architektur des Lobe-Blocks als idealen Rahmen für die Veranstaltung. „Nicht glatt, nicht langweilig, nie fertig, dafür kreativ, international, manchmal ein bisschen rau, aber sehr lebendig – so ist Berlin-Mitte“, sagte sie.

Das Sommerfest ist das Ergebnis eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Bezirk und Wirtschaft. Seit mehr als zwei Jahren trifft sich Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger regelmäßig mit Vertreter*innen verschiedener Branchen. An den WirtschaftsTALKs beteiligen sich unter anderem Unternehmen aus Handel, Hotellerie, Gastronomie, Kultur- und Kreativwirtschaft, Manufakturen sowie der Gesundheits- und Immobilienwirtschaft. „Ich möchte wissen, was die Unternehmen bewegt“, so die Bezirksbürgermeisterin.
In den Gesprächen wurde deutlich, dass viele Unternehmen die derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spüren. Insbesondere Hotellerie und Gastronomie kämpfen mit rückläufigen Tourismuszahlen. Der Einzelhandel in der City Ost wünscht sich neue Impulse im Wettbewerb mit anderen Einkaufsstandorten Berlins und dem Online-Handel. „Es geht darum, den öffentlichen Raum zu beleben“, betonte Stefanie Remlinger.

Das Sommerfest soll diesen Dialog ergänzen und einen Ort schaffen, an dem Menschen aus Wirtschaft und Verwaltung unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen – ohne festes Programm, Podiumsdiskussionen oder Präsentationen. Im Mittelpunkt stehen der persönliche Austausch, neue Kontakte und die Möglichkeit, gemeinsame Ideen und Projekte zu entwickeln.

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigte bereits die Premiere: Während des gesamten Abends bildeten sich immer wieder neue Gesprächsrunden. Viele Gäste äußerten den Wunsch, das Sommerfest der Wirtschaft als feste Tradition zu etablieren und auch im kommenden Jahr fortzuführen.

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger begrüßte die Gäste zum Sommerfest.

    Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger begrüßte die Gäste zum Sommerfest.

  • Rund 200 Gäste aus den unterschiedlichen Branchen waren gekommen.

    Industrie, Handwerk, Kreativwirtschaft - rund 200 Gäste aus den unterschiedlichsten Branchen kamen zum Sommerfest.

  • Sommerfest der Wirtschaft im Lobe Block.

    Im Garten des Lobe Blocks kamen die Gäste bei Musik, Getränken und Snacks ins Gespräch.

  • Im Gespräch: die Bezirksstadträte Christoph Keller (l.) und Benjamin Fritz.

    Im Gespräch: die Bezirksstadträte Christoph Keller (l.) und Benjamin Fritz.

  • Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Carsten Spallek kam ebenfalls vorbei.

    Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Carsten Spallek kam ebenfalls vorbei.

  • DJ Frolov sorgte für den musikalischen Hintergrund.

    DJ Frolov sorgte für entspannte Klänge.

  • Dachterrasse auf dem Lobe Block.

    Wer wollte, konnte auf der Dachterrasse des Lobe Blocks den Ausblick genießen.

Übergabe des neuen Gymnasiums in der Schulstraße an den Bezirk Mitte.

Neues Gymnasium in der Schulstraße an den Bezirk übergeben

8. Juli 2026

Mitte hat ein neues Gymnasium! Heute hat das Bezirksamt Mitte den Neubau in der Schulstraße 97 von der HOWOGE übernommen. Die neue Schule bietet Platz für 664 Schülerinnen und Schüler und ist Teil der Berliner Schulbauoffensive, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiert.

Das Gymnasium in der Schulstraße bietet den Schüler*innen offene Lernlandschaften, eine moderne Sporthalle mit sechs Hallenteilen sowie eine großzügige Außenanlage. Und er ist dabei weit mehr als nur ein Neubau: Er ermöglicht den temporären Umzug der Albert-Gutzmann-Schule in die neuen Räumlichkeiten und schafft damit die Voraussetzung für den Neubau einer modernen Gemeinschaftsschule in der Pankstraße mit integriertem sonderpädagogischem Förderzentrum.

Besonders anspruchsvoll war die Umsetzung des Projekts in der Schulstraße: Vor dem Bau musste ein ehemaliges Seniorenwohnheim zurückgebaut werden, zudem erforderte der schwierige Baugrund eine Gründung auf 355 Bohrpfählen. Mitten im urbanen Raum ist ein moderner Campus entstanden, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Schule gerecht wird.

Die Berliner Schulbauoffensive ist eines der größten Infrastrukturprogramme der Hauptstadt. Seit 2016 wurden bereits mehr als 62.000 neue Schulplätze geschaffen, 41 neue Schulgebäude errichtet, etwa 1.000 Schulbaumaßnahmen auf den Weg gebracht und rund 7 Milliarden Euro in den Berliner Schulbau investiert.

Bezirksstadtrat Benjamin Fritz: „Die Einweihung des neuen Schulstandorts in der Schulstraße ist für die bezirklichen Schülerschaft ein wichtiger Meilenstein. Durch den Einzug der Schulgemeinschaft der Albert-Gutzmann-Schule wird dieses neue Lerngebäude gleich mit Leben gefüllt. Ich danke der Howoge, den beteiligten Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte und den ausführenden Fachfirmen vor Ort für diesen wundervollen Schulneubau.“

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und die Bezirksstadträte Carsten Spallek und Benjamin Fritz empfingen die Delegation aus der kamerunischen Partnerstadt Douala.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und die Bezirksstadträte Carsten Spallek und Benjamin Fritz empfingen die Delegation aus der kamerunischen Partnerstadt Douala.

Delegationsbesuch aus der Partnerstadt Douala: Von Mangroven, Abfalltrennung und der Schwammstadt

Der Besuch der kamerunischen Delegation ist bereits die vierte Begegnungsreise der seit 2023 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Berlin-Mitte und der Küstenstadt Douala in Kamerun. Das Bezirksamt Mitte konnte die drei Teilnehmenden der Delegation Simon Ekotto Ndemba – Leiter des Amts für Gesundheit, Umweltschutz und Wohlbefinden – sowie seinen Mitarbeiter Guy Same und Nicaise Ebongue Ndedi – Leiterin des Internationalen Büros – vom 20. Juni bis 28. Juni willkommen heißen. Der Besuch diente dem intensiven Fachaustausch und der Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte.

Anlass war das vom Bezirksamt organisierte Fachforum „Green Minds – Healthy Environments“, bei dem die Delegation die Zusammenhänge zwischen Abfallwirtschaft, Lebensqualität und Klimaresilienz am Beispiel der Stadt Douala vorstellte. Darauf aufbauend stand der Delegationsbesuch im Zeichen nachhaltiger Abfallwirtschaft, klimaangepasster Stadtentwicklung und der Frage, wie Bürger*innen stärker für Klimaschutz und Stadtsauberkeit gewonnen werden können. Dabei verbindet Douala und Berlin-Mitte nicht nur eine enge Partnerschaft, sondern auch ähnliche Probleme und Herausforderungen städtischer Räume. Deshalb umfasste das Programm Gespräche mit Expert*innen, Vereinen und Verwaltung sowie Besuche verschiedener Praxisprojekte.

Den Auftakt bildete ein Spaziergang durch Mitte mit der Expertin Laura Tams zum Thema Schwammstadt. Baulich hat der Bezirk schon Schritte unternommen um eine „Schwammstadt“ werden zu können. Das Konzept sieht vor, Regenwasser in Grünflächen und Böden zu speichern, statt es direkt in die Kanalisation abzuleiten. Dadurch werden Städte besser vor Starkregen geschützt und gleichzeitig an Hitzeperioden angepasst. Da Douala regelmäßig von Überschwemmungen betroffen ist, stieß dieser Ansatz auf großes Interesse.

Die offizielle Begrüßung durch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger bot Gelegenheit zum Austausch über die sozioökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen beider Städte und über die gemeinsamen Chancen und Ziele im Rahmen der Partnerschaft.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war das Thema Abfallwirtschaft. In Douala sind insbesondere die Mangrovenwälder durch die Vermüllung stark verschmutzt, was auch das empfindliche Ökosystem beschädigt und die allgemeine Gesundheitslage der Bevölkerung negativ beeinflusst. Gemeinsam mit Bezirksstadtrat Christopher Schriner wurde über Ansätze einer nachhaltigen Mülltrennung gesprochen. Dabei erläuterte Herr Schriner die schrittweise Entwicklung der fünfgliedrigen Abfalltrennung in Deutschland und deren Bedeutung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Um auch die technische Seite der Abfallwirtschaft besser greifen zu können, gab es drei Ausflüge zu verschiedenen Entsorgungsanlagen. Besonders das Biomassezentrum der BSR stieß auf großes Interesse, da vergleichbare Verfahren im kleineren Maßstab bereits in Douala genutzt werden.
Zum Abschluss tauschte sich die Delegation mit der GIZ und der Servicestelle Kommune in der Einen Welt (SKEW) über den langfristigen Einsatz von Fachkräften aus. Ziel ist es, die Stadtverwaltung Doualas beim Aufbau einer nachhaltigen Abfallwirtschaft fachlich zu begleiten. Berlin-Mitte unterstützt diesen Prozess im Rahmen der Städtepartnerschaft.

Wir danken allen Beteiligten, Vereinen, Initiativen und Unterstützer*innen vom Bezirksamt für den tollen Austausch, die Begleitung und ihre Unterstützung bei dem Delegationsbesuch.

  • Schwammstadt, ein grüner Gully entsteht

    Schwammstadt, ein grüner Gully entsteht.

  • Vortrag der Delegation beim Fachforum „Green Minds – Healthy Environment“

    Vortrag der Delegation beim Fachforum „Green Minds – Healthy Environment“

  • Blick in den Hauptsaal der Fachtagung „Green Minds – Healthy Environment“

    Blick in den Hauptsaal der Fachtagung „Green Minds – Healthy Environment“

  • Besuch des Müllheizkraftwerkes der BSR in Berlin-Ruhleben.

    Besuch des Müllheizkraftwerkes der BSR in Berlin-Ruhleben.

  • Besuch der Kompostieranlage der BSR in Hennickendorf

    Besuch der Kompostieranlage der BSR in Hennickendorf.

  • Vortrag und Austausch mit Bezirksstadtrat Christopher Schriner.

    Vortrag und Austausch mit Bezirksstadtrat Christopher Schriner.

  • Treffen mit Vertretern der GIZ und der SKEW.

    Treffen mit Vertretern der GIZ und der SKEW.