Mitte Blog - Mai 2026

Bezirksstadtrat Carsten Spallek gratulierte Ute und Hans-Jürgen Seidel zu ihrer Diamantenen Hochzeit.

Ute und Hans-Jürgen Seidel feiern 60 gemeinsame Jahre

26. Mai 2026

Geborgenheit und Vertrauen – das Geheimnis für ihre Ehe! Das Bezirksamt Mitte gratuliert Ute und Hans-Jürgen Seidel zur Diamentenen Hochzeit. Bezirksstadtrat Carstan Spallek besuchte das Ehepaar in ihrem Zuhause im Hansaviertel und blickte gemeinsam auf 60 Jahre Ehe zurück.

Kennengelernt haben sich Ute und Hans-Jürgen Seidel Ende der 1950er Jahre an der pädagogischen Hochschule Lankwitz. Schon ihre erste Begegnung blieb den beiden in Erinnerung. Auf einer Feier sahen sie sich wieder und verliebten sich.

Während einer waghalsigen Klettertour in den Dolomiten machte Hans-Jürgen Seidel seiner Ute dann den Antrag. “Immer wenn es romantisch wurde, kletterte er irgendwo rauf. Es hat geregnet, wir sind ständig abgerutscht. Aber als wir es dann nach oben geschafft hatten, gab es den Antrag”, erinnert sich Ute Seidel.

“Natürlich gibt es in 60 Jahren auch mal Dinge, die etwas daneben sind. Aber was hilft, ist Durchhaltevermögen. Wir haben auch schwierige Zeiten durchgemacht, aber was zählt ist, dass man sich geborgen fühlt, dass man Vertrauen hat und füreinander da ist. Und das hat bei uns immer geklappt”, sagt der pensionierte Lehrer Hans-Jürgen Seidel, den Bezirksstadtrat Carsten Spallek noch als seinen Schulleiter der Möwensee-Grundschule im Wedding kennt.

  • Hochzeitsbild Ute und Hans-Jürgen Seidel
  • Ute und Hans-Jürgen Seidel an ihrem 60. Hochzeitstag.
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Diskussionsveranstaltung „Europa kontrovers"

Europa erleben in Mitte: Vielfältige Europawochen 2026 im Bezirk

22. Mai 2026

Mit einem abwechslungsreichen Programm hat sich das Bezirksamt Mitte auch 2026 an den Berliner Europawochen beteiligt. Ziel der zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen war es, Europa im Bezirk sichtbar und erlebbar zu machen sowie Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Von Diskussionen über Frieden in Europa über einen Stadtspaziergang bis hin zu kreativen Mitmachangeboten und einer feierlichen Platzbenennung zeigte sich dabei die Vielfalt Europas mitten in Berlin.

Den Auftakt bildete am 5. Mai die Diskussionsveranstaltung „Europa kontrovers: Verantwortung für Frieden in Europa – wer trägt sie in Zeiten des Unfriedens?“ im Grünen Salon der Volksbühne Berlin. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Landesarbeitsgemeinschaft der Europabeauftragten der Berliner Bezirke gemeinsam mit der Europa-Union Berlin und der Europäischen Akademie Berlin. Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten mit rund 80 Gästen über europäische Friedenspolitik, Verantwortung und aktuelle geopolitische Herausforderungen. Besonders das Fishbowl-Format ermöglichte einen offenen Austausch mit dem Publikum und machte deutlich, wie wichtig kontroverse Debatten für ein demokratisches Europa sind.

Am Europatag, dem 9. Mai, lud die Europabeauftragte des Bezirksamtes Mitte zum Stadtspaziergang „Friedensprojekt Europa – Europa in Mitte erleben“ ein. Ausgangspunkt war das Europäische Haus mit der interaktiven Ausstellung „Erlebnis Europa“. Der Spaziergang führte anschließend zu verschiedenen Orten in Berlin-Mitte, an denen europäische Geschichte, Friedenspolitik und Erinnerungskultur sichtbar werden. Dabei wurde Europa nicht nur auf der politischen und institutionellen Ebene, sondern mit dem Beispiel des Vereins BC Lions Moabit auch als gelebtes Friedens- und Demokratieprojekt im Stadtraum erfahrbar.
Einen besonders abwechslungsreichen Zugang zu Europa bot der Europäische Aktionstag in der Hansabibliothek am 10. Mai. Besucherinnen und Besucher konnten sich bei einem Europaquiz, kreativen Workshops und musikalischen Beiträgen mit Europa auseinandersetzen und eigene Ideen für die Zukunft Europas entwickeln. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Bibliotheken als offene Orte der Begegnung und des Austauschs zur europäischen Verständigung beitragen können.

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Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger bei der Benennung des Ursula-Hirschmann-Platzes

Ein weiterer Höhepunkt der Europawochen war die feierliche Benennung des Ursula-Hirschmann-Platzes am 20. Mai in der Ruheplatzstraße. Mit der Benennung würdigt das Bezirksamt Mitte die Antifaschistin, Frauenrechtlerin und europäische Föderalistin Ursula Hirschmann. Die Feier wurde durch ein Grußwort von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger sowie musikalische Beiträge der Bläserklasse der Wedding-Schule begleitet. Im Anschluss konnten Besucherinnen und Besucher den neugestalteten Grünzug erkunden und mehr über Projekte im Fördergebiet Müllerstraße erfahren.
Auch über die einzelnen Veranstaltungen hinaus wird Europa im öffentlichen Raum sichtbar gemacht. Auf dem Europaplatz ist während der Europawochen die Ausstellung „EU on tour“ zu sehen, die eigens für die Baustellenzäune grafisch angepasst wurde und über Europa, die Europawochen sowie die Ausstellung „Erlebnis Europa“ informiert.

Darüber hinaus werden im gesamten Monat Mai im Foyer des Rathauses Tiergarten die Beiträge des Fotowettbewerbs „Europa in Mitte – Dein Blick. Deine Stimme. Deine Reise.“ präsentiert. Die Ausstellung zeigt vielfältige persönliche Perspektiven auf Europa in Berlin-Mitte und macht sichtbar, wie europäische Themen den Alltag der Menschen im Bezirk prägen.

Weitere Informationen zu europäischen Aktivitäten und Veranstaltungen im Bezirk Mitte finden Sie auf der Seite der Europabeauftragten des Bezirks.

Rathaus vor Ort 2026

Rathaus vor Ort bringt Verwaltung und Menschen auf dem Leopoldplatz zusammen

19. Mai 2026

Beratung, Gespräche und direkte Einblicke in die Arbeit der Verwaltung mitten auf dem Leopoldplatz: Mit „Rathaus vor Ort“ hat das Bezirksamt Mitte den bundesweiten Diversity Day unter dem Motto „Vielfalt gewinnt“ gemeinsam mit zahlreichen Besucher*innen gefeiert.

Zwischen 14 und 18 Uhr nutzten viele Menschen die Gelegenheit, mit Mitarbeitenden verschiedener Ämter, Fachbereiche und Organisationseinheiten ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich zu Angeboten im Bezirk beraten zu lassen. Ziel des Formats ist es, Verwaltung niedrigschwellig, nahbar und direkt im öffentlichen Raum erlebbar zu machen.

Vor Ort vertreten waren unter anderem das Ordnungsamt, die Volkshochschule, die Bibliotheken Mitte, das Büro für Partizipation und Integration sowie die Zentrale Ausbildungsleitung und das Zentrale Bewerbungsbüro. Auch die Bereiche Kunst, Kultur und Geschichte, Sprachförderung, Prävention und kommunale Entwicklungspolitik informierten über ihre Angebote und Arbeitsschwerpunkte.

Auch das Bürgeramt war mit einem mobilen Bürgeramtskoffer vor Ort vertreten. Besucher*innen konnten verschiedene Anliegen direkt und spontan auf dem Leopoldplatz erledigen – darunter Wohnungsummeldungen, Führerscheinangelegenheiten oder weitere Bürgeramtsservices, die sonst im Amt wahrgenommen werden müssen.

Mit einem besonderen Beratungsangebot war außerdem der Allgemeine Sozialdienst (ASD) des Sozialamts vertreten. Sozialarbeiter*innen boten direkt vor Ort niedrigschwellige Erstberatungen zu sozialen und finanziellen Fragen an. Besucher*innen konnten spontan Unterstützung zu Themen wie Wohngeld, Sozialhilfe, Bürgergeld, Erwerbsminderungsrente oder Pflegeleistungen erhalten. Auch Hilfe beim Verständnis von Schreiben und bei Anträgen wurde angeboten. Ziel war es, Hemmschwellen abzubauen und zu zeigen, dass Unterstützung schnell und persönlich erreichbar ist. Bei weiterem Beratungsbedarf konnten direkt Termine vereinbart werden.

Das Bezirksamt Mitte versteht Vielfalt als gelebten Alltag und möchte eine Verwaltung sein, die allen Menschen offen, respektvoll und wertschätzend begegnet. „Rathaus vor Ort“ bot dafür erneut einen Rahmen für Begegnung, Austausch und Beteiligung.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an direktem Austausch mit der Verwaltung ist und wie wichtig solche Angebote für eine bürgernahe Verwaltung im Bezirk sind.

Impressionen von Rathaus vor Ort 2026

  • Kletterturm auf dem Leo
  • Kommunale Entwicklungspolitik

    Stand der Kommunalen Entwicklungspolitik

  • Bezirksstadtrat Schriner lässt sich mit Hilfe des mobilen Bürgeramtskoffers beraten
  • Rückengesundheit to go

    Rückengesundheit to go

  • Rückengesundheit to go

    Rückengesundheit to go

  • Bezirksbürgermeisterin Remlinger am Europa-Stand

    Bezirksbürgermeisterin Remlinger am Europa-Stand

  • Bezirksstadträte Schriner und Fritz vor Ort am Leopoldplatz beim Selfie machen

    Bezirksstadträte Schriner und Fritz vor Ort am Leopoldplatz beim Selfie machen

  • Leckeres Eis auf dem Leopoldplatz

    Leckeres Eis auf dem Leopoldplatz

  • Bezirksstadtrat Keller am Europa-Stand

    Bezirksstadtrat Keller am Europa-Stand

  • Allgemeiner Sozialdienst

    Bürger*innen lassen sich am Stand des Allgemeinen Sozialdienstes beraten

  • Auftritt der Musikschule Fanny Hensel

    Auftritt der Musikschule Fanny Hensel

  • Rathaus vor Ort 2026

    Rathaus vor Ort auf dem Leopoldplatz

  • Menschen vor dem Stand des Allgemeinen Sozialdienstes

    Menschen vor dem Stand des Allgemeinen Sozialdienstes

  • Stand des Schuld und Sportamts

    Stand des Schuld und Sportamts

Straßenschild Helmut-Kohl-Allee

Feierliche Benennung der Helmut-Kohl-Allee

9. Mai 2026

Berlin hat jetzt eine Helmut-Kohl-Allee: In einer feierlichen Zeremonie wurde die bisherige Hofjägerallee nach dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl benannt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik nahmen an der Umbenennung teil, darunter die frühere CDU-Vorsitzende und heutige Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie bezeichnete die Entscheidung als „gut und richtig“.

„Ein Straßenschild ist etwas durch und durch Politisches. Es fordert Menschen dazu auf, sich mit dem Lebenswerk Helmut Kohls auseinanderzusetzen“, sagte Kramp-Karrenbauer. Kohl stehe wie kaum ein anderer für die deutsche Einheit und für die Idee eines geeinten Europas.

Kai Wegner würdigte Kohl als großen Staatsmann und betonte dessen Bedeutung für Berlin. Die Unterstützung Kohls nach dem Mauerfall habe dem Freiheitswillen der Menschen in der DDR politischen Rückhalt gegeben. Wegner zitierte Kohls Satz: „Dem freien Berlin gehört die Zukunft.“

Der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Mitte, Carsten Spallek, bezeichnete Kohl als „Mann der Überzeugung“, der unbeirrt an der Vision eines vereinten Deutschlands festgehalten habe.

Im Anschluss an die Zeremonie wurde das neue Straßenschild enthüllt. Die bisherigen Schilder der Hofjägerallee bleiben noch etwa sechs Monate lang montiert.

Umbenennung Margot Friedländer Platz

Ein Platz für Margot Friedländer

7. Mai 2026

Berlin-Mitte hat einen neuen Platz. In einer Feierstunde im Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses wurde heute an Berlins Ehrenbürgerin Margot Friedländer erinnert. Die Überlebende des Holocausts hat bis zu ihrem Tod vor rund einem Jahr als Zeitzeugin gewirkt und viele Menschen mit ihrer unerschrockenen Art und ihrem Mut bewegt.

Aus diesem Grund trägt der bislang namenlose Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ab heute ihren Namen: Margot-Friedländer-Platz. “Ein Ausnahmeverfahren für eine Ausnahmefrau”, sagte Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger heute. “Es ist so ein wichtiger Prozess zu entscheiden, welche Namen im Berliner Straßenland erscheinen und welche nicht. In diesem Fall haben wir als Bezirksamt den Prozess nicht nur schnell durchgeführt, sondern auch gerne”, sagte Remlinger weiter. Ein Platzname verändere die Welt nicht allein, aber er erinnert, prägt und gibt im besten Fall Antworten, so die Bezirksbürgermeisterin.

Friedländer wurde als Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt. Sie verlor ihre Familie und tauchte in den Untergrund ab. 1944 wurde sie geschnappt und in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht. Sie überlebte und ging nach Kriegsende in die USA. “2010 zog sie wieder nach Berlin, um für die zu sprechen, die es nicht mehr können”, sagte heute Cornelia Seibeld, Präsidentin des Abgeordnetenhauses Berlin. “Mitten im Herzen unserer Geschichte trägt ein Platz nun ihren Namen und wird damit zur dauerhaften Mahnung. Wir haben die Möglichkeit ihre Wort zu leben – jeden Tag”, so Seibel weiter.

Margot Friedländer setzte sich für Freiheit und Toleranz ein, kämpfte gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Sie besuchte viele Male Schulen und kam mit Schüler*innen ins Gespräch. So auch das Hans-Carossa-Gymnasium in Berlin-Spandau, das künftig ebenfalls ihren Namen tragen wird. “Die Umbenennung in Margot-Friedländer-Gymnasium ist ein Auftrag für uns, ihr Vermächtnis weiterzuleben”, so eine Schülerin.

Magot Friedländer starb am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren.

  • Umbenennung Margot Friedländer Platz
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