Mitte Blog - April 2026

Baumpflanzung mit Ecosia auf dem Platz der Republik

Suchmaschine pflanzt 250-millionsten Baum auf dem Platz der Republik

17. April 2026

Der Suchmaschinen-Dienst Ecosia aus Berlin hat einen Meilenstein erreicht: Weltweit wurden bereits 250 Millionen Bäume gepflanzt – finanziert durch die täglichen Suchanfragen der Nutzerinnen und Nutzer. Gemeinsam mit lokalen Partner*innen setzt das Unternehmen Klimaprojekte in über 35 Ländern um.

Heute wurde auf dem Platz der Republik in Berlin-Mitte symbolisch der 250-millionste Baum gepflanzt – ein Feldahorn. Mit dabei waren unter anderem Bundesumweltminister Carsten Schneider, Bezirksstadtrat Christopher Schriner und Ecosia-Gründer Christian Kroll sowie die Magier Siegfried und Joy.

Bezirksstadtrat Christopher Schriner: „Die symbolische Pflanzung des 250-millionsten Baumes macht deutlich, welchen immensen Beitrag innovative Ansätze aus der Zivilgesellschaft und Wirtschaft für den Klimaschutz und die Klimaanpassung leisten können. Es ist uns als Bezirk eine Ehre, diese Initiative an einem hochprominenten Ort sichtbar machen können und so das Engagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu unterstützen.“

Richtfest für das neue Quartier an der Rathenower Straße: WBM-Geschäftsführer Lars Dormeyer, Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler, Bezirksstadtrat Christoph Keller und WBM-Geschäftsführer Steffen Helbig (v.l.)

Richtfest für neues Quartier in der Rathenower Straße

16. April 2026

Wohnen, Gewerbe, soziale Infrastruktur – das neue Quartier an der Rathenower Straße soll alles verbinden, was für eine lebenswerte Stadt wichtig ist.

Nicht einmal eineinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung feierte das Ensemble nahe des Fritz-Schloß-Parks am 16. April Richtfest. Dort errichtet die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) insgesamt 108 Wohneinheiten, von denen 91 öffentlich gefördert und 104 barrierefrei sind. Neben klassischen Wohnungen enstehen dort auch Clusterwohnungen, in denen unterschiedliche Formen des gemeinschaftlichen Wohnens möglich sein sollen.

3000 Quadratmeter in dem Gebäudeensemble sind für Gewerbe und soziale, kulturelle oder nachbarschaftliche Nutzungen vorgesehen. “Wir schaffen einen Ort, der Raum für Begegnung und gemeinschaftliches Leben bietet”, sagte WBM-Geschäftsführer Lars Dormeyer, “damit zeigen wir, dass wir Verantwortung für die Stadt übernehmen.”

Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler erinnerte an das frühere Gebäude, das einst an der Stelle des neuen Quartiers stand und das teilweise abgerissen wurde. Teile davon blieben jedoch erhalten. “Hier sehen wir ein gutes Beispiel dafür, wie sich Umbau und Neubau miteinander verbinden”, so Gaebler.

Für Bezirksstadtrat Christoph Keller ist vor allem die Nähe zu benachbarten sozialen Einrichtungen wie dem Zille Klub interessant. Für die Menschen, die künftig in dem Quartier leben, gibt es in unmittelbarer Nähe Familien- und Berufsberatungsmöglichkeiten. In den Clusterwohnungen könnten auch junge Menschen aus Mitte leben, die einen besonderen Betreuungsbedarf haben. “Man muss eine Stadt mit sozialer Infrastruktur denken und bauen”, sagte Keller.

Im Frühjahr 2027 sollen die ersten Wohnungen an der Rathenower Straße bezugsfertig sein. In den Neubau investiert die WBM mehr als 30 Millionen Euro.

Chill-Area im Jugendort Schillerhöhe

Neuer Jugendort in der Schillerhöhe

15. April 2026

Für junge Menschen gibt es einen Ort, an den sie sich bewegen, gemeinsam Sport machen oder einfach nur chillen können. In der Schillerhöhe wurde der neu gestaltete Jugendort eröffnet.

Im östlichen Bereich des Schillerparks zwischen Ungarnstraße, Brienzer Straße und Schwyzer Straße ist ein Aufenthalts- und Bewegungsort für junge Menschen entstanden.

An der Calisthenics-Anlage gibt es die Möglichkeit, den Körper zu trainieren. Die Tischtennisplatte eignet sich perfekt, um sich zu zweit oder in einer großen Gruppe die Schmetterbälle um die Ohren zu hauen. Fans größerer Bälle können sich am Streetball-Korb versuchen. Wer einfach nur abhängen möchte, kann dies auf der Holzbank tun – auch bei Regen, denn die Bank ist überdacht.

Die Schillerhöhe ist mittlerweile der dritte Jugendort in Mitte. Jugendorte schließen die Lücke zwischen Kinderspielplatz und Jugendclubs. Sie bieten Jugendlichen ungezwungene Orte, an denen sie ihre Freizeit verbringen, sich mit Freunden treffen oder kostenlos Sport treiben können.

Entwickelt wurde das Gelände gemeinsam mit dem” Verein bwgt. e.V. Dieser bietet auch kostenlose Bewegungsangebote für junge Leute in der Schillerhöhe an. Bei der Gestaltung des Jugendorts durften die künftigen Nutzer*innen mitreden. Schüler*innen der Gottfried-Röhl-Schule und der benachbarten Jugendeinrichtungen durften ihre Ideen einbringen.

Der Bau des neuen Jugendorts hat rund 150.000 Euro gekostet. Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen im Rahmen des Programms „Stärkung Berliner Großsiedlungen“.

"Angießen" am neuen Außenbecken des Stadtbads Tiergarten. Hier entsteht ein Bereich für die ganze Familie.

Stadtbad Tiergarten bekommt neues Außenbecken

15. April 2026

Ein Ort zum Abkühlen, Spielen und Entspannen – mitten im Grünen und doch ganz nah am Kiez: Das Stadtbad Tiergarten wächst weiter und bekommt einen neuen Außenbereich. Damit kehrt ein Stück Sommerbad-Tradition nach Moabit zurück – genau dort, wo viele sie seit Jahren vermissen.

Heute wurde der Außenbereich erstmals vorgestellt und der bisherige Baufortschritt gezeigt.

In der Seydlitzstraße entsteht derzeit eine moderne Außenanlage, die das sanierte Hallenbad sinnvoll ergänzt und besonders Familien anspricht. Geplant ist ein Freizeitbereich mit Nichtschwimmerbecken, Kinderplansche und großzügiger Liegewiese – bewusst kein Sportbad, sondern ein Ort für Erholung und Badespaß.

Herzstück der Anlage ist ein 25 Meter langes Edelstahl-Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertiefe von rund 1,10 bis 1,35 Metern. Für die jüngsten Gäste entsteht zusätzlich eine flache Plansche mit bis zu 30 Zentimetern Wassertiefe. Insgesamt können bis zu 90 Badegäste gleichzeitig ins Wasser, während die Liegewiese Platz für rund 300 Besucherinnen und Besucher bietet.
Ein eigener Sanitär- und Umkleidebereich für die Außengäste sowie ein separater Zugang sorgen dafür, dass das Angebot unabhängig vom Hallenbad genutzt werden kann. Gleichzeitig bleibt der Betrieb effizient: Das bestehende Team des Stadtbads übernimmt die Betreuung – zusätzliches Personal ist nicht erforderlich.

Das Projekt knüpft an die Geschichte des Standorts an. Bis Mitte der 1990er-Jahre gab es hier bereits ein Freibad, das später aus finanziellen Gründen aufgegeben und Anfang der 2000er-Jahre abgerissen wurde. Seitdem fehlte im stark gewachsenen Stadtteil Moabit eine wohnortnahe Bademöglichkeit – insbesondere für Familien mit kleinen Kindern. Mit dem neuen Außenbereich wird nun ein lang gehegter Wunsch aus der Nachbarschaft aufgegriffen.
Die Bauarbeiten haben 2025 begonnen. Perspektivisch entsteht so ein kombiniertes Hallen- und Sommerbad, das den Standort ganzjährig attraktiv macht und das Freizeitangebot im Bezirk deutlich stärkt.

Tag der Städtebauförderung: Einblick ins Projekt
Wer sich schon jetzt ein Bild machen möchte, hat dazu beim Tag der Städtebauförderung Gelegenheit: Im Stadtbad Tiergarten informiert eine Ausstellung über die geplante Außenanlage, den aktuellen Baufortschritt sowie weitere Projekte der Berliner Bäder-Betriebe. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Blick auf die Baustelle zu werfen .

Weitere Informationen zur Baumaßnahme findet ihr bei den Berliner Bäder-Betriebe.

Tanasgol Sabbagh und Temye Tesfu vom Künstlerkollektiv "Parallelgesellschaft" bei er Eröffnung in der Galerie Nord.

Parallelgesellschaft eröffnet in der Galerie Nord

10. April 2026

Essen bringt Menschen zusammen. Mit einem großen gemeinsamen Abendessen feierte das Künstlerkollektiv „Parallelgesellschaft“ den Auftakt in der Galerie Nord.

Zuvor bespielten die Künstlerinnen des Kollektivs vor allem Berliner Lesebühnen. Nun verfügen sie erstmals über einen festen Ort, an dem sie „Räume für ästhetische und politische Selbstbestimmung schaffen und neue Formate der Partizipation“ erproben können. „Für uns ist es ein Ankommen“, sagte Tanasgol Sabbagh bei der Eröffnung. Sie und ihre Mitstreiterinnen bringen große Erfahrung in text- und klangbasierten Kunstformen sowie in der dokumentarischen Arbeit mit.

In den Räumen in der Turmstraße wollen sie gezielt die Nachbarschaft ansprechen. „Wir planen verschiedene Kollaborationen mit Initiativen vor Ort“, sagt Sabbagh. Bis Ende des Jahres ist unter anderem eine prozessorientierte Ausstellung zum Thema Haft, Strafe und Isolation geplant. Vorgesehen sind zudem Open Calls, Workshops sowie eine Zusammenarbeit mit der Moabiter Justizvollzugsanstalt, kündigt Temye Tesfu von „Parallelgesellschaft“ an. „Wir verstehen den Raum als Einladung für den Kiez“, so Tesfu.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger erwartet von den neuen Betreibern der Galerie Nord „interessante, vor allem migrantische Perspektiven“. „Es passt gut zum vielfältigen Moabit, wenn hier Gruppen sichtbar werden, die in der Kunst sonst nicht so oft zu sehen sind“, sagte die Bezirksbürgermeisterin. „Außerdem ist es ein wichtiges Zeichen gegen Diskriminierung und den Rechtsruck.“

Weitere Informationen zum aktuellen Programm gibt es auf der Internetseite der Galerie Nord.