Mitte Blog - November 2025

Müllgipfel 2.0 – Viele Ideen für ein sauberes Parkviertel

Saubere Straßen, gepflegte Parks und ein angenehmes Wohnumfeld, genau darum drehte sich der zweite Müllgipfel in Berlin-Mitte. In der Kornelius-Gemeinde kamen am 21. November zahlreiche Anwohner*innen, Initiativen und Bezirksvertreter*innen zusammen, um darüber zu sprechen, wie das Parkviertel sauberer und lebenswerter werden kann.

Gleich zu Beginn standen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zur Müllsituation im Mittelpunkt, ein guter Ausgangspunkt, um gemeinsam zu schauen, wo im Bezirk besonders viel Handlungsbedarf besteht. Der Rückblick auf den ersten Müllgipfel im Soldiner Kiez lieferte zudem wertvolle Impulse: Dort zeigte sich bereits, welche Maßnahmen funktionieren und welche Erfahrungen sich gut auf das Parkviertel übertragen lassen.

Im World-Café konnten die Teilnehmenden an sechs Stationen verschiedene Aspekte rund um Sauberkeit im Parkviertel erkunden von bekannten Müll-Hotspots über die Abläufe der Straßen- und Parkreinigung bis hin zu den Aufgaben der BSR. Zudem gab es Raum, eigene Beobachtungen einzubringen und gemeinsam Ideen für mehr Sauberkeit und Engagement im Kiez zu entwickeln.

Zum Schluss wurden die Ergebnisse zusammengetragen und mit politischen Vertreter*innen geteilt. Dabei zeigte sich deutlich, wie groß das Engagement im Kiez ist. Der Müllgipfel 2.0 hat spürbar gemacht, dass viele bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und dass ein sauberes Mitte vor allem durch gemeinsames Handeln entsteht.

Auch die jüngsten Engagierten im Bezirk zeigten, wie wichtig ihnen Sauberkeit in Mitte ist: Beim Schulwettbewerb wurden die besten Beiträge aus fünf Kategorien ausgezeichnet: von Clean-Ups und Upcycling über künstlerische Projekte und Performances bis hin zu digitalen Ideen für mehr Umweltbewusstsein.

  • Flyer Müllgipfel 2.0
  • Müllgipfel drei Schülerinnen halten einen Jutebeutel der Kampagne mittemachtsauber hoch
  • Jury Muellgipfel Schulwettbewerb
  • StefanieRemlinger-Rede-Muellgipfel
  • Bezirksstadtrat-Schriner-Muellgipfel
  • Station-Worldcafe-Muellgipfel
Bezirksstadtrat Carsten Spallek gratuliert Ursula Jansen zum 100. Geburtstag.

Glückwünsche zum 100. an Ursula Jansen

19. November 2025

Wenn jemand das Glück hat, 100 Jahre alt zu werden, kommen ganz besondere Gratulanten auf den Plan. An ihrem 100. Geburtstag bekam Ursula Jansen aus dem Wedding Post vom Regierenden Bürgermeister. Sogar der Bundespräsident schickte ein Glückwunsch-Schreiben. Mittes Bezirksstadtrat Carsten Spallek schaute sogar persönlich vorbei – mit einer Flasche Hauptstadtsekt aus dem Humboldthain. “Der Sekt bleibt zu – der bekommt einen Ehrenplatz!”, sagte die Jubilarin. Sie gönnt sich lieber ab und zu ein Glas Wein.

Die zwei Etagen zu ihrer Wohnung, in der sie seit mehr als 60 Jahren lebt, läuft sie immer noch allein – ohne Fahrstuhl. Nur die Treppen hinunter geht es nicht mehr so schnell. Frische Luft ist Ursula Jansen wichtig. Jeden Tag geht sie auf den Balkon und atmet tief durch. Einmal im Monat reicht die Kraft auch für einen Spaziergang. Ihr Geheimnis für ein langes Leben: “Man muss zufrieden sein können mit dem, was man hat.”

Dabei hatte sie es nicht immer leicht. Aus ihrem Geburtsort in Ostpreußen mussten sie und ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg fliehen. “Krieg ist furchtbar”, erinnert sie sich. Dass heute in Europa wieder ein Krieg trifft, macht sie traurig. Gemeinsam mit ihrem Mann, der vor 11 Jahren starb, hat sie sich ein neues Leben in Berlin aufgebaut, auf das sie glücklich und zufrieden blickt. “Mir geht es eigentlich ganz gut”, sagt sie an ihrem Jubiläumstag. Nur die Zahl 100 sein ungewöhnlich. “Fühlt sich alt an.”

Aufführung des Tiergarten Gymnasiums "Requiem for a Rotten Society"

Gedenkveranstaltung im GRIPS Theater

14.11.2025

Im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus fand eine vielfältige Veranstaltung im GRIPS Theater statt. Sie brachte Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft, jüdischen Gemeinden sowie zahlreiche Schüler*innen aus Mitte zusammen. Die Schulklassen aus dem Lessing-Gymnasium, der Theodor Heuss Gemeinschaftsschule, dem Französischen Gymnasium und dem Gymnasium Tiergarten reflektierten in ihren Beiträgen die historische Dimension und verbanden sie mit heutigen gesellschaftlichen Fragen.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger betonte in ihrer Ansprache: „Erinnern bedeutet, die Verantwortung aus der Geschichte ernst zu nehmen und sich für ein respektvolles Miteinander einzusetzen.“

Dr. Moshe Abraham Offenberg, Vorstandssprecher der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin, hob die Bedeutung persönlicher Haltung hervor: „Verantwortung heißt, aufzustehen und etwas zu sagen, Mut zu zeigen, wo andere schweigen. Gleichgültigkeit ist keine Neutralität – wer gleichgültig ist, verliert das Mitgefühl, und das ist der Kern unserer Menschlichkeit.“

Wir danken allen Mitwirkenden für ihr Engagement und die eindrucksvollen Beiträge, die das Gedenken lebendig halten und ein starkes Signal für Verantwortung und Zusammenhalt setzen.

  • Aufführung des Tiergarten Gymnasiums "Requiem for a Rotten Society"

    Aufführung des Tiergarten Gymnasiums "Requiem for a Rotten Society"

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger hält Ansprache

    Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger hält Ansprache

  • Cynthia Segner und Winfried Tobias eröffnen die Veranstaltung im GRIPS Theater

    Cynthia Segner und Winfried Tobias eröffnen die Veranstaltung im GRIPS Theater

  • Aufführung des Tiergarten Gymnasiums "Requiem for a Rotten Society"
  • Aufführung der Theodor-Gemeinschaftsschule von "Speicherbrandprozess" aus Brechts "Der Aufstieg des Arturo Ui"
  • Dr. Moshe Abraham Offenberg und Stefanie Remlinger bei der Vorführung im GRIPS Theater

    Dr. Moshe Abraham Offenberg und Stefanie Remlinger bei der Vorführung im GRIPS Theater

  • Schüler*innen des Französischen Gymnasiums beim Vortragen eines Musikstücks.

    Schüler*innen des Französischen Gymnasiums beim Vortragen eines Musikstücks.

  • Maler Adagietto zum Film "Schindlers Liste" des Lessing Gymnasiums

    Maler Adagietto zum Film "Schindlers Liste" des Lessing Gymnasiums

Kerze am Levetzow Denkmal mit Aufschrift: "Kein Vergeben! Kein Vergessen!"

Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

10.11.2025

Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte erinnerten auch in diesem Jahr an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Gemeinsam mit Schüler*innen des Gymnasiums Tiergarten, des Lessing-Gymnasiums, der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und des Französischen Gymnasiums fanden an vier historischen Orten im Bezirk Gedenkveranstaltungen statt: am Güterbahnhof Moabit, am Siegmunds Hof, am Denkmal in der Levetzowstraße und am Jüdischen Krankenhaus.
Die Schüler*innen erinnerten mit Lesungen, Zeitzeugnissen und eigenen Texten an Verfolgungen, Deportationen und Morde, die im November 1938 ihren offenen Ausdruck fanden. Viele Beiträge nahmen Bezug auf Biografien einzelner Menschen, die damals in Mitte lebten. Das Gedenken wurde so zu einer persönlichen Annäherung an ein Geschehen, das oft abstrakt wirkt, aber in die Straßen, Häuser und Nachbarschaften hineinwirkte, die uns heute umgeben.

Am Güterbahnhof Moabit versammelten sich Schüler*innen der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule gemeinsam mit Vertreter*innen der jüdischen Gemeinde, dem Verein „Gleis 69“ und Bezirksstadtrat Christopher Schriner, um an die mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden zu erinnern, die von hier aus deportiert wurden. Die Lesungen machten deutlich, wie eng historische Verantwortung und gegenwärtige Haltung miteinander verknüpft sind.

Am Jüdischen Krankenhaus sprachen Schüler*innen des Lessing-Gymnasiums über ihre Auseinandersetzung mit den Geschehnissen des 9. November 1938. Bezirksstadtrat Carsten Spallek würdigte das Engagement der Jugendlichen und hob hervor, wie wichtig es sei, Antisemitismus und Rassismus heute klar zu benennen und ihnen entschieden entgegenzutreten. Das Krankenhaus steht historisch wie gegenwärtig für die Haltung, Menschlichkeit zu bewahren, wo sie bedroht ist.

Am Denkmal Levetzowstraße und am Siegmunds Hof erinnerten Schüler*innen des Französischen Gymnasiums und des Gymnasiums Tiergarten an Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft, deren Leben von den Nationalsozialisten zerstört wurde. Auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte in der Levetzowstraße befand sich einst eine der größten Synagogen Berlins. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1955 abgerissen. Bezirksstadtrat Benjamin Fritz begleitete in diesem Jahr beide Veranstaltungen und erinnerte vor den Schüler*innen an die Geschichte des Baus. Vor dem Hintergrund des heute grassierenden Antisemitismus rief er sie auf: “Was seit dem 7. Oktober 2023 passiert ist, lässt mich erschrecken. Wir brauchen das Engagement von jungen Menschen. Die derzeitige Situation im Nahen Osten bietet eine Chance für die Gesellschaft aufeinander zuzugehen und stärker zusammenzurücken.” Nikola Dzembritzki, die Leiterin des Französischen Gymnasiums, erinnerte an die Geschichte ihrer Schule, die eine langjährige Tradition der Toleranz habe: “Wir stehen oft vor der Frage, wie wir mit schwierigen Momenten umgehen.” Heute gehe es um die Verteidigung der Demokratie im virtuellen und analogen Raum.

Das Gedenken in Mitte lebt von der aktiven Beteiligung junger Menschen. Ihr Blick auf Geschichte brachte in diesem Jahr erneut deutlich zum Ausdruck: Erinnerung ist keine bloße Rückschau, sondern eine Aufgabe für die Gegenwart.

  • Schweigeminute am Denkmal Siegmunds Hof.

    Schweigeminute am Denkmal Siegmunds Hof

  • Denkmal Siegmunds Hof

    Denkmal Siegmunds Hof

  • Denkmal am Güterbahnhof Moabit

    Denkmal am Güterbahnhof Moabit

  • Menschen beim Gedenken am Güterbahnhof Moabit.

    Menschen beim Gedenken am Güterbahnhof Moabit

  • Zwei Schüler*innen legen einen Kranz am Gleis des Güterbahnhofs nieder.

    Zwei Schüler*innen legen einen Kranz am Gleis des Güterbahnhofs nieder

  • Kränze vor dem Denkmal am Jüdischen Krankenhaus in Mitte.

    Kränze vor dem Denkmal am Jüdischen Krankenhaus in Mitte

  • Teilnehmer*innen des Gedenkens am Jüdischen Krankenhaus.

    Teilnehmer*innen des Gedenkens am Jüdischen Krankenhaus

  • Kränze am Levetzow Denkmal.

    Kränze am Levetzow Denkmal

  • Kerze am Levetzow Denkmal mit Aufschrift: "Kein Vergeben! Kein Vergessen!"

    Kerze am Levetzow Denkmal mit Aufschrift: "Kein Vergeben! Kein Vergessen!"

  • Rosen am Levetzow Denkmal

    Rosen am Levetzow Denkmal

Sanierung des Schulgebäudes im Diesterweg-Gymnasium

Baustellentour durch Mitte

7. November 2025

Über den Dächern von Mitte ist nicht nur die Aussicht überwältigend. Dort findet sich auch die Zukunft der Energieversorgung. Bezirksstadtrat Ephraim Gothe und ein Team des Facility Management des Bezirksamts Mitte stiegen im Rahmen ihrer Baustellentour zwei Schulen aufs Dach, um die neuen Photovoltaikanlagen zu besichtigen, die dort seit diesem Sommer installiert sind. Die erste Station führte zur Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule. Gemeinsam mit den Stadtwerken wurden dort Solar-Paneele installiert. Sie liefern eine Leistung von 53 Kwp – rund 45.000 Kw im Jahr. Das genügt, um die Schule mit Strom zu versorgen. Noch größer und somit leistungsfähiger ist die Solaranlage auf dem Turnhallendach der Vineta-Grundschule. Erst vor zwei Jahren bekam die Schule eine neue Sporthalle. Nun befinden sich auf dem Flachdach Solarmodule, die 113 Kwp Strom erzeugen. Damit deckt sie nicht nur den Strombedarf der Schule, sondern erzeugt genügend Energie, die ins Stromnetz eingespeist wird.

Ähnlich zukunftsträchtig wie die Energieversorgung der beiden ersten Schulen der Baustellentour war einst die Architektur des Diesterweg-Gymnasiums. Der riesige Komplex an der Putbusser Straße steht seit 2011 leer. Eindringendes Wasser und Vandalismus haben dem Gebäude sichtbar zugesetzt. Doch im Inneren tut sich etwas. Schritt für Schritt lässt der Bezirk Mitte Schadstoffe, vor allem Asbest und andere gefährliche Stoffe, entfernen. Diese Arbeit ist nötig, unabhängig davon, ob das Gebäude künftig wieder genutzt oder ob es abgerissen wird. Um weitere Schäden zu verhindern, soll auch das eindringende Grundwasser aus dem Keller gepumpt und Maßnahmen gegen Vandalismus umgesetzt werden. Trotz des jahrelangen Leerstands waren sich alle Beteiligten einig, dass die Substanz des früheren Diesterweg-Gymnasiums noch immer einen guten erstaunlich guten Eindruck macht.

Impressionen der Baustellentour

  • Sanierung der Sporthalle im Diesterweg-Gymnasium
  • Sanierung des Schulgebäudes im Diesterweg-Gymnasium 2
  • Photovoltaik-Anlagen auf der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
  • Photovoltaik-Anlagen auf der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule 2
  • Außenansicht der Sporthalle der Vineta-Grundschule
Bezirksstadtrat Christoph Keller, Christian Pross und Thomas Abel vor den Gedenktafeln am ehemaligen Krankenhaus Moabit.

Gedenktafel erinnert an jüdische Ärzt*innen des Moabiter Krankenhauses

6. November 2025

Gut sichtbar von der Turmstraße erinnert eine Berliner Gedenktafel ab sofort an die jüdischen Ärzt*innen des ehemaligen Krankenhauses Moabit. Bezirksstadtrat Christoph Keller nahm an der feierlichen Enthüllung am 6. November teil. Bislang fristete die Tafel ein Schattendasein am Haus M. Nun ist sie an der Straßenseite des Hauses A für alle sichtbar, die die Turmstraße passieren. Im Haus A ist derzeit das Gesundheitsamt Mitte untergebracht.

Die Initiative zu dem neuen Ort geht zurück auf Thomas Abel vom Verein Gleis 69, der sich mit der Geschichte der verfolgten jüdischen Bevölkerung vor allem in Moabit beschäftigt. “Die Geschichte der jüdischen Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus Moabit soll nicht vergessen sein”, sagte Abel.

Bezirksstadtrat Christoph Keller erinnerte an die fortschrittliche Ausrichtung des sozialmedizinischen Dienstes in den 1920er Jahren: “Die Geschichte hängt an persönlichen Schicksalen.”

Der Arzt und Historiker Christian Pross hat in den 1970er und 1980er Jahren die Geschichte der jüdischen Ärzte des Krankenhauses Moabit erforscht. Viele von ihnen wurden am 1. April 1933 von der SA verhaftet. Einige konnten ins Ausland fliehen, viele überlebten die NS-Herrschaft nicht. Mit einigen der Überlebenden konnte er später über die Geschichte sprechen. Eine der ersten Suchtkrankenfürsorgestationen und eine der ersten Jugendberatungsstellen sowie Beratungsangebote für Ehe und Sexualität befanden sich im Moabiter Krankenhaus. Christian Pross nannte die jüdischen Ärzt*innen “innovative Talente und engagierte Sozialreformer”.

V.l.: Dirk Sadtler (Franz Reschke Landschaftsarchitekten), Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt, Bezirksstadtrat Christopher Schriner und Jan-Wilhelm Siewert vom Straßen- und Grünflächenamt Mitte

Der Hegelplatz ist komplett

6. November 2025

Sie sehen aus wie gewöhnliche Abflüsse, doch sie sind eine echte Neuerung für Berlin. Die neuen Filterrinnen am Hegelplatz leiten das Regenwasser nicht mehr in die Kanalisation. Unter den unscheinbaren Metallgittern befindet sich ein filtrierendes Substrat, das Regenwasser reinigt und ins Grundwasser versickern lässt. Somit leistet der Hegelplatz, dessen zweiter Bauabschnitt am 6. November durch Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt und Bezirksstadtrat Christopher Schriner eröffnet wurde, einen wichtigen Beitrag zur Schwammstadt. Neben den Filterrinnen sind auf der mit historischem Kopfsteinpflaster gestalteten Straße auch zwei Grüne Gullys entstanden. Sie werden in den kommenden Wochen mit kleinen Sträuchern und Stauden bepflanzt und sollen ebenfalls Regenwasser vor Ort versickern lassen. Zusätzlich wurde auf dem Platz eine 36 Quadratmeter große Versickerungsmulde gestaltet, in der mehrere Sträucher und ein Baumhasel gepflanzt wurden. Zehn Fahrradbügel bieten künftig Platz für 20 Fahrräder.

Ein Forschungsprojekt der TU Berlin begleitet das gemeinsame Pilotprojekt mit den Berliner Wasserbetrieben wissenschaftlich. Feuchtigkeitssensoren sollen künftig messen, wie viel Wasser tatsächlich in den Entwässerungsbereichen versickert.

Bereits im Juni 2024 wurde der erste Teil des Hegelplatzes feierlich eröffnet. Insgesamt hat die die Neugestaltung des Platzes 1,84 Mio. Euro gekostet. Davon stammen rund 1,6 Mio. Euro aus dem Plätze-Programm der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. 245.000 Euro hat der Bezirk Mitte beigesteuert.

  • Die neuen Filterrinnen enthalten ein Substrat, das Regenwasser reinigt und ins Grundwasser versickern lässt.

    Die neuen Filterrinnen enthalten ein Substrat, das Regenwasser reinigt und ins Grundwasser versickern lässt.

  • Die beiden Grünen Gullys sollen noch im Herbst bepflanzt werden.

    Die beiden Grünen Gullys sollen noch im Herbst bepflanzt werden.

  • In der 36 Quadratmeter großen Versickerungsmulde wurden ein Baumhasel und mehrere Sträucher gepflanzt.

    In der 36 Quadratmeter großen Versickerungsmulde wurden ein Baumhasel und mehrere Sträucher gepflanzt.