Mitte Blog - September 2025

Tag der offenen Tür im Brüder-Grimm-Haus

Ein gelungener Tag im Zentrum von Moabit – Gelebte Bildung und Kultur

Um die 250 Besucher*innen erkundeten am 26. September 2025 das Brüder-Grimm-Haus in der Turmstraße Moabit. Die Menschen aus der Nachbarschaft und viele weitere Interessierte konnten beim Tag der offenen Tür viel ausprobieren und aktiv mitmachen. In dem Haus bieten unter anderem folgende Einrichtungen das ganze Jahr über Bildung, Kultur und Beratung: Volkshochschule Berlin Mitte, Musikschule Fanny Hensel, Galerie Nord, Erziehungs- und Familienberatungsstelle und Lesewelt e.V.

Gäste aller Altersklassen haben gesungen, getanzt, gemalt, performed, gelacht, Selbstverteidigung geübt, Schlagzeug gespielt und neue Sprachen erlernt. In angeleiteten Rundgängen gab es für die Besucher*innen die Möglichkeit, auch in Räume zu gelangen, wo sie sonst nicht hineinkommen, wie der mit Leitungen verlegte Keller oder das hölzerne Dachgeschoss.

Ein besonderes Highlight waren die Schaufensterkonzerte in der Galerie, kuratiert durch die Musikschule, mit Musiker*innen unterschiedlicher Stile, wie Popmusik, Jazz oder einem Iranischen Ensemble.

Zusätzlich zum hauseigenen Angebot hat die Europabeauftragte des Bezirks, Sabine Küster, den Europäischen Tag der Sprachen gefeiert und die Teilnehmenden ermuntert, sich spielerisch mit Europa auseinanderzusetzen und ihr Wissen rund um Sprachen zu erweitern.

Europäischer Tag der Sprachen im Bezirksamt Mitte

Europäischer Tag der Sprachen im Bezirksamt Mitte

26. September 2025

Am 26. September wurde im Rahmen des offenen Kulturprogramms in der Turmstraße 75 auch der Europäische Tag der Sprachen gefeiert. Interessierte Besucherinnen und Besucher nahmen an abwechslungsreichen Aktivitäten teil, die die Vielfalt der europäischen Sprachen sichtbar und erlebbar machten. Ein besonderes Highlight war das offizielle Spiel zum Europäischen Tag der Sprachen „Linguine“. Die Teilnehmenden hatten sichtlich Spaß daran, ihr Wissen rund um Sprachen spielerisch zu erweitern. Ebenso beliebt war das Sprachenquiz, bei dem Multiple-Choice-Fragen gestellt wurden wie:
  • Wie viele indigene Sprachen werden in Europa gesprochen?
  • Aus welcher Sprache stammt die Bezeichnung „Tulpe“ für die Blume?
  • Welche ist die älteste schriftlich überlieferte Sprache?

Sowohl beim Spiel als auch beim Quiz konnten alle, die mitgemacht haben, europäische Süßigkeiten mit nach Hause nehmen.

Nach den Spielen wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihre Assoziationen zu Europa auf Plakaten zu sammeln. Diese kreative Beteiligungsform war der Auftakt zu einer breiten Umfrage auf mein.berlin.de. Dort sind alle Bürgerinnen und Bürger des Bezirks Mitte eingeladen, ihre Beiträge zu zwei Leitfragen einzureichen:
  • Was bedeutet Europa für mich?
  • Wo finde ich Europa im Bezirk Mitte?

Eine Auswahl der Einsendungen wird 2026 im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

Die Europabeauftragte des Bezirksamtes Mitte, Sabine Küster, dankt allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freut sich auf viele kreative Beiträge auf Europa im Bezirk Mitte von Berlin — meinBerlin.

Besuch der äthiopischen Delegation im Balkonsaal des Rathaus Tiergarten

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger im Gespräch mit der äthiopischen Delegation

Delegation aus Äthiopien zu Gast im Bezirksamt Mitte: Austausch zu guter Verwaltungsführung

24. September 2025

Im Rahmen des Projekts „Support to Good Governance (S2GG) in Ethiopia – Social Transformation Cluster“ begrüßte das Bezirksamt Mitte eine Delegation aus Äthiopien. Ziel des Besuchs war der Austausch zu modernen Formen der Verwaltung, rechtlichen Standards und guter Führungskultur auf Bezirksebene.

Das Projekt, gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), begleitet Reformen in der äthiopischen Verwaltung. Ein zentraler Baustein ist das „Federal Administrative Procedure Act“ (APL) – ein Gesetz, das seit 2020 für klare, transparente Verwaltungsverfahren sorgen soll. Die äthiopischen Gäste wollten erfahren, wie solche Regelwerke auf kommunaler Ebene in Deutschland eingeführt, vermittelt und angewendet werden.

Einblicke in Führungsaufgaben und Verwaltungsverfahren

Im Gespräch mit der Bezirksbürgermeisterin ging es unter anderem um Führungsaufgaben im Bezirk, den Umgang mit Personalgewinnung und -entwicklung sowie um die Bedeutung einer offenen, motivierenden Führungskultur.

Das Rechtsamt des Bezirks stellte die Abläufe typischer Verwaltungsverfahren vor – etwa bei Bauvorhaben – und erklärte, wie gesetzliche Änderungen intern weitergegeben und umgesetzt werden. Auch der Umgang mit gerichtlichen Entscheidungen und die Einhaltung rechtsstaatlicher Standards wurden thematisiert.

Besuch der äthiopischen Delegation im Balkonsaal des Rathaus Tiergarten

Best Practices für moderne Verwaltung

Besonderes Interesse zeigte die Delegation an Strategien zur:

  • transparenten Kommunikation neuer Regelungen gegenüber Bürger*innen,
  • Schulung und Fortbildung von Verwaltungsmitarbeitenden,
  • Stärkung von Vertrauen und Rechtssicherheit im Verwaltungshandeln.

Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in internationalem Erfahrungsaustausch liegt – und dass gute Regierungsführung nicht an nationalen Grenzen endet.

Wir danken der Delegation für den Besuch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Rahmen des S2GG-Projekts.

Volle Müllsäcke auf dem Leopoldplatz

Feiern, was sonst in der Tonne landet – das Müllfest auf dem Leopoldplatz

18. September 2025

Dass Themen rund um den Müll bewusst zelebriert werden, ist heutzutage eher selten. Doch gerade das ist es, was es braucht, um ein neues Bewusstsein über unsere alltägliche Beziehung zu Abfall, Umwelt und Nachhaltigkeit zu schaffen. Im Rahmen des World Clean Up Days fanden sich genau aus diesem Grund am 17. September 2025 auf dem Leopoldplatz zahlreiche Initiativen, Akteur*innen sowie Menschen ein, die ehrenamtlich oder hauptamtlich mit dem Thema Müll zu tun haben.

Von kreativen Upcycling- und Müll-Bastel-Stationen, Ständen mit Tipps und Tricks zur Müllvermeidung im Alltag, bis hin zur mobilen Fahrradreparaturwerkstatt, Clean-Up-Aktionen rund um den Leopoldplatz und einem Netzwerk-Meeting Point für Engagierte war hier alles dabei.
Auch Mitarbeitende der Soko Müll des Ordnungsamtes sowie Vertreter*innen der BSR waren vor Ort und gingen mit interessierten Bürger*innen in den Austausch.
Einen musikalischen Rahmen steuerten das Projekt Selbstgebaute Musik sowie Jugendliche des Müllmuseums bei, die selbstbewusst selbstgeschriebene Rap-Jingles auf der Bühne präsentierten, die aktuell sogar berlinweit im Radio laufen.

Seit kurzem ist das Bezirksamt Mitte übrigens auch zertifizierte World-Cleanup-Kommune, denn nachhaltiges Handeln beginnt vor Ort. Lokale Engagement, Strategien und Initiativen zur Müllvermeidung werden mit genau mit diesem Zertifikat gewürdigt.

Auch gerade wegen der anstehenden Kürzung der Gelder für das Programm „Saubere Stadt“ wolle man sich nicht entmutigen lassen, dem Müll im Bezirk den Kampf anzusagen, so Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. Und diese Anstrengung geht nur gemeinsam – zusammen mit Initiativen, Vereinen und ehrenamtlichen Engagement.

Impressionen vom Müllfest auf dem Leopoldplatz

  • Bezirksbürgermeister Remlinger im Gespräch mit Bürger_innen
  • Zwei Frau weben mit T-Shirt-Stoff
  • Künstler präsentiert selbstgebautes Instrument
  • Kind bastelt ein Instrument aus Papierrollen und alten Schläuchen
  • Eine Frau füllt einen Fragebogen zu Müll im Kiez aus
  • Künstler mit Müllmandala
  • Zwei Personen, als Zigarettenkippe und To-Go-Becher verkleidet
Urkunden und Medaillen bei der Verleihung der Bezirksverdienstmedaille 2024

Verleihung der Bezirksverdienstmedaille 2024 in Mitte

16. September 2025

Mit der Bezirksverdienstmedaille ehrt das Bezirksamt Mitte von Berlin jedes Jahr Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise ehrenamtlich für das Gemeinwohl eingesetzt haben. In diesem Jahr wurden vier Bürger*innen ausgezeichnet, die mit ihrem außergewöhnlichen Einsatz für Nachbarschaft, Zusammenhalt und Gemeinwohl den Bezirk in besonderer Weise geprägt haben.

Stellvertretend für die Pädagogische Initiative Schillerpark e.V. nahm Hannah Elsche die Medaille entgegen.

Die Bezirksverdienstmedaille 2024 wurde verliehen an:

Frau Hannah Elsche, stellvertretend für die Pädagogische Initiative Schillerpark e.V.

Stellvertretend für die Pädagogische Initiative Schillerpark e.V. nahm Hannah Elsche die Medaille entgegen.
Die Elternschaft des Kinderladens verhinderte durch ihren außergewöhnlichen Einsatz im vergangenen Jahr die Schließung einer der ältesten Einrichtungen dieser Art in Berlin. Nach einer kurzfristigen Kündigung des Mietvertrags organisierten die Eltern nicht nur Protestaktionen und Gespräche mit der Politik, sondern fanden auch neue Räume, akquirierten Gelder, begleiteten die Sanierung und meisterten schließlich den Umzug. So konnte der Kinderladen erhalten bleiben – ein starkes Beispiel für Zusammenhalt, Beharrlichkeit und Einsatz für die Jüngsten im Kiez.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und BVV-Vorsitzende Jelisaweta Kamm verleihen Bruni Wildenhein-Lauterbach die Bezirksverdienstmedaille

Frau Bruni Wildenhein-Lauterbach

Frau Wildenhein-Lauterbach engagiert sich seit Jahrzehnten für die Belange der Bürger*innen, insbesondere im Wedding. Als langjährige Abgeordnete des Wahlkreises setzte sie sich nachhaltig für die Interessen ihres Stadtteils ein. Auch nach Eintritt in den Ruhestand bleibt sie gesellschaftspolitisch aktiv, zuletzt durch die Kampagne „Rettet die Bastion“ im Schillerpark. Mit ihrem Einsatz für den Kiez ist sie ein bleibendes Vorbild für bürgerschaftliches Engagement.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und BVV-Vorsitzende Jelisaweta Kamm verleihen Sven Dittrich die Bezirksverdienstmedaille

Herr Sven Dittrich, stellvertretend für die Initiative „Wir am Leo“

Mit der Initiative „Wir am Leo“ engagiert sich Herr Dittrich seit Jahren für die Verbesserung der Situation am Leopoldplatz. Durch Aufräum- und Reinigungsaktionen, Veranstaltungen sowie Gestaltungsprojekte trägt die Initiative maßgeblich zur Aufwertung des Platzes und zu einer Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders bei. Damit sorgt die Initiative außerdem dafür, dass der Leopoldplatz in den Medien und der Politik Gehör findet.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und BVV-Vorsitzende Jelisaweta Kamm verleihen Siemen Dallmann die Bezirks

Herr Siemen Dallmann

Herr Dallmann hat sich seit über 20 Jahren in vielfältiger Weise ehrenamtlich für den Sprengelkiez und den Bezirk Mitte eingesetzt. Sein Engagement umfasst unter anderem die Arbeit im Quartiersrat Sparrplatz und am Runden Tisch Sprengelkiez, die Mitwirkung in Klima- und Verkehrsarbeitsgruppen, die Herausgabe des Nachbarschaftsblatts „Kiezbote“ sowie sein langjähriges Wirken in der Osterkirchengemeinde. Dort organisierte er unter anderem eine wöchentliche Essensausgabe in Zusammenarbeit mit der Berliner Tafel. Darüber hinaus hat er zahlreiche Initiativen in den Bereichen Seniorenarbeit, Nachbarschaftsförderung und Kultur unterstützt und geprägt.

Alle vier Preiträger*innen der Bezirksverdienstmedaille 2024

Engagement, das Mitte bewegt

Die vier Ausgezeichneten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement im Bezirk Mitte ist: von frühkindlicher Bildung über Stadtteilpolitik und Nachbarschaftsinitiativen bis hin zu Klima- und Seniorenarbeit. Sie alle verbindet, dass sie mit Herz, Ausdauer und Kreativität ihren Kiez gestaltet haben – und damit Berlin-Mitte ein Stück lebenswerter machen.

Wir gratulieren herzlich und sagen Danke!

Schild mit Vorher-Nachher-Fotos des Weddingplatzes

Der neu gestaltete Weddingplatz ist eröffnet!

10. September 2025

Gemeinsam mit Bürger*innen wurde ein neues Konzept für den Weddingplatz erarbeitet, dessen Umsetzung gestern feierlich eingeweiht wurde: Im Bereich der Grünanlage auf dem Weddingplatz und um die Kirche wurden viele neue Sitzmöglichkeiten geschaffen.
Neu mit dabei ist auch ein Brunnen mit Wasserspiel, bestehend aus 13 Düsen.
Außerdem wurden standortgerechte, pflegeleichte Pflanzen sowie 49 neue Bäume gepflanzt.

Auch im Bereich der umliegenden Straßen hat sich etwas getan: Das Wege- und Ordnungsgerüst für die fußläufige Erschließung wurde ausgeweitet sowie gestärkt. Die Reinickendorfer Straße wurde in diesem Zusammenhang verschmälert, die Parkplätze auf 12 Stück reduziert und zur „Spielstraße“ umgewidmet.

Höhere Aufenthaltsqualität für Anwohnende und Gewerbetreibende und ein attraktiver und einladender Ort für das vielfältige Kiezgeschehen – das ist der neue Weddingplatz.

Impressionen der Eröffnungsfeier des neugestalteten Weddingplatzes

  • Sicht auf neu gepflanzte Bäume und Grünanlage auf dem Weddingplatz
  • Neue Grünanlage auf dem Weddingplatz
  • Herr Gothe und Herr Schriner auf der Eröffnungsfeier Weddingplatz
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger spricht auf der Eröffnung der Anna-Lindh-Schule

Feierliche Eröffnung der Anna-Lindh-Grundschule

10. September 2025

Die Anna-Lindh-Grundschule hat endlich ein neues Zuhause. Am 10. September 2025, wurde der neue Schulstandort der Anna-Lindh-Grundschule an der Reinickendorfer Straße feierlich eröffnet. Der Senator für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen, Christian Gaebler, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung, Dr. Torsten Kühne, sowie Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und Bezirksstadtrat Benjamin Fritz haben das neue Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die neue Compartmentschule an der Reinickendorfer Straße ist mit einer 4-zügigen Kapazität für 576 Schülerinnen und Schüler ausgelegt.

Im barrierefreien Schulgebäude sind die allgemeinen Unterrichtsräume in allen Geschossen in Compartments angeordnet. Im Erdgeschoss sind außerdem eine Mensa und ein Mehrzweckraum verortet, darüber befinden sich in den drei Obergeschossen Fachräume, der Verwaltungsbereich und eine Bibliothek. Die Gebäudetechnik im 3. Obergeschoss wird von einem Sichtschutz umgeben. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit einer PV-Anlage bestückt. Auf der Grundlage des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) erhält das Gebäude eine Zertifizierung mit der Qualitätsstufe „Silber“.

Die ebenfalls barrierefreie Sporthalle, die außerschulisch auch durch Vereine genutzt werden kann, besteht aus sechs Hallenteilen, einer Zuschauergalerie jeweils im 1. und 3. OG sowie einem Foyer im Erdgeschoss. Diese wird seit letztem Jahr für den Sportunterricht der Schulen, die sich in der Nähe befinden, genutzt.

Der alte Schulstandort der Anna-Lindh-Grundschule in der Guineastraße 17 musste 2022 aufgrund von Schimmelbefall geschlossen werden. Inzwischen wurde beschlossen, dass das Bestandgebäude grundsaniert und modernisiert wird. Zusätzlich wird ein neues großes Schulgebäude auf dem Gelände der Schule errichtet. Der reguläre Schulbetrieb der Anna-Lindh-Grundschule konnte seit 2022 im Ausweichstandort am Saatwinkler Damm 42 gewährleistet werden. Im Februar 2025 erfolgte der Umzug der Anna-Lindh-Grundschule in den Schulstandort Reinickendorfer Straße. Mit dem Schulgebäude in der Reinickendorfer Straße hat die Schulgemeinschaft der Anna-Lindh-Grundschule einen festen Standort.

  • Senator Geabler spricht auf der Eröffnung der Anna-Lindh-Schule Schule.
  • Außenansicht der neuen Anna-Lindh-Schule
  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger spricht auf der Eröffnung der Anna-Lindh-Schule
  • Bezirksstadtrat Benjamin Fritz spricht auf der Eröffnung der Anna-Lindh-Schule
  • Blick in einen Fachraum der neuen Anna-Lindh-Schule
  • Schüler*innen der sechsten Klasse führen Besucher der Eröffnung durch das neue Schulgebäude
  • Kleine Kunstwerke im neuen Kreativraum der Anna-Lindh-Schule
  • Blick in einen Werkraum der neuen Anna-Lindh-Schule
Künstlerin Rebecca Hawkins spricht auf der Enthüllung der Skulptur Petrified Survivors

Enthüllung der Skulptur "Petrified Survivors"

09. September 2025

„Sexualisierte Gewalt in kriegerischen Konflikten ist die Mutter aller Gewalt gegen Frauen. […] Dieses Denkzeichen soll Haltung zeigen und wirkungsvoll ächten.[…]“. Mit diesen Worten eröffnete Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger im Brüsseler Kiez die feierliche Enthüllung der Skulptur „Petrified Survivors“.

Das Werk der britischen Künstlerin Rebecca Hawkins ist das erste weltweite Denkzeichen für Überlebende sexualisierter Gewalt in Kriegen. Zwei Jahre lang wird die Bronzeplastik auf der Ernst-Friedrich-Promenade in Berlin-Mitte zu sehen sein, bevor sie in die Niederlande weiterzieht.

Unter den Ehrengästen: Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad und die Künstlerin selbst. In enger Zusammenarbeit mit Überlebendengruppen entstanden, vereint die Skulptur Symbole unterschiedlichster Kulturen – von der Würgefeige bis zur weißen Rose – und steht so universell für Solidarität, Stärke und Überleben.

Vom 4. bis 6. November 2025 lädt der Bezirk Mitte außerdem zur internationalen Konferenz „Trauma – Erinnerung – Mahnung“ im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung ein.

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger spricht auf der Enthüllung der Skulptur Petrified Survivors
  • Die Skulptur Petrified Survivors der Künstlerin Rebecca Hawkins steht auf der Ernst-Friedrich-Promenade in Berlin-Mitte
  • Künstlerin Rebecca Hawkins spricht auf der Enthüllung der Skulptur Petrified Survivors
  • Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad spricht zu den Gästen

Verleihung des Ehrenamtspreises 2025

04. September 2025

Der Ballsaal des Ballhauses Wedding in der Wriezener Straße erstrahlte am gestrigen Abend in schönster klassizistischer Pracht, als sich zahlreiche Gäste zur diesjährigen Verleihung des Ehrenamtspreises im Bezirk Mitte im historischen Tanzsaal tummelten und diesen bis auf den letzten Stuhl ausfüllten.

Nach kurzen Ansprachen durch den Gastgeber Robert Bittner, die Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und den stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Soziales und Bürgerdienste, Carsten Spallek ging es auch schon an die Ehrung. Neben den Jubiläumsauszeichnungen für langjährige Ehrenamtliche im Ehrenamtsbüro des Bezirksamtes wurden auch in diesem Jahr drei Organisationen und Vereine geehrt, die sich durch ihr besonderes ehrenamtliches Engagement hervorgetan haben. Die Preisträger*innen des diesjährigen Ehrenamtspreises sind:

Verleihung des Ehrenamtspreises 2025 an Saravanan Ganesan

Saravanan Ganesan hat die gemeinnützige Organisation AFRIW e. V. gegründet, um die Arbeitsbedingungen von Arbeitsmigrant*innen und -migranten in Berlin zu verbessern. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Bekämpfung von Arbeitsausbeutung sowie die Förderung fairer Beschäftigungsmöglichkeiten und Löhne. Durch Forschungsarbeit, rechtliche Beratung und Bildungsangebote setzt er sich dafür ein, dass Migrant*innen und Migranten ihre Rechte kennen und durchsetzen können. Zudem arbeitet er mit deutschen Behörden zusammen, um Missstände aufzudecken und politische Veränderungen anzustoßen.

Verleihung des Ehrenamtspreises 2025 an Filmrausch Moabit e.V.

Filmrausch Moabit engagiert sich seit über 30 Jahren ehrenamtlich für die cineastische Kultur in Berlin-Mitte. Als Betreiber des einzigen Kinos in Moabit, dem „Filmrauschpalast“, bietet der Verein eine Plattform für vielfältige Filmkunst – von klassischen Filmen bis hin zu experimentellen und bildungsorientierten Produktionen. Mit täglich 2 bis 3 Vorführungen, Sonderveranstaltungen im Garten der Kulturfabrik und einer engagierten Gemeinschaft von 74 Mitgliedern fördert der Verein die kulturelle Vielfalt und den sozialen Austausch in der Nachbarschaft. Ohne finanzielle Zuwendungen arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich, um die filmische Kultur für Anwohnende und Besuchende zugänglich zu machen. So bleibt der Filmrausch Moabit e.V. ein lebendiger Treffpunkt für Cineast*innen und Cineasten und Kulturliebhaber*innen in Berlin-Mitte.

Verleihung des Ehrenamtspreises 2025 an die DRK Kleiderkammer

Seit über 20 Jahren engagieren sich Ehrenamtliche in der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes, die ganzjährig mehrere Tausend Bedürftige aus über 50 Ländern mit Kleidung versorgt. Mehrmals wöchentlich nehmen sie Spenden an, sortieren diese und geben sie an Menschen in Not aus – darunter Wohnungslose, Geflüchtete, Rentner*innen und Familien. Sie betreuen die Spendenannahme, -sortierung und -ausgabe, pflegen das Lager und sorgen dafür, dass niemand unversorgt bleibt. Zudem unterstützen sie neue Ehrenamtliche und helfen bei Fragen rund um Integration und Ankommen in Deutschland. Ihr Einsatz ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gemeinschaft und zeigt, wie ehrenamtliche Arbeit Menschen in schwierigen Situationen unterstützt.

Jubilare bei der Verleihung des Ehrenamtspreises 2025

Langjährige Ehrenamtliche des Ehrenamtsbüros im Bezirksamt Mitte, die in diesem Jahr ihr 10- sowie 20-jähriges Jubiläum feiern.

“Ohne Ehrenamt gehts nicht!” – da sind sich alle Beteiligten und Redner*innen einig. Denn das, was das Ehrenamt leistet, kann von Hauptamtlichen nicht abgedeckt werden, findet Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger. Ehrenamt schafft Menschlichkeit, Nähe, ermutigt und unterstützt Menschen in schwierigen Lebenslagen und das über alle Generationen und gesellschaftlichen Gruppen hinweg. Einen gemeinsam formulierten Appell teilten die Redner*innen Bittner, Remlinger und Spallek: “Seien Sie mutig und engagieren Sie sich – das Ehrenamt braucht Menschen wie Sie!”

Gruppenfoto mit neuen Auszubildenden, JAV und Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger

Jetzt gehts los - Ausbildungsstart im Bezirksamt Mitte!

01. September 2025

Für 27 Auszubildende aus sechs Ausbildungsberufen war es am 01. September endlich soweit: Für sie beginnt ein neuer, beruflicher Lebensabschnitt – und das mitten im Herzen Berlins. Auf einer Willkommensveranstaltung zum Ausbildungsstart begrüßte Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger die Nachwuchskräfte im Bezirksamt Mitte und lobte deren Entscheidung, sich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst entschieden zu haben. Denn: Nirgendwo kann man den eigenen Bezirk und Demokratie aktiver mitgestalten, als hier.

Nach einem Kennenlernen und der Vorstellung des Bezirksamtes sowie der Jugend- und Auszubildendenvertretung machten sich die Neuankömmlinge auf zu einer Schnitzeljagd rund ums Rathaus Tiergarten. Noch interaktiver kann man den neuen Arbeitsplatz kaum kennenlernen.

Wir begrüßen alle neuen Auszubildenden ganz herzlich und wünschen ihnen spannenden, informative und schöne Lehrjahre!