Mitte Blog - April 2025

Ein Mitarbeiter des Fischereiamts setzt Hecht-Brütlinge im Seerosenteich im Volkspark am Weinbergsweg aus.

Ein Mitarbeiter des Fischereiamts setzt Hecht-Brütlinge im Seerosenteich im Volkspark am Weinbergsweg aus.

Hechte für den Teich im Weinbergspark

17. April 2025

Gerade einmal rund zwei Zentimeter sind sie lang, doch die kleinen Hecht-Brütlinge sollen den Seerosenteich im Volkspark am Weinberg ordentlich aufmischen. Um die Fischpopulation, vor allem die sich stark ausbreitenden Goldfische, zu reduzieren, haben Mitarbeiter des Fischereiamts rund 400 kleine Hechte in dem kleinen Gewässer ausgesetzt.
Ausgewachsene Hechte erreichen eine Länge von bis zu 100 Zentimetern und sind geschickte Jäger. Die Fischereibehörde möchte durch den Hecht-Besatz das ökologische Gleichgewicht im Seerosenteich verbessern. Leider setzen Menschen immer wieder Aquarienfische dort aus. Weil die Fische oft auch noch von Menschen gefüttert werden, verschlechtert sich vor allem im Sommer die Wasserqualität. Sauerstoffmangel und Algenblüten führen dazu, dass die Fische an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen. Das Gewässer droht “umzukippen”.
Bereits im vergangenen Jahr ließ das Straßen- und Grünflächenamt den Seerosenteich abpumpen und reinigen. Ein Belüftungssystem sorgt von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens für frischen Sauerstoff im Gewässer.
Für diesen Herbst plant das Fischereiamt weitere etwas größere Hechte in den Seerosenteich zu setzen.

Ein Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes verlegt einen Bewässerungsschlauch auf der großen Wiese.

Ein Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes verlegt einen Bewässerungsschlauch auf der großen Wiese.

Oberhalb des Seerosenteichs sprießt derweil schon das zarte Grün junger Grashalme. Dort hatte das Straßen- und Grünflächenamt Anfang April mit der Rasenregeneration der großen Wiese begonnen. Mit schwerem Gerät wurde der Boden umgepflügt und gedüngt. Dank der regelmäßigen Bewässerung durch die Gärtner*innen ist die Saat aufgegangen. Damit sich der strapazierfähige Trockenrasen weiter gut entwickeln kann, bleibt die Wiese voraussichtlich noch bis Ende Mai abgesperrt.

Eine besondere Aktion findet am 22. April vom Weinbergspark statt. Zum Earth Day veranstaltet die Initiative “10119_lebenswert” eine Mitmach-Kunstaktion und ein Cleanup. Mit Fähnchen markieren die Unterstützer*innen den Mikro-Müll auf der Wiese (z.B. Zigarettenkippen, Glasscherben, Kronkorken). Anschließend sammeln sie den Müll ein. So soll der Park nicht nur sauberer werden. Es soll auch ein Hinweis darauf sein, wie selbst kleiner Müll die Natur schädigt. Eine Zigarettenkippe verunreinigt bis zu 60 Liter Grundwasser, die enthaltenen Schadstoffe schädigen den Boden, die Tiere und die Pflanzen.
Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen.
Wann? Dienstag, 22. April, 15 Uhr
Wo? Rondell unterhalb der Wiese an der Plansche (Weinbergsweg 19)

Die BIM-Geschäftsführer Birgit Möhring und Dr. Matthias Hardinghaus auf der Dachterrasse des Hauses der Statistik

Die BIM-Geschäftsführer Birgit Möhring und Dr. Matthias Hardinghaus auf der Dachterrasse des Hauses der Statistik

Neues Leben im Haus der Statistik

Lange Flure mit vielen Türen, Aktenschränke und Schreibtische, dazu der Geruch frischer Farbe – die nüchterne Büro-Atmosphäre ist dennoch eine kleine Sensation. In den Räumen, in die das Finanzamt Mitte derzeit einzieht, befand sich zu DDR-Zeiten die staatliche Zentralverwaltung für Statistik. Nun durfte erstmals die Öffentlichkeit sehen, wie sich der Gebäudekomplex am nordöstlichen Rand des Alexanderplatzes entwickelt hat.
Birgit Möhring und Dr. Matthias Hardinghaus, die Geschäftsführer*innen der Berliner Immobilienmanagement (BIM), führten am 15. April in das bereits fertiggestellte Haus B an der Otto-Braun-Straße. 2022 begann die Sanierung des seit 2008 leerstehenden Komplexes. Die Stahlbeton-Skelett-Konstruktion, die 1970 fertiggestellt wurde, hielt einige Überraschungen bereit. So fehlten wichtige Unterlagen zur Statik des Gebäudes. Als bei der Sanierung auch noch Asbest gefunden wurde, sei das ein „Schockmoment“ gewesen, erinnert sich Birgit Möhring. Die Verkapselung des Schadstoffs hat den Bau um einige Wochen verzögert.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hauses der Statistik

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hauses der Statistik

Stolz ist man bei der BIM nicht nur darauf, viel von der alten Gebäudesubstanz erhalten zu haben. Die Energieversorgung des Komplexes entspricht modernsten Standards mit Photovoltaik und einer Abwasserwärmenutzungsanlage, die das Gebäude im Sommer kühlt und im Winter beheizt. So lassen sich jährlich rund 446 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Wertvolles Regenwasser wird gereinigt und versickert vor Ort – damit folgt das Haus der Statistik dem Ziel der Schwammstadt.
Der Bezirk Mitte ist einer von fünf Kooperationspartnern, die 2015 das Modellprojekt „Haus der Statistik“ auf den Weg gebracht haben. Neben Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) und der Genossenschaft Zusammenkunft Berlin (ZKB) sowie Büros und Räumen für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung wird auf dem Areal auch das Rathaus der Zukunft für den Bezirk Mitte entstehen.

Viele Fenster und schöne Farben – Eröffnung des modularen Ergänzungsbaus an der Charlotte-Pfeffer-Schule

3. April 2025

Die Veranstaltung an der Charlotte-Pfeffer-Schule am Nachmittag des 02. Aprils war ein voller Erfolg: Die Aula bis auf den letzten Platz ausgefüllt, die Schüler*innenband musiziert ausgelassen auf der Bühne, das Publikum wippt begeistert im Takt.

Und es gibt auch allen Grund zur Freude: Der modulare Ergänzungsbau, der auf drei Etagen zwölf Klassen- und acht Teilungsräume zum Lernen, kreativ sein und Spaß haben bietet, wurde feierlich eröffnet. Was den Schüler*innen besonders gut daran gefällt: Die vielen Fenster und die schönen Farben!

Die Bedarfe, die im Rahmen des Lernens und Betreuens heute an eine Schule gestellt werden, sind so vielfältig wie unterschiedlich: Sie reichen von sonderpädagogischer Förderung über Ganztagsbetreuung bis hin zu Therapieangeboten. Gerade deshalb ist es wichtig, in geplanten Modernisierungsmaßnahmen diese Bedarfe mitzudenken, um den Schulalltag sowohl für alle Schüler*innen als auch für Lehrkräfte und Erzieher*innen bestmöglich gestalten zu können.

Neben den Lern- und Betreuungsräumen gibt es außerdem einen Mehrzweckraum, eine Lern- und Gemeinschaftsküche, zwei Pflegeräume und eine Mensa mit 60 Plätzen – ein abgerundetes Raumangebot, das Platz für jede Menge Kreativität, Förderung und auch Gemeinschaft bietet. Gerade das Beisammensein außerhalb des vorgegebenen Lernrahmens der Schule ist für die Schüler*innen besonders wichtig, so die Mitarbeitenden des Fördervereins: Hier kommen Individualität und persönliche Stärken besonders gut zum Vorschein.

Benjamin Fritz, Bezirksstadtrat für Schule und Sport: „Der Bau des Typenbaus MEB GE ist ein sehr gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk Mitte, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Es freut mich sehr, dass die Baumaßnahme zügig abgeschlossen werden konnte. Der Bezirk Mitte kann nun den Schülerinnen und Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf eine wunderbare und moderne Schullandschaft bieten. Es ist großartig, dass nach der Eröffnung des Paradiesgartens im vergangenen Jahr nun der Teil an der Charlotte-Pfeffer-Schule fertiggestellt werden konnte.“

Durch die Aktivierung des Typenbaus erweitert sich die Schulplatzkapazität für Schüler*innen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ der Schule um mindestens 96 Schulplätze.

Impressionen der Eröffnungsfeier

  • Gemeinschaftsraum des modularen Ergänzungsbaus mit Tischkicker und Leinwand.
  • Sportraum des modularen Ergänzungsbaus
  • Eröffnung des modularen Ergänzungsbaus durch Bezirk, Senat, Schulleitung und Schüler.
  • Gemeinschafts- und Lernküche des modularen Ergänzungsbaus
  • Schüler*innen erzählen auf der Bühne der Eröffnungsfeier, was ihnen besonders gut am Neubau gefällt
KarstadtLeo-Außenansicht

Warenhauskonzept 2.0 an der Müllerstraße – ehemaliges Karstadtgebäude ist wieder offen

2 April 2025

Zumindest teilweise, denn: Dem leerstehenden Gebäude in der Müllerstraße wird wieder neues Leben eingehaucht. Den Startschuss für die Neunutzung gab die Eröffnung eines Lebensmitteldiscounters am 02.04. – es waren unter anderem auch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und zahlreiche Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung vor Ort, um sich das Konzept der neuen Nutzung genauer anzusehen.

Seit Anfang des letzten Jahres war der Warenhausstandort geschlossen, die Fläche bisher ungenutzt und leerstehend. Neben Einkaufsmöglichkeiten soll es hier perspektivisch auch Flächen für die künstlerische Nutzung geben. Für den Standort ist das eine neue Chance: Zentral am Leopoldplatz gelegen laufen hier viele gesellschaftliche Fäden zusammen, die den Kiez rund um die Müllerstraße betreffen. Diese Chance gilt es nun zu nutzen: Gerade für die kulturelle Entwicklung des Kiezes wären zentrale Anlaufpunkte besonders wichtig.

  • Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und weitere Vertreter*innen sind bei der Eröffnung des neuen Lebensmitteldiscounters
  • Zu sehen ist ein Karussell auf dem Leopoldplatz. Im Hintergrund ist die Nazarethkirche zu sehen.
  • Der Eingang der U-Bahn Station Leopoldplatz. Im Hintergrund das ehem. Karstadt Gebäude