11. Februar 2025
Es dürfte eine der schnellsten Schulgründungen in Berlin in der jüngeren Geschichte und für absehbare Zeit sein. In nur etwa drei Monaten ist in der Turmstraße 75 ein neues Gymnasium entstanden. Zum Schuljahresbeginn im September 2024 besuchten 105 Schüler*innen erstmals die 7. Klassen des Rosalind-Franklin-Gymnasiums. Nachdem das erste Schulhalbjahr geschafft war, erhielt die Schule nun auch offiziell den Namen. Zur feierlichen Namensgebung am 11. Februar versammelten sich Vertreter der Schüler*innen, des Kollegiums sowie des Bezirks Mitte und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Aula.
Schulleiter Steffen Sladek erinnerte an die britische Forscherin, die dem Rosalind-Franklin-Gymnasium ihren Namen gab. Mit ihren Untersuchungen zum menschlichen Erbgut hat sie wichtige Grundlagen für die moderne Medizin geschaffen. “Ihre wissenschaftliche Neugier, ihre Ausdauer und ihr untermüdliches Streben nach Erkenntnis sind Werte, an denen sich unsere Schülerinnen und Schüler orientieren sollen”, sagte der Schulleiter. Auf den Namen von Rosalind Franklin haben sich Vertreter der Schüler*innen, der Eltern und des Kollegiums in einer demokratischen und gleichberechtigten Diskussion geeinigt.
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, sprach von einem Rekord. “Es zeigt, was gehen kann, wenn alle Gremien an einem Strang ziehen und man pragmatisch und kreativ an Lösungen arbeitet.” Benjamin Fritz, Bezirksstadtrat für Schule und Sport, erinnerte sich, als im Mai 2024 die ersten Ideen diskutiert worden, in den Räumen des Berlin Kollegs für Erwachsenenbildung ein neues Gymnasium einzurichten, um den Mangel an Oberschulplätzen in Mitte zu verringern. “Wir haben einfach gemacht”, sagte Fritz und dankte allen, die die Entstehung des neuen Gymnasiums möglich gemacht haben.
Das Rosalind-Franklin-Gymnasium legt seinen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften, also die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zum Profil gehören außerdem Klimabildung sowie soziales Engagement. Wenn die Schule voll ausgelastet ist, wird sie rund 700 Schüler*innen von der 7. Klasse bis zum Abitur führen.
Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung