Mitte Blog - Februar 2025

Gedenken an die "Fabrik-Aktion" 1943 und den Protest in der Rosenstraße

27. Februar 2025

Am 27. und 28. Februar 1943 wurden innerhalb von wenigen Stunden die zur Zwangsarbeit verpflichteten Jüd*innen in Berlin und ganz Deutschland aus den Fabriken geholt. Es kam zu tausenden Deportationen in Konzentrations- und Todeslager. Unmittelbar nach den Festnahmen protestierten nichtjüdische Ehefrauen in der Rosenstraße in Berlin-Mitte tagelang für die Freilassung ihrer Männer aus dem von den Nationalsozialisten als Gefängnis genutzten Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde. Das NS-Regime gab dem öffentlichen Druck nach. Ein Großteil der Männer, insgesamt rund 2000 Inhaftierte, kam frei.

Zum Gedenken an die “Fabrik-Aktion” lud der Initiativkreis und die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum am Donnerstag zu ein Schweigemarsch vom Mahnmal in der Großen Hamburger Straße zur Skulptur der Bildhauerin Ingeborg Hunziger in der Rosenstraße ein. Bezirksstadtrat Carsten Spallek und Bezirksstadtrat Christoph Keller legten nach einem stillen Gedenken gemeinsam mit den Teilnehmenden weiße Rosen nieder.

Impressionen des Gedenkens an die "Fabrik-Aktion"

  • Gedenken am Mahnmal an der Großen Hamburger Straße
  • Bezirksstadtrat Carsten Spallek und Bezirksstadtrat Christoph Keller beim Schweigemarsch

    Bezirksstadtrat Christoph Keller und Bezirksstadtrat Carsten Spallek

  • Weiße Rose mit Schweigemarsch im Hintergrund

    Weiße Rose mit Schweigemarsch im Hintergrund

  • Denkmal an der Rosenstraße von Ingeborg Hunzinger

    Denkmal an der Rosenstraße von Ingeborg Hunzinger

Kleine Forscher*innen mit großen Ideen - Preisverleihung des Regionalwettbewerbs Berlin Nord von Jugend forscht

21. Februar 2025

Die Freude am Forschen, der eigene Wunsch, die entwickelten Ideen voranzutreiben und nicht zuletzt das Preisgeld – das antworten die Schüler*innen bei der Preisverleihung des Jugend forscht-Wettbewerbs für die Region Berlin Nord, als sie nach ihrer Motivation fürs Mitmachen gefragt werden.

Auch zahlreiche Vertreter*innen des Bezirksamts Mitte waren zur öffentlichen Ausstellung der Projekte sowie zur Preisverleihung vor Ort. Der Bezirksstadtrat für Schule und Sport, Benjamin Fritz, erklärte, dass sein Fachbereich den Ausbau und die stetige Modernisierung der IT- und naturwissenschaftlichen Räume in den Schulen immer weiter vorantreibt und hier auch gerne auf das Wissen und die Anregungen der Schüler*innen zurückgreift.

Auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Carsten Spallek und der Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit wendeten sich mit Grußworten an die Teilnehmenden. Bezirksstadtrat Keller betonte dabei, dass die Forschung und ihr faktenschaffender Charakter eine unentbehrliche Basis für die politische Arbeit darstellt und die Förderung von Nachwuchstalenten gerade deshalb für die Zukunft so wichtig ist. Sowohl er als auch der stellvertretende Bezirksbürgermeister Carsten Spallek lobten Neugier, Forschungsdrang und Ideenreichtum der teilnehmenden Schüler*innen und ermutigten sie, ihre Ziele ehrgeizig weiter zu verfolgen.

In zahlreichen Kategorien, die unter anderem über Arbeitswelt, Biologie, Chemie bis hin zu Technik und Physik reichen, bewertete und prämierte eine Jury die Projekte; die Gewinner*innen ziehen in die nächste Runde des Landeswettbewerbs ein.

Impressionen der Preisverleihung vom Jugend forscht-Regionalwettbewerb Berlin Nord

  • Christoph Keller hält ein Grußwort auf der Preisverleihung des Regionalwettbewerbs Berlin Nord von Jugend forscht

    Christoph Keller hält ein Grußwort auf der Preisverleihung des Regionalwettbewerbs Berlin Nord von Jugend forscht

  • Preismappen der Preisverleihung des Regionalwettbewerbs Berlin Nord von Jugend forscht

    Preismappen der Preisverleihung

  • Mit Schüler*innen besetzte Aula bei der Preisverleihung des Regionalwettbewerbs Berlin Nord von Jugend forscht

    Mit Schüler*innen besetzte Aula bei der Preisverleihung

Dr. Martin Wolff erhielt am 13. Februar 2025 von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Bezirksbürgermeisterin übergibt Verdienstorden an Strategieexperten Dr. Martin Wolff

13. Februar 2025

Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement hat Dr. Martin C. Wolff den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh die höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl.

Die Übergabe der Ordensinsignien erfolgte am 13. Februar 2025 durch Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Balkonsaal des Rathauses Tiergarten. Die Laudatio hielt der Theologe und ehemalige Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte Dr. Bertold Höcker.

Dr. Martin C. Wolff (Jahrgang 1982) ist nationaler Strategieexperte und zivil-militärischer Sicherheitsberater. Als Vorsitzender des Clausewitz Netzwerks für Strategische Studien (CNSS) und Leiter des Internationalen Clausewitz-Zentrums (ICZ) an der Führungsakademie der Bundeswehr trug er als Brückenbauer maßgeblich zur Vernetzung von zivilen und militärischen Verantwortungsträgern bei. Durch seine Arbeit fördert er das strategische Denken in Deutschland und Europa und leistet damit einen essenziellen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Verteidigung und Resilienz.

Im Anschluss an die Verleihung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Bundeswehr, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft über ethische Fragen zu Krieg und Frieden.

Die Laudatio ist hier nachzulesen:

  • Laudatio von Dr. Bertold Höcker anlässlich der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Martin Wolff

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Feierliche Namensgebung des Rosalind-Franklin-Gymnasiums: Bezirksstadtrat Benjamin Fritz, Schulleiter Steffen Sladek und Staatssekretär Dr. Torsten Kühne (v.l.)

Feierliche Namensgebung des Rosalind-Franklin-Gymnasiums: Bezirksstadtrat Benjamin Fritz, Schulleiter Steffen Sladek und Staatssekretär Dr. Torsten Kühne (v.l.)

Feierliche Namensgebung für das Rosalind-Franklin-Gymnasium

11. Februar 2025

Es dürfte eine der schnellsten Schulgründungen in Berlin in der jüngeren Geschichte und für absehbare Zeit sein. In nur etwa drei Monaten ist in der Turmstraße 75 ein neues Gymnasium entstanden. Zum Schuljahresbeginn im September 2024 besuchten 105 Schüler*innen erstmals die 7. Klassen des Rosalind-Franklin-Gymnasiums. Nachdem das erste Schulhalbjahr geschafft war, erhielt die Schule nun auch offiziell den Namen. Zur feierlichen Namensgebung am 11. Februar versammelten sich Vertreter der Schüler*innen, des Kollegiums sowie des Bezirks Mitte und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in der Aula.
Schulleiter Steffen Sladek erinnerte an die britische Forscherin, die dem Rosalind-Franklin-Gymnasium ihren Namen gab. Mit ihren Untersuchungen zum menschlichen Erbgut hat sie wichtige Grundlagen für die moderne Medizin geschaffen. “Ihre wissenschaftliche Neugier, ihre Ausdauer und ihr untermüdliches Streben nach Erkenntnis sind Werte, an denen sich unsere Schülerinnen und Schüler orientieren sollen”, sagte der Schulleiter. Auf den Namen von Rosalind Franklin haben sich Vertreter der Schüler*innen, der Eltern und des Kollegiums in einer demokratischen und gleichberechtigten Diskussion geeinigt.
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, sprach von einem Rekord. “Es zeigt, was gehen kann, wenn alle Gremien an einem Strang ziehen und man pragmatisch und kreativ an Lösungen arbeitet.” Benjamin Fritz, Bezirksstadtrat für Schule und Sport, erinnerte sich, als im Mai 2024 die ersten Ideen diskutiert worden, in den Räumen des Berlin Kollegs für Erwachsenenbildung ein neues Gymnasium einzurichten, um den Mangel an Oberschulplätzen in Mitte zu verringern. “Wir haben einfach gemacht”, sagte Fritz und dankte allen, die die Entstehung des neuen Gymnasiums möglich gemacht haben.

Das Rosalind-Franklin-Gymnasium legt seinen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften, also die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zum Profil gehören außerdem Klimabildung sowie soziales Engagement. Wenn die Schule voll ausgelastet ist, wird sie rund 700 Schüler*innen von der 7. Klasse bis zum Abitur führen.

Weitere Informationen gibt es in der Pressemitteilung