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11. November 2019: Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

Am 11. November haben das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte gemeinsam an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 erinnert. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Tiergarten, des Lessing-Gymnasiums, der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und des Französischen Gymnasiums fanden an vier Orten in Mitte Gedenkveranstaltungen statt.

Um 14 Uhr versammelten sich mehr als 350 Gäste im Grips-Theater. Unter ihnen war auch Benjamin Gidron aus Israel als Ehrengast des Bezirksamtes.

Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule

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Jugendliche aus Moabit und der Verein Tanz Theater Dialoge haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Schicksal der jüdischen Familie Meyerowitz auseinandergesetzt, die zur Zeit des Nationalsozialismus in Berlin lebte. Mit Hilfe von Orignaldokumenten aus der Zeit erzählten die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne das Schicksal von Helene und Martin Meyerowitz unter dem Titel “Ob ich noch einmal wiederkomme”. Bezirksstadträtin Sabine Weißler würdigte die Kontinuität der gemeinsamen Erinnerungsarbeit von Schülern und Lehrern der Theodor-Heuss-Schule.

Güterbahnhof Moabit

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An der Gedenkstätte Güterbahnhof Moabit erinnerten Bezirksstadträtin Sabine Weißler und Bezirksverordnetenvorsteher Frank Bertermann gemeinsam mit Vertretern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an die rund 30.000 Menschen, die von dort aus in die Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Zum Abschluss sang die Kantorin Esther Hirsch das Requiem “El male rachamim”.

Jüdisches Krankenhaus

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Gedenken am Jüdischen Krankenhaus mit Worten des Gedenkens von Bezirksstadtrat Ephraim Gothe und Ralf Wieland, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses. Beiträge der Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums und die Moabiter Blechbläser begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

Gedenkstätte Siegmunds Hof 10

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Am Denkmal Siegmunds Hof 10 erinnerten Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Tiergarten, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und Bezirksstadtrat CarstenSpallek an die Pogromnacht vor 81 Jahren: “Wir müssen uns erinnern und damit verhindern, dass es sich wiederholt!”

Mahnmal Levetzowstraße

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Am Morgen des 11. November weihten Bezirksstadträtin Sabine Weißler, Sigmount Königsberg, der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Prof. Wendel das neu gestaltete Mahnmal an der Levetzowstraße ein. Mittags erinnerten Bezirksstadträtin Ramona Reiser und Sigmount Königsberg gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Französischen Gymnasiums an die ehemalige Synagoge, die auf dem Gelände stand und die zur Zeit des Nationalsozialismus als Sammellager für die Berliner Juden genutzt wurde, von wo aus viele von ihnen deportiert und ermordet wurden.

Gedenkveranstaltung im Grips-Theater

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Im Grips-Theater fanden sich am Nachmittag die Vertreterinnen und Vertreter der vier beteiligten Schulen zur großen Abschlussveranstaltung zusammen. Mit Musik, Texten und Aufführungen erinnerten die jungen Leute an das Grauen der Vergangenheit und spannten den Bogen in die heutige Zeit, in der Rassismus, Ausgrenzung und Antisemitismus. Professor Benjamin Gidron aus Israel war als Ehrengast des Bezirksamt Mitte zu der Veranstaltung eingeladen. In seiner Ansprache erinnerte er an seine Vorfahren, die während des Nationalsozialismus in Berlin lebten und von denen fast 30 ermordet wurden. Der Verein “Sie waren Nachbarn” hat sich zur Aufgabe gemacht, das Schicksal der Juden aus Moabit in Erinnerung zu halten und den Kontakt zu Prof. Gidron geknüpft. Seine Rede ist hier nachzulesen.

Rede von Prof. Benjamin Gidron am 11. November 2019 im Grips Theater

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