Energetisches Quartierskonzept Eichkamp / Heerstraße

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Die Vertragsparteien nach Unterschrift vor dem Haus Eichkamp
Bild: Reiner Freese

Die AG Energie der Siedlervereine und Vattenfall Energy Solutions haben das Vorhaben weiterentwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt wird eine Sanierungsmanagerin, gefördert nach KfW-Programm 432 das Projekt weiter voranbringen.

Die Sanierungsmanagerin Sabine Drewes erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch. Zu den Kontaktdaten

Aus alt mach klimafreundlich: Vattenfall, Bezirksamt und Anwohner entwickeln gemeinsam CO2-sparendes Wärmekonzept für Bestandsquartier

Die Vattenfall Energy Solutions GmbH ist neuer Partner der Siedlungsvereine Eichkamp und Heerstraße. In einem Kooperationsprojekt wird die Wärmeversorgung in den vielfach denkmalgeschützten Quartieren zu einem weitgehend regenerativen System umgebaut. Es ist das erste Bestandsquartier in Berlin, in dem Vattenfall ein neues Nahwärmenetz zur energetischen Sanierung errichtet. Das Vorhaben wird vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Die Grünen) hat einen KfW-Förderantrag für das Sanierungsmanagement in den beiden Quartieren unterzeichnet. Mit den beantragten Fördergeldern wird ein unabhängiger Sanierungsmanager finanziert, der das Projekt begleitet und die Bewohner zu Maßnahmen an den Gebäuden und dem Anschluss an das geplante Nahwärmenetz berät.

Bezirksstadtrat Schruoffeneger erklärt: „Die Projektbeteiligten haben sich vorbildlich für eine fossilfreie Wärmeversorgung engagiert, das ist genau der richtige Weg zur Erreichung der Berliner Klimaschutzziele. Das Bezirksamt steht gerne als Unterstützer von Vattenfall und den Siedlervereinen bereit.“ Sobald der Antrag genehmigt ist, geht das in mehreren Ausbauschritten geplante Vorhaben in die erste Phase. Begleitet wird die Umsetzung durch ein gemeinsames Forschungsprojekt zwischen Vattenfall und der TU Berlin.

Uta Bauer und Ulrich Bogner, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Energie beider Siedlervereine: „Bereits im Jahr 2016 haben wir, die Siedlervereine Eichkamp und Heerstraße, ein Energiekonzept für die beiden Siedlungen erstellen lassen. Vattenfall hat sich nach mehreren Gesprächen als Wunschpartner zur klimafreundlichen Umgestaltung des Gebiets erwiesen“.

Jan Grundmann, Innovationsmanager bei der Vattenfall Energy Solutions GmbH: „Wir sind beeindruckt von dem großen Engagement der Bürger, mit dem sie ihre Vorstellungen zur energetischen Umgestaltung ihrer Quartiere vorangetrieben haben. Gern nehmen wir als Anbieter von dezentralen Energielösungen die Herausforderung an, das in weiten Teilen denkmalgeschützte Gebiet mit einer lokalen, klimafreundlichen Nahwärmelösung zu versorgen.“

Die Quartiere zeichnen sich neben den knapp 1.000 Haushalten durch große Wärmekunden wie Schulen und Sportanlagen aus. Als erster Schritt ist geplant, in diesem Umfeld möglichst viele Haushalte über ein lokales Wärmenetz zu versorgen. In weiteren Schritten wird das Netz verdichtet und ausgebaut sowie um weitere dezentral einspeisende regenerative Energiequellen wie beispielsweise Solarthermie ergänzt.

In Zusammenarbeit mit dem Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin wird das Netz simuliert und die notwendige Digitalisierung für dezentrale Einspeiser ausgelegt. Die letzte Ausbaustufe sieht ein Heizwerk vor, das mit regionaler Biomasse aus Holzhackschnitzeln betrieben wird. Bei vollständiger Umsetzung des geplanten Vorhabens liegt die CO2-Einsparung bei bis zu 80 Prozent gegenüber der heutigen Wärmeversorgung. Die Projektlaufzeit beträgt insgesamt acht bis zehn Jahre.

Projektinformationen

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Bild: Fridolin Freudenfett

Für die Siedlungen Eichkamp und Heerstraße wird untersucht, ob neue Wege in eine autarke Energieversorgung auf der Basis regenerativer Energien gegangen werden können. Das Vorhaben wird durch eine gemeinsame Energie-AG der beiden ansässigen Siedlervereine vorangebracht.

Das Bezirksamt begleitet das Projekt mit großem Interesse. Im Rahmen der Förderung der KfW-Bank tritt das Bezirksamt als Antragsteller auf, der die erhaltene Förderung weiterleitet. Die bezirklichen Liegenschaften im Umfeld der Siedlungen werden daraufhin untersucht, ob sie sich ebenfalls an ein entsprechendes Wärmenetz anschließen lassen können.

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