148. Kiezspaziergang am 12.4.2014

Vom Nollendorfplatz zum Bikini-Haus

Link zu: Reinhard Naumann und Angelika Schöttler, 12.4.2014, Foto: KHMM
Reinhard Naumann und Angelika Schöttler, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Treffpunkt: Nollendorfplatz an der Einmündung Maaßenstraße vor Kaisers
ca. 1,4 km

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Herzlich willkommen zu unserem 13. Kiezspaziergang.
Es ist der zweite gemeinsame Kiezspaziergang mit meinem Amtskollegen, Herrn Naumann aus Charlottenburg-Wilmersdorf.
Wir starten hier am Schöneberger Nollendorfplatz und werden dann nach Überschreitung der Bezirksgrenze in Charlottenburg-Wilmersdorf am Bikini-Haus enden.

Link zu: Kartenskizze
Kartenskizze
Bild: Bezirkssamt

Interessant ist dabei, dass das Gebiet rund um den Nollendorfplatz und den Wittenbergplatz zum sogenannten Kielgan-Viertel gehörte und auf Charlottenburger Gebiet lag. Erst 1938 – als es berlinweit Begradigungen der Bezirksgrenzen gab und es auch zu größeren Gebietsveränderungen kam – wurde Schöneberg um dieses Gebiet erweitert. Ich hoffe, der Kollege Naumann trägt es mir nicht nach.
Zurück zur Gegenwart:
Als das „neue“ Bikini-Haus vor gut einer Woche eröffnet wurde, geschah dies mit großem Medienecho. Egal, ob in der Presse, im Radio oder in der Berliner Abendschau – stets fiel der Begriff „Aufwertung der City West“ ! Darüber wird Herr Naumann später informieren.
Der erste Teil des Spazierganges wird sich schwerpunktmäßig mit dem Thema
„Entwicklung des östlichen Eingangs in die City West“ beschäftigen.
Denn der Eingang in eine „gute Stube“ ist sicherlich genauso wichtig wie die „gute Stube“ selbst. Der Straßenzug Kleiststraße – Tauentzienstraße ist der östliche Eingang in die „gute Stube“ City West.
Unter dem Begriff „Regionalmanagement City West“ arbeiten der Kollege Naumann und ich seit geraumer Zeit zusammen, um das gesamte Gebiet, das sich im Prinzip von hier über die Gedächtniskirche bis zum Ernst-Reuter-Platz erstreckt aufzuwerten. Das Gebiet besitzt ein großes Potenzial: als Wohnstandort, als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, als Einzelhandelsstandort und natürlich auch als Ziel für fast jeden Touristen, der Berlin besucht.
Das Förderprogramm „Aktive Zentren“, in das Mittel des Bundes und des Landes fließen, dient dazu, die öffentlichen Räume attraktiver zu gestalten. Dabei sollen in enger Kooperation mit dem „Regionalmanagement City West“ die Anrainer wie öffentliche und private Unternehmen, Gewerbetreibende, Haus- und Wohnungseigentümer beteiligt werden und im Idealfall auch Verantwortung übernehmen.
Für den gemeinsamen Kiezspaziergang mit dem Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksbürgermeister Herrn Naumann haben wir uns vorgenommen, Orte zu zeigen, an denen eine Aufwertung bereits stattgefunden hat, aber auch Orte kennzulernen, an denen eine Aufwertung noch aussteht bzw. geplant ist

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Sehr geehrte Damen und Herren!
Herzlich willkommen zu unserem 148. Kiezspaziergang in Charlottenburg-Wilmersdorf. Da wir inzwischen gemeinsam mit unserem Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg ein Regionalmanagement betreiben, haben wir heute zum zweiten Mal einen gemeinsamen Kiezspaziergang verabredet.
Auf dem Weg zum Breitscheidplatz werden wir unter anderem einige Schwerpunkte des gemeinsamen Regionalmanagements vorstellen. Und zum Schluss wollen wir am Breitscheidplatz das neue Bikini-Haus besuchen, das vor einer Woche eröffnet wurde und große Schlagzeilen gemacht hat.
Bevor wir beginnen, möchte ich Ihnen den nächsten Treffpunkt für den Charlottenburg-Wilmersdorfer Kiezspaziergang mitteilen. Es ist wie immer der zweite Samstag des Monats, also der 10. Mai, um 14.00 Uhr. Und da wir an diesem Mai-Wochenende unser Fest der Nationen auf dem Prager Platz feiern, möchte ich Sie dorthin führen. Wir starten am Bahnhof Zoo an der Hardenbergstraße unter der großen Normaluhr.
Es wird also gewissermaßen von unserem heutigen Ziel aus einfach weitergehen, vom Hardenbergplatz in Charlottenburg zum Prager Platz in Wilmersdorf. Das ist die Strecke, die Erich Kästners Emil damals, 1927, noch mit der Straßenbahn gefahren ist. Der Weg wird uns über den Joachimstaler Platz und am ehemaligen Joachimsthalschen Gymnasium vorbei führen. Ich habe die Bürgermeisterin von Joachimsthal, Gerlinde Schneider, eingeladen, uns zu begleiten. Sie wünscht sich, dass der Joachimstaler Platz bald das “h” zurück erhält, das zu Joachimsthal gehört, dem Ort in der Uckermark, nach dem das Gymnasium, die Straße und der Platz einmal benannt worden sind.
Auf dem Prager Platz feiern wir am Freitag, dem 9. Mai, von 15 bis 23 Uhr, am Samstag von 13 bis 23 Uhr und am Sonntag, dem 11. Mai, von 13 bis 22 Uhr unser 29. Fest der Nationen. In diesem Jahr ist China das Partnerland des Festes.
Anlass ist das 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin-Peking und unsere freundschaftliche Beziehung zum Innenstadtbezirk Dongcheng von Peking. Deshalb gibt es beim Fest der Nationen mit Unterstützung der chinesischen Botschaft einen chinesischen Schwerpunkt – kulinarisch und künstlerisch. Auf dem Weg vom Bahnhof Zoo zum Prager Platz werden wir feststellen, dass die deutsch-chinesische Beziehung in Charlottenburg schon eine lange Tradition hat, die bis ins Deutsche Kaiserreich zurückreicht.
Ich freue mich, dass wir jetzt in Schöneberg zu Gast sein dürfen, und Frau Schöttler hat schon darauf hingewiesen, dass der Kiez, durch den wir jetzt gehen werden, bis 1938 zu Charlottenburg gehörte. Das Gebiet zwischen Nollendorfplatz, Wittenbergplatz und Lützowstraße war als “Kielgan-Viertel” bis 1938 Teil von Charlottenburg.
Es wurde nach dem Gärtnerei- und Gutsbesitzer Georg Friedrich Kielgan benannt, der von 1807 bis 1876 lebte, große Ländereien in der Nähe des heutigen Nollendorfplatzes besaß und diese seit 1867 mit Villen und Mietshäusern bebauen ließ.
Im Zuge einer Gebietsreform in Berlin kam das Viertel 1938 zum damaligen Bezirk Schöneberg, heute Tempelhof-Schöneberg, und wir haben beide nicht die Absicht, daran etwas zu ändern.

Link zu: An der Maaßenstraße, 12.4.2014, Foto: KHMM
An der Maaßenstraße, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

Begegnungszone Maaßenstraße
Soviel vorab. Lassen Sie uns nun einen Blick in die Maaßenstraße werfen. Hier vollzieht sich gerade eine interessante Entwicklung. Sie sehen quirliges, lebendiges Großstadtleben. Zwischen Nollendorfplatz und dem dort hinten liegenden Winterfeldtplatz gibt es eine große Zahl von Cafes, Restaurants, Kneipen und Bars. Fast alle gastronomischen Einrichtungen bieten die Möglichkeit der Bewirtung im öffentlichen Straßenland. Viele Touristen und Touristinnen, aber auch Berliner und Berlinerinnen aus allen Bezirken halten sich in dem gesamten Viertel – im Prinzip zu allen Tages- und Nachtzeiten – auf und nutzen den Kiez als Vergnügungs- und Ausgehviertel.
Daraus entstehen naturgemäß Konflikte, denn es ist eben auch ein von den Anwohnern und Anwohnerinnen geschätzter Wohn-Kiez.
Das Bezirksamt ist deshalb seit Ende 2012 mit den Kiezbewohnern und Bewohnerinnen im Dialog, um die Situation zu verbessern. Dabei waren das Stadtentwicklungsamt, das Ordnungsamt und das Tiefbauamt beteiligt. In mehreren Bürger-Versammlungen wurde immer wieder beklagt, dass sich die Außengastronomie immer weiter ausdehnt und damit der Freiraum für Fussgänger und Radfahrer zunehmend eingeschränkt wird. Ebenso gab es Beschwerden über den KFZ-Verkehr, der die Straße zu schnell, zu laut und zu rücksichtslos nutzt.
Mit vielen Maßnahmen, wie intensive Gespräch mit den Gastronomen, Markierungen auf den Gehwegen, die die für Tische und Stühle erlaubte Fläche kennzeichnen, Geschwindigkeits-Begrenzungs-Markierungen auf der Straße wurden erste Erfolge erzielt. Darüber hinaus werden Erlaubnisse für neue Gastronomie-Betriebe nicht erteilt.
Parallel dazu ist die Maaßenstraße als
„Pilotprojekt Begegnungszone Maaßenstraße“ ausgewählt worden.
In Berlin werden zunächst in drei Straßen die Ideen einer „Begegnungszone“ umgesetzt (auch Bergmannstraße in Kreuzberg und Check-Point-Charlie in Mitte).
Dies geschieht im Rahmen der berlinweiten „Fußverkehrsstrategie für Berlin“ , die in Verantwortung und unter Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelt und umgesetzt wird.
Die Maaßenstraße wird die erste Straße sein, in der in Berlin die Idee einer Begegnungszone umgesetzt wird.
Als Ziele sollen dabei erreicht werden:
vorhandene Gehwege sollen erhalten und für eine Nutzung – auch ohne Konsumzwang – erweitert werden
Das Überqueren der Fahrbahn soll gefördert und sicherer werden
Fuß- und Radverkehr sollen getrennt werden
Die Geschwindigkeit der Autos soll auf maximal 20 km/h beschränkt werden.
Es soll eine optische Unterscheidung der Begegnungszone von übrigen Straßen geben.

Die Planungen für die Umgestaltung der Maaßenstraße zwischen Winterfeldtplatz und Nollendorfplatz sind so weit fortgeschritten, dass die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen sollen. An der Planung sind die Betroffenen umfassend beteiligt worden. Die Ergebnisse mehrerer Bürgerversammlungen, einer vierwöchigen Online-Beteiligung, eines Runden Tisches der Gewerbetreibenden, der Begehung durch den Blinden und Sehbehinderten-Verband und mehrtägiger Workshops mit Kindern und Jugendlichen sind in die Planung eingeflossen.
Im Prinzip wird nach dem Umbau die Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen eingeschränkt sein. Die Einmündung in die Maaßenstraße wird verkleinert. Der trennende Mittelstreifen wird entfallen. Die Geschwindigkeit auf 20 km/h begrenzt. Die Parkplätze fallen weg. Damit erweitern sich die Aufenthaltsflächen für Fußgänger erheblich. Die gewonnenen Flächen werden so gestaltet, dass sie zum Aufenthalt einladen.
Insgesamt bietet das Pilotprojekt für den Kiez die Chance einer städtebaulichen Aufwertung.
Ich gehe davon aus, dass im Ergebnis die Lebensqualität für alle steigt. Insbesondere die Anwohner und Anwohnerinnen werden von Durchgangsverkehr entlastet und erhalten größere öffentliche Aufenthaltsflächen.
Insofern bin ich froh, dass die Maaßenstraße berlinweit die erste „Begegnungszone“ wird.

Link zu: Goya, 12.4.2014, Foto: KHMM
Goya, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Goya
Dieses Gebäude ist das wohl markanteste Gebäude am Nollendorfplatz.
Es entstand in den Jahren 1905/1906 zeitgleich mit dem Bau der ersten Hochbahnlinie.
Die Fassade wirkt zum Teil klar strukuriert, zum Teil wirkt sie aber auch sehr verspielt und vielfältig gestaltet. Es ist eine Mischung aus Elementen der Moderne und des damals ausklingenden Jugendstils.
Wegen dieser uneinheitlichen und pompösen Fassadendekoration wurde das Erscheinungsbild des Hauses bereits zur Fertigstellung in der Öffentlichkeit kritisiert.
Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.
Seit 1997 steht es unter Denkmalschutz.
Zunächst trug das Haus den Namen Neues Schauspielhaus.
In dem Haus befanden sich ein Theater mit 1108 Plätzen und der ‚Mozartsaal‘, der vollständig mit Mahagoni ausgekleidet war und als Konzertsaal genutzt wurde.
Es war zunächst ein Haus der „leichten Muse“. Lustspiele und Operetten kamen hier zur Aufführung.
In den Jahren 1927 bis 1928 übernahm Erwin Piscator die Leitung des Hauses. Unter seiner Leitung spielten u.a. Tilla Durieux.
George Grosz gestaltete Bühnenbilder und Programmhefte und Bertolt Brecht arbeitete hier als Dramaturg.
An Erwin Piscator erinnert eine Tafel aus dem Berliner Gedenktafelprogramm (rechte Seite der Fassade).
Im weiteren Verlauf der Geschichte gab es immer wieder unterschiedliche und wechselnde Nutzungen für Operettenaufführungen, Konzerte, Kinovorführungen, Tanzsaal oder Diskothek.
Nach Entwürfen des Architekten Hans Kollhoff wurde das Haus sehr aufwändig zum Speise- und Tanzclub umgebaut und erhielt den Namen Goya.
Diese Geschäftsidee trug jedoch nicht, so dass bald Insolvenz angemeldet werden musste.
Heute wird das Goya als exklusiver Veranstaltungsort für unterschiedliche Anlässe genutzt.

Regenbogenkiez
Bereits in den zwanziger Jahren gab es in diesem Teil von Schöneberg, also dem Gebiet um die Fuggerstraße, Motzstraße und den Nollendorfplatz Tanzlokale für Herren und es begann die Geschichte des ersten Schwul-lesbischen Bezirkes im Westen der Stadt.
Trotz der strengen Moralvorstellungen im Kaiserreich und auch in den 1920ern Jahren war hier vieles möglich, was gesetzlich verboten war.
Besondere Berühmtheit hatte das Lokal „Eldorado“ Hier verkehrten Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich, Claire Waldorff oder Wilhelm Bendow. Es war der Hauptanziehungspunkt für Schwule und Lesben nicht nur in Berlin. Ein jähes Ende fand diese „Freiheit“ nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Binnen kürzester Zeit wurden die “anrüchigen” Lokale geschlossen, viele der Schwulen und Lesben verfolgt und in Konzentrationslager deportiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in diesem Kiez wieder schwul-lesbisches Leben. Zunächst nur zaghaft – es gab immer noch den Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches – aber nach und nach mit immer größerem Selbstbewusstsein und Selbstverständlichkeit. Heute gibt es hier nicht nur schwul-lesbische Kneipen, sondern auch Friseure, Blumenläden, Boutiquen, Reisebüros und Hotels, die sich gezielt an ein homosexuelles Publikum richten – eben einen Regenbogenkiez.
Jährlich an einem Wochenende im Juni findet hier im Kiez das lesbisch-schwule „Motzstraßenfest“ statt, das mit einer Mischung aus Informationsständen gleichgeschlechtlicher Gruppen, Show-Bühnen sowie Imbiss- und Verkaufsbuden tausende Besucher und Besucherinnen anzieht und sich zu einer internationalen Touristenattraktion entwickelt hat.
Viele Organisationen bzw. Vereine haben hier ihren Sitz. U.a. der LSVD (Lesben und Schwulenverband Deutschlands), Maneo und Mann-o-Meter.
Sie treten für die Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen ein. Sie werben für Toleranz und Akzeptanz, informieren, beraten und bieten Hilfe.

Gedenktafel
Ich habe es vorhin schon gesagt: Die Homosexuellen zählten neben vielen anderen ebenfalls zu den Verfolgten des Nazi-Regimes. An diese dunkle Zeit und die vielen Verfolgten und Ermordeten erinnert die Gedenktafel dort drüben rechts neben dem Eingang zum Bahnhof Nollendorfplatz.
Der Rosa Winkel war ein Symbol, das während der Zeit des Nationalsozialismus benutzt wurde, um männliche Häftlinge in Konzentrationslagern zu identifizieren, die wegen ihrer Homosexualität dorthin verschleppt worden waren. Jeder Häftling musste eines der Abzeichen in den Konzentrationslagern an seiner Jacke tragen, dessen Farbe ihn einer der verfolgten Gruppen zuordnete.
Die Gedenktafel ist vor Kurzem beschmiert worden. An dieser Stelle will ich nochmals der BVG danken, die für eine schnelle Reinigung sorgte.
Anlässlich des Motzstraßenfestes gibt es alljährlich an dieser Gedenktafel eine parteiübergreifende Gedenkfeier.

Link zu: Stele, 12.4.2014, Foto: KHMM
Stele, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Stele
Die Stele wurde von dem Künstler Salome, der u.a. als Mitglied der Künstlergruppe „Junge Wilde“ bekannt wurde, entworfen.
Sie vereint zwei Symbole.
Zuerst den Rosa Winkel, der ursprünglich zu Stigmatisierung diente, aber in den 1970er Jahren zum 1. internationalen Zeichen der Schwulenbewegung wurde.
Das zweite Symbol ist die Regenbogenflagge. Sie ist heute das 2. internationale Zeichen nicht nur der Schwulen und Lesben, sondern der gesamten Queer Community. Sie steht für gleiche Bürgerrechte, für eine Demokratie der Geschlechter und eine Demokratie der Sexualitäten.
Die Regenbogenflagge wurde 1978 von dem Amerikaner Gilbert Baker geschaffen. Wobei das Rot das Leben symbolisiert, Orange die Gesundheit, Gelb die Sonne, Grün die Natur, Blau die Kunst und Violett den Geist.
Die Stele wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Regenbogenfonds um Herrn Gerhard Hoffmann und mit Unterstützung des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung aufgestellt. Zunächst stand sie drüben auf der Mittelinsel. Nach einer Restaurierung im Jahr 2007 erhielt sie diesen Standort.

Einmündung Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße
Wie sie sehen, ist diese Straße erst vor Kurzem (am 17. Dezember 2013) umbenannt worden.
Die Umbenennung erfolgte auf Initiative der Tempelhof-Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung.
Karl Heinrich Ulrichs (1825 bis 1895) war ein deutscher Jurist, Journalist, Verleger und – deshalb wurde die Straße nach ihm benannt – ein Pionier der Sexualwissenschaft und der erste bekannte Vorkämpfer für die rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen.
Bereits 1867 forderte er auf dem Deutschen Juristentag die Abschaffung antihomosexueller Gesetze.
Karl von Einem lebte von 1853 bis 1934, war Offizier und von 1903 bis 1909 Kriegsminister.
In einer Reichstagsdebatte im November 1907 äußerte er sich zu Homosexualität von Offizieren:
„… mag dem sein, wie ihm wolle, ein solcher Mann darf nimmer Offizier sein.“
Und weiter an alle homosexuellen Offiziere der Preußischen Armee:
„… nimm deinen Abschied, entferne dich, denn du gehörst nicht in unsere Reihen! Wird er aber gefasst, … so muss er vernichtet werden“!
Ich bin sehr froh darüber, dass Karl Heinrich Ulrichs mit der Straßenbenennung die lange verdiente Würdigung erhält und der Name Einem aus dem Tempelhof-Schöneberger Straßenbild verschwindet.
Die Straßenumbenennung bezieht sich zunächst nur auf den Schöneberger Teil der Straße. Im weiteren Verlauf der Straße gehört diese zum Bezirk Mitte, der in eigener Zuständigkeit tätig werden muss. Dort haben Bürger Widerspruch gegen die Umbenennung eingelegt. Über die Widersprüche ist noch nicht entschieden.

Mann-o-meter -Pflanzaktionen
Inspiriert durch die Aktion des Tagesspiegels “saubere Sache” hat sich im Jahr 2011 bei Mann-o-meter e.v eine Gruppe gefunden, die in ehrenamtlichem Engagement die Beete rund um den Nollendorfplatz pflegt. Unterstützt durch das Grünflächenamt des Bezirks gibt es saisonale Pflanzaktionen. Um die regelmäßige Pflege kümmert sich die Gruppe.

Nollendorfplatz
Von dieser Seite aus hat man einen guten Blick auf den gesamten Nollendorfplatz. Der Nollendorfplatz entstand als Teil des sogenannten „Generalszuges“.
Der Generalszug basierte auf Planungen des königlich-preußischen Generalgartendirektors Peter Joseph Lenné (1789–1866) und auf dem Hobrecht-Plan (James Hobrecht) von 1862, einem umfassenden Bebauungsplan, der die bauliche Entwicklung des Gebietes rund um die damalige Stadt Berlin ordnen sollte. Wie sie wissen, wurden die damalige Stadt Berlin und die Städte und Gemeinden, die vor den Toren Berlins lagen, erst 1920 zum Groß-Berlin heutiger Größe. um die Stadt Berlin. Die Notwendigkeit ergab sich aus der Industrialisierung und der wachsenden Bevölkerung vor den Toren Berlins. Der Hobrecht-Plan sollte die Führung von Ring- und Ausfallstraßen und die Bebauung der Städte Berlin und Charlottenburg und fünf umgebender Gemeinden für die kommenden fünfzig Jahre regeln.
Es entstanden eine Folge von Straßen und Plätzen, die im 19. Jahrhundert in den heutigen Ortsteilen Schöneberg und Kreuzberg ausgebaut wurden.
Die Bezeichnungen der einzelnen Abschnitte beziehen sich auf Heerführer und Schauplätze aus den Befreiungskriegen 1813–1815 gegen Napoleon.
Der Nollendorfplatz erhielt seinen Namen am 27. November 1864. Er erinnert an die für das Königreich Preußen siegreiche Schlacht bei Kulm und Nollendorf (heute in Tschechien) Ende August 1813.
Kommandierender General war Friedrich von Kleist, der nach dem Sieg den Adelstitel Graf mit dem Beinamen ‚von Nollendorf‘ erhielt; er ist Namensgeber der Kleiststraße, auf der wir hier stehen. In die andere Richtung heißt die Straße Bülowstraße, benannt nach General Friedrich Wilhelm von Bülow.
In seiner ursprünglichen Form war der Nollendorfplatz als Kreisverkehr angelegt.
In den 1960er und 1970er Jahren gab es andere Vorstellungen von Städteplanung und städtischer Lebensqualität. Der Westteil Berlins wurde an vielen Stellen zur autogerechten Stadt umgebaut. Dem fließenden Verkehr hatte sich alles unterzuordnen. So auch hier rund um den Nollendorfplatz
Der Nollendorfplatz ist deshalb in seinem jetzigen Zustand nur noch wenig als „Platz“ wahrzunehmen.
Der Stadthistoriker und Publizist Karl Scheffler wird gern mit dem seinerzeit kritisch gemeinten Satz zitiert:
„Berlin ist dazu verdammt: immerfort zu werden und niemals zu sein.“ Karl Scheffler (1896 – 1951) Aus: Berlin – ein Stadtschicksal / 1910.
Ich denke, das gilt heute immer noch und ich bin froh darüber, dass es so ist und damit eine weitere Entwicklung auch wieder in eine andere Richtung möglich sein kann.
Die BVG wird den Bahnhof Nollendorfplatz wahrscheinlich ab 2017 vollständig sanieren.
Die Stadtplaner sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Jahrhundertchance“, im Rahmen dieser Bahnhofs-Sanierung auch den Platz und die Straßenführung neu, zeitgemäßer zu gestalten. Finanziell wäre der Bezirk damit überfordert. Wir werden daher versuchen, mit dem Nollendorfplatz in das berlinweite „Plätzeprogramm“, aufgenommen zu werden. Das Plätzeprogramm ist eines von vielen Sonderprogrammen, mit denen die Senatsverwaltung versucht, bezogen auf ganz Berlin Prioritäten zu setzen und Notwendiges und Sinnvolles zu fördern.
Abschließend noch eine nette Geschichte zum Nollendorfplatz:
1942 verlobten sich Helmut Schmidt und seine Frau Loki auf einer Bank am Nollendorfplatz 1942 mitten in den Kriegeswirren.

Link zu: An der Kleiststraße, 12.4.2014, Foto: KHMM
An der Kleiststraße, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Kleiststraße Nähe Courbierestraße
Ich denke, diese Stelle bietet sich an, etwas über die Hochbahn bzw. U-Bahn zu sagen.
Der Hochbahnhof Nollendorfplatz wurde bereits 1902 als Bahnhof an der ersten Berliner Hochbahnstrecke, der sogenannten Stammstrecke, eröffnet.
Entworfen hatten ihn die Architekten Wilhelm Cremer und Richard Wolffenstein.
Er ist der letzte Hochbahnhof dieser Strecke in westlicher Richtung. Ab der Kleiststraße, in Höhe Courbièrestraße – also an unserem Standort – verschwindet die Bahn als Untergrundbahn unter der Erde. Dies kann man hier sehr gut sehen. Vielleicht kommt noch ein Zug und „verschwindet“ unter der Erde.
Wegen der wachsenden Verkehrsprobleme war es spätestens zum Ende des 19. Jahrhunderts zwingend notwendig, moderne, leistungsfähige Verkehrsmittel zu bauen.
Dabei wurde auch erwogen, eine Schwebebahn, wie in Wuppertal oder eine Röhrenbahn wie in London zu bauen. Schließlich entschied man sich für eine Hochbahn nach dem Vorbild New Yorks.
Gegen eine Untergrundbahn wehrten sich die damaligen Fachleute zunächst, weil man Schäden an der gerade installierten Kanalisation befürchtete.
Der Bau dieser Hochbahnstrecke begann 1896 in der Gitschiner Straße.
Nach zähen Verhandlungen mit der Stadt Charlottenburg wurde beschlossen, in der Tauentzienstraße keine Hochbahn, sondern eine Unterpflasterbahn zu bauen und die Strecke bis zum heutigen Ernst-Reuter-Platz zu führen.
Heute ist der Bahnhof Nollendorfplatz der U-Bahnhof, an dem mit den vier U-Bahnlinien, U1 bis U4, die meisten Linien der Berliner U-Bahn halten.
In den 1970er Jahren nahm der Hochbahnhof eine interessante Entwicklung. Die meisten von Ihnen werden sich gut daran erinnern können.
1972 wurde der Hochbahnhof Nollendorfplatz gemeinsam mit der Strecke entlang der Bülowstraße zum Gleisdreieck stillgelegt, da das geringe Fahrgastaufkommen einen rentablen Betrieb nicht mehr möglich machte.
Stattdessen zog auf den Hochbahnsteigen ein Trödelmarkt ein:
Der „Berliner Flohmarkt“ !
Stillgelegte U-Bahnwagen dienten als Verkaufsfläche. Da im benachbarten und ebenfalls stillgelegten Bahnhof Bülowstraße ein türkischer Basar entstand, wurde auf der Hochbahnstrecke zwischen den beiden Bahnhöfen eine Straßenbahnlinie eingerichtet, auf der lediglich ein Straßenbahnwagen pendelte.
Nach dem Fall der Mauer 1989 musste der Flohmarkt 1993 der wiedereröffneten Strecke U2 nach Pankow weichen. Ab 1999 wurde ausschließlich mit Spendengeldern die Kuppelkonstruktion des Hochbahnhofs in vereinfachter Form wiedererrichtet.
Von Dezember 2013 bis Anfang Februar 2014 war die Kuppel während der Dunkelheit in den Regenbogenfarben beleuchtet. Unter der Überschrift :
„Lichter im Regenbogenkiez / Lichter für Toleranz und Vielfalt“ ermöglichten viele Unternehmen des Regenbogenkiezes sowie die BVG und das Bezirksamt die künstlerisch gestaltete Beleuchtung. Zur Zeit bemüht man sich, diese Beleuchtung dauerhaft zu erhalten.
Franz Hessel
Sie wissen, dass ich gern Franz Hessel zitiere, der insbesondere durch sein Buch „Ein Flaneur in Berlin“ bekannt geworden ist, und für den in der Lindauer Straße 8 in Schöneberg eine Gedenktafel hängt.
Er schreibt 1929:
„Die Tauentzienstraße und der Kurfürstendamm haben die hohe Kulturmission, den Berliner das Flanieren zu lehren, es sei denn, dass diese urbane Betätigung überhaupt abkommt. Aber vielleicht ist es noch nicht zu spät. Flanieren ist eine Art Lektüre der Straße, wobei Menschengesichter, Auslagen, Schaufenster, Cafeterassen, Bahnen, Autos, Bäume zu lauter gleichberechtigten Buchstaben werden, die zusammen Worte, Sätze, Seiten eines immer neuen Buches ergeben. Um richtig zu flanieren, darf man nichts allzu Bestimmtes vorhaben. …
Im neuen Westen ist es für den Flaneur interessant zu beobachten oder zu spüren, in welchen Richtungen der Verkehr derber, berlinisch gesagt, der Betrieb, intensiver oder schwächer wird und wie eine Straße der andern, ja oft in derselben Straßenflucht ein Teil dem andern das Leben wegsaugt. Die Tauentzienstraße, die doch die genaue Fortsetzung der Kleiststraße ist, hat diese ganz leer und still gemacht. Das letzte Stück Kleiststraße zwischen Lutherstraße (Anmerkung: heute Martin-Luther-Straße) und dem Wittenbergplatz ist der deutliche Übergang. …“
Zu diesem letzten Stück der Kleiststraße, dem Übergang zur Tauentzienstraße, werden wir jetzt gehen.

Link zu: An der Urania, 12.4.2014, Foto: KHMM
An der Urania, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Kleiststraße Ecke Keithstraße vor dem Dorlandhaus

Urania
Sie kennen alle die „Urania“ als Ort vieler Veranstaltungen zu Wissenschaft und Kultur.
Die Urania wurde 1888 mit dem Ziel gegründet, wissenschaftliche Erkenntnisse auch einem Laien-Publikum zugänglich zu machen. Der Impuls zur Gründung der Urania ging von Alexander von Humboldt aus, der selbst von großem Wissens- und Forschungsdrang getrieben war.
Entsprechend sieht sich Urania heute als eine fächerübergreifende Plattform für Wissenschaft, Kultur und gesellschaftliche Diskussionen über aktuelle Themen und Entwicklungen. Die Urania ist als Verein mit über 1.800 Mitgliedern organisiert, der keine staatlichen Zuschüsse erhält.
Die Urania bietet ein umfangreiches – aus meiner Sicht empfehlenswertes – Programm.

Vorplatz Urania
Nun zur Außengestaltung. Es ist unschwer zu erkennen, dass hier gebaut wird.
Wir haben vorhin schon vom Plätzeprogramm der Senatsverwaltung gehört. Hier war der Bezirk bereits erfolgreich und so können wir aus Senatsmitteln den Platz umgestalten.
Als Sieger eines Landschaftsarchitekten-Wettbewerbs hat sich das Planerbüro „A 24 Landschaft“ aus Berlin durchgesetzt. Dieser Siegerentwurf wird jetzt umgesetzt.
Der Entwurf ist inspiriert von der Urania, der Muse der Himmelskunde.
Der Boden wird aus einer ebenen dunklen Fläche bestehen, in die Metallbänder eingelegt sind. Diese nehmen Bezug zu Bahnen von Himmelskörpern, nehmen aber auch Bezug zur 20 Meter hohen bogenartigen Skulptur auf dem Mittelstreifen auf. Der dunkle Boden ist eine Fortsetzung der Gestaltung des Foyers des Urania-Gebäudes.
Es wird also eine enge Beziehung zum vorhandenen Stadtraum und dem Gebäude aufgenommen, so dass daraus eine Einheit entsteht.
Die erste fertige Metallbahn ist übrigens gestern der Presse vorgestellt worden.
Der vollständig fertiggestellte Platz wird eine echte Aufwertung des östlichen Eingangs in die City West sein.

Skulptur
Die Skulptur heißt übrigens Arc de 124,5° !
Sie ist ein Geschenk Frankreichs an Berlin zur 750-Jahr-Feier im Jahr 1987.
Sie stammt von dem französischen Bildhauer Bernar Venet (* 20. April 1941), der einer der international herausragenden Bildhauer der Gegenwart ist. Seine Stahlskulpturen sind in vielen internationalen Museen, Privatsammlungen und im öffentlichen Raum vertreten.

Die Gestaltung der Straßeneinmündungen „An der Urania“ und auf der gegenüberliegenden Seite in die Lietzenburger Straße und die Martin-Luther-Straße sind autogerecht gedacht und wirken heute überdimensioniert. So gibt es immer wieder Diskussionen über einen teilweisen Rückbau. Gefördert aus dem Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren“ wurde im Jahr 2013 eine intensive Diskussion mit den Anrainern über mögliche Veränderungen geführt. Zur Zeit wird angestrebt, dass die beteiligten Akteure, also Hoteliers, Anwohner, Grundstücks- und Wohnungseigentümer Verantwortung für die Mittel-Grünflächen übernehmen.

Die Kleiststraße selbst wird in jedem Fall eine Neugestaltung erhalten. Die BVG wird die Tunneldeckensanierung, die im Bereich der Tauentzienstraße bereits abgeschlossen ist, in der Kleiststraße fortsetzen. Nach den Tunnelarbeiten bietet sich die Möglichkeit mit dem Geld der BVG die Straßenoberfläche anders zu gestalten. Dabei ist noch nicht klar, ob der Mittelstreifen verbreitert wird oder die Fußgängerbereiche an den Häusern mehr Fläche erhalten sollen. Die Tunnelarbeiten werden in den Jahren 2015 und 2016 stattfinden. Danach kann die Neugestaltung der Oberfläche beginnen.

Philips-Haus / Riu Hotel
Gegenüber – Ecke Martin-Luther-Straße – baut die spanische Hotelkette Riu das ehemalige Philips-Haus zu einem Hotel um.
Die Eröffnung soll noch im Jahr 2014 sein. Es entstehen 357 Zimmer.
Das Markante Gebäude ist Anfang der 1970ger Jahre entstanden und diente dem holländischen Elektronik-Konzern Philips lange Zeit als Verwaltungsgebäude.
Der architektonische Entwurf stammt übrigens von Paul Schwebes, der auch an der Planung für das Bikini-Haus beteiligt war.

AIDS-Schleife
Auf dem Mittelstreifen der gegenüberliegenden Seite können Sie (vielleicht) ein Mahnmal in Form einer “Aids-Schleife“ erkennen. Damit soll an die Aids-Toten erinnert werden.
Wir gehen jetzt zum Wittenbergplatz.
Achten Sie dabei beim Vorübergehen auf die Gedenktafel für
Georg Bernhard (1875 bis 1944).
Er war ein deutscher Publizist jüdischer Abstammung, der sich schon früh gegen den Nationalsozialismus engagierte. Von 1914 bis 1930 leitete er die Vossische Zeitung.
Er musste 1933 emigrieren und war der Gründer einer bedeutenden Exilzeitung.
Von 1915-18 war er Stadtverordneter in Charlottenburg.

Link zu: Wittenbergplatz, 12.4.2014, Foto: KHMM
Wittenbergplatz, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Wittenbergplatz
Der Wittenbergplatz ist ebenso wie der Nollendorfplatz Teil des sogenannten „Generalszuges. Er wurde zwischen 1889 und 1892 angelegt.
Den Namen erhielt er nach der Schlacht bei Wittenberg am 13. Januar 1813 gegen die napoleonischen Truppen in den Befreiungskriegen. Im direkten Zusammenhang damit steht der Name der Tauentzienstraße.
General von Tauentzien erhielt in Würdigung des Gefechts den Beinamen
„von Wittenberg“ – obwohl er bei der Erstürmung der Stadt nicht persönlich anwesend war.

Bahnhofsgebäude
In der Mitte des Platzes steht das kreuzförmige Zugangsgebäude zum U-Bahnhof Wittenbergplatz.
Der Bahnhof wurde von Alfred Grenander entworfen. Grenander war über drei Jahrzehnte, von 1899 bis 1931 der „Hausarchitekt der Hoch- und U-Bahn. Viele Bahnhöfe Berlins sind an seinem Zeichenbrett entstanden.
Seine Bauten stießen aber nicht immer auf Begeisterung. So war 1913 in der Presse über diesen Bahnhof von der
„Verunstaltung des Wittenbergplatzes und seiner Umgebung“
zu lesen.
Weiter hieß es, dass durch die Größe des Bahnhofsgebäudes
„die Anwohner der Kleiststraße in ihren materiellen Verhältnissen auf das schwerste geschädigt sind.”
Also auch damals stieß Neues nicht immer auf uneingeschränkte Akzeptanz.
Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Brunnen
Die beiden Brunnen auf dem Wittenbergplatz wurden nach Entwürfen des Bildhauers Waldemar Grzimek errichtet.
1980 war für die Neugestaltung des ganzen Platzes ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Grzimek gewann mit seinem Konzept den Ersten Preis und erhielt den Auftrag zur Ausführung. 1985 wurden die beiden Brunnen fertiggestellt.

KaDeWe
Über das KaDeWe muss man Berlinern und Berlinerinnen eigentlich nicht viel sagen.
Hier nur einige Zahlen:
1905 vom Berliner Kaufmann und Kommerzienrat Adolf Jandorf gegründet, gilt es heute als größtes Kaufhaus auf dem europäischen Kontinent.
Auf 60.000 qm Verkaufsfläche (zum Vergleich: Das „Alexa“ am Alexanderplatz hat 57.000 qm Verkaufsfläche)
werden von 2.000 Angestellten
täglich 180.000 Kunden bedient.
In der gesamten Tauentzienstraße werden bezogen auf ganz Berlin
die stärksten Einzelhandelsumsätze erzielt
die höchsten Ladenmieten verlangt und bezahlt
und die höchste Passantenfrequenz gezählt.
Also eine echte Einkaufsmeile.
Wir gehen jetzt auf dem bereits auf dem nach der Tunnelsanierung fertiggestellten Mittelstreifen entlang bis zur Nürnberger Straße. Dort befindet sich die Grenze zum Ortsteil Charlottenburg und ich übergebe an Herrn Naumann.

Link zu: Tauentzienstraße, Mittelstreifen, 12.4.2014, Foto: KHMM
Tauentzienstraße, Mittelstreifen, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann

Tauentzienstraße Ecke Nürnberger Straße: Bezirksgrenze
Seit 1938 befindet sich hier die Grenze zwischen Schöneberg und Charlottenburg beziehungsweise seit 2001 zwischen den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg. Sie verläuft entlang der östlichen, also Schöneberger Grundstücksgrenzen, das heißt, die Nürnberger Straße gehört zu Charlottenburg-Wilmersdorf, aber die östlichen Hausnummern, also beispielsweise das Ellington-Hotel, gehören zu Tempelhof-Schöneberg.
Bis vor einigen Jahren war diese Grenze auch noch deutlich sichtbar, weil die beiden Bezirke zum Beispiel bei der Bepflanzung des Mittelstreifens der Tauentzienstaße unterschiedlich vorgingen. Das haben wir inzwischen geändert.
Nicht zuletzt im Rahmen des gemeinsamen Regionalmanagements sprechen wir uns ab und koordinieren unsere Maßnahmen, so dass für die Bürgerinnen und Bürger und für die Besucherinnen und Besucher diese Grenze nicht mehr spürbar ist. Denn wie Sie sehen ist die City West auf beiden Seiten der Nürnberger Straße gleichermaßen lebendig und attraktiv.
In der Nürnberger Straße selbst haben wir vor drei Jahren mit dem damals noch ausschließlich Charlottenburg-Wilmersdorfer Regionalmanagement, Bäume gepflanzt, und zwar Hainbuchen, und Bodenstrahler einbauen lassen. Bis dahin hatte es in der Nürnberger Straße keine Bäume gegeben. Die rund 135.000 Euro, die dafür nötig waren, wurden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen der Projektmittel “Aktive Zentren” zur Verfügung gestellt und mit 35.000 Euro von den Geschäftsleuten der Straße kofinanziert, ein bemerkenswertes Engagement der Anrainer.

Mittelstreifen der Tauentzienstraße
Im Zusammenhang mit einer aufwändigen U-Bahnsanierung durch die BVG haben wir mit Mitteln des Städtebauförderprogramms “Aktive Zentren” die Mittelpromenade neu gestaltet. Sie ist jetzt durchgängig vom Wittenbergplatz bis zum Breitscheidplatz. Die Gesamtkosten von 1,4 Millionen Euro wurden mit 875.000 Euro aus dem Programm “Aktive Zentren” und mit 525.000 Euro von BVG für die Wiederherstellung nach den U-Bahn-Bauarbeiten finanziert. Ein wichtiger Gesichtspunkt für die Gestaltung war, den Grünpflegeaufwand möglichst gering zu halten. Nach anfänglich teilweise sehr heftiger Kritik in vielen Medien stellen wir jetzt fest, dass diese Promenade sehr gut angenommen wird.

Skulptur “Berlin”
Die Skulptur “Berlin” wurde 1987 von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff als Beitrag zum Skulpturenboulevard geschaffen und zunächst nur vorübergehend, später vom Senat angekauft und auf Dauer aufgestellt.
Die monumentale torartige Skulptur aus Chromnickelstahl-Röhren symbolisierte mit ihren ineinander verschlungenen, aber getrennt aufgestellten beiden Teilen die Situation des geteilten Berlin. Das von der Skulptur gebildete Tor ist in Ost-West-Richtung zu durchschreiten. Mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Hintergrund wurde “Berlin” schnell zu einem der beliebtesten Fotomotive Berlins.

Tauentzienstr. 20: Leiser
Das Schuhgeschäft Leiser hier an der Tauentzienstraße ist die Keimzelle eines Schuh-Imperiums, und es hatte eine Geschichte, die kaum bekannt ist. 1889 kam der 15jährige jüdische Junge Julius Klausner aus dem galizischen Tarnow nach Berlin. Sein Onkel Hermann Leiser betrieb in der Reichenberger Straße in Kreuzberg eine Eierhandlung. Mit einem Kredit seines Onkels eröffnete Julius Klausner nach einem gescheiterten Versuch mit einem Schuhgroßhandel 1906 hier, an der Tauentzienstraße 20, neben dem KaDeWe das erste große Schuhkaufhaus Berlins. Es wurde schnell erfolgreich. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er Tochtergesellschaften in Polen und Holland, die ihm genügend Devisen einbrachten, um die Inflationszeit zu überstehen. 1925 folgte eine eigene Produktionsstätte für Schuhe, die Anfang der 1930er Jahre 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigte und Damenschuhe unter der Marke „Wertsiegel“ produzierte. Julius Klausner lebte mit seiner Familie in einem Haus in der Fasanenstraße, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Seit 1933 musste Klausner nach und nach immer mehr Anteile seines Unternehmens mit 23 Filialen in Berlin und 7 im Ausland an seinen “arischen” Mitarbeiter Dietrich Bahner verkaufen. Julius Klausner konnte mit seiner Frau Dora 1937 über Holland nach Argentinien fliehen. Dietrich Bahner überwies noch bis 1941 Gewinnanteile nach Argentinien. Nach dem Krieg erhielt Klausner die Hälfte seiner Anteile zurück. Dietrich Bahner führte das Unternehmen von Augsburg aus. Heute ist der Sitz nach mehreren Besitzerwechseln und einem überstandenen Insolvenzverfahren in Trier. Das Unternehmen mit rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht einen Umsatz von 200 Millionen Euro im Jahr. In der Unternehmenschronik wird nicht erwähnt, dass der Gründer Jude war.

Tauentzienstr. 7: Uniqlo
Die einzige Konstante in der City West ist der ständige Wandel. Das ist in der Aufbruchstimmung, die derzeit herrscht, besonders gut spürbar und sichtbar. Erst gestern hat hier, an der Tauentzienstraße 7 Uniqlo, die größte japanische Modekette, ihr erstes Geschäft in Deutschland eröffnet. Bis vor kurzem betrieb hier noch Niketown sein Sportkaufhaus. Jetzt bietet Uniqlo auf 2.700 Quadratmetern in drei Etagen seine Mode an. Es ist das größte Uniqlo-Geschäft Europas und natürlich ein Flagship-Store. Uniqlo bedeutet übrigens Unique Clothing. Die Kette betreibt mehr als 1.300 Läden in 14 Ländern, darunter in Großbritannien, Frankreich und Russland. Deutschland gehörte bis gestern nicht dazu.

Link zu: Breitscheidplatz, 12.4.2014, Foto: KHMM
Breitscheidplatz, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Breitscheidplatz
Kaiser Wilhelm II persönlich legte Wert darauf, dass der nach seiner Frau, Kaiserin Auguste-Viktoria, benannte Platz ein Romanisches Forum wurde. Im Mittelpunkt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, die der Architekt Franz Schwechten unter seiner Aufsicht entwarf, westlich zwischen Kurfürstendamm und Kantstraße das erste Romanische Haus und östlich zwischen Tauentzienstraße und Budapester Straße, die damals noch Teil des Kurfürstendammes war, das zweite Romanische Haus, in dem später das berühmte Romanische Café untergebracht war. Auch die Ausstellungshallen am Zoo und das Kaisereck an der Rankestraße mussten im romanischen Stil gestaltet werden. Diese pseudo-mittelalterliche Architektur wirkte mitten in modernen City West ziemlich deplaziert und künstlich, ein wenig wie Disneyland.
Das wurde überdeutlich, als Hans Poelzig 1925/26 die Nordseite des Platzes zum Zoologischen Garten hin mit einer langgestreckten zweigeschossigen Ladenzeile in sachlich-modernem Stil mit dem Kino Capitol in der Mitte abschloss. Dieser Gebäudekomplex stand in äußerstem Kontrast zum mittelalterlichen Gepränge der Gebäude des “Romanischen Forums”. Das Kino Capitol hatte 1300 Plätze und war im Innern expressionistisch ausgestaltet. Mit einer Orgel und einem versenkbaren Orchestergraben war das Capitol eines der imposantesten Kinos seiner Zeit. Der gesamte Gebäudekomplex wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört.
An seiner Stelle entstand 1955-57 das Bikini-Haus.
An Stelle der Ausstellungshallen am Zoo entstand 1956-57 der Zoo Palast.
An Stelle des ersten Romanischen Hauses entstand 1957-60 das Schimmelpfenghaus, das inzwischen abgerissen wurde. Hier wird jetzt das 118 Meter hohe Upper West errichtet, ebenso hoch wie daneben das Waldorf Astoria Hotel auf dem Zoofenster, das bereits Anfang Januar 2013 eröffnet wurde.
An Stelle des zweiten Romanischen Hauses entstand 1963-65 das Europa-Center.
An die ursprüngliche Bebauung erinnert nur noch in stark veränderter Form das runde Kaiser-Eck an der Rankestraße und die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche. Die Kirche wurde am 1. September 1895 mit großem militärischem Zeremoniell im Beisein Kaiser Wilhelms II. eingeweiht. Nachdem 1907 das Kaufhaus des Westens eröffnet worden war, nannte man die Kirche in Berlin gerne “Taufhaus des Westens”.
In der Nacht vom 22. zum 23. November 1943 wurde die Kirche weitgehend zerstört.
Die Ruine sollte nach dem Krieg zunächst vollständig beseitigt werden. Aber nach großen öffentlichen Protesten und Sammlungen von Hunderttausenden von Unterschriften für den Erhalt wurde die Turmruine nach einem Teilabriss gesichert und als Mahnmal erhalten.
1959 wurde der Grundstein gelegt für die Neubauten von Egon Eiermann: Der sechseckige Turm mit Trauungs- und Taufkapelle und der achteckige Hauptbau wurden am 17. Dezember 1961 eingeweiht, im Volksmund als “Lippenstift mit Puderdose” tituliert. Im Hauptbau befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Außenhaut besteht aus wabenförmigen Betonplatten und blauen Glasflächen, die von Gabriel Loire aus Chartres stammen. Im Foyer ist eine übergemeindliche Einrichtung der Missionarischen Dienste der Evangelischen Kirche untergebracht.
Seit 1987 dient die Eingangshalle der alten Kirche mit Resten der reichen Mosaikarbeiten als Gedenkhalle; hier wurden das Nagelkreuz der Kathedrale von Coventry, ein Ikonenkreuz der Russisch-Orthodoxen Kirche und die beschädigte Christusfigur vom Altar der alten Kirche aufgestellt. Neben Mittagsgebeten gibt es freitags in der Gedenkhalle das Versöhnungsgebet von Coventry. Im November 2007 begann eine großangelegte Aktion zur Rettung der Gedächtniskirche: Mit Benefizkonzerten und öffentlichen Aufrufen in allen Berliner Medien wurde Geld für die dringend nötige Sanierung gesammelt, die jetzt bald abgeschlossen ist. Allerdings wird dann die Sanierung der Neubauten von Egon Eiermann beginnen müssen.
1947 wurde der Platz umbenannt nach dem SPD-Reichstagsabgeordneten und Gegner des Nationalsozialismus, Rudolf Breitscheid.
1956-60 wurde im Rahmen eines grundlegenden Umbaus der Kreisverkehr aufgegeben.
1977/78 entstand durch die Aufhebung der sogenannten “Schnalle”, der Straßenverbindung zwischen Kurfürstendamm und Budapester Straße, ein weitläufiger, zusammenhängender Fußgängerbereich.
1982-84 wurde der Platz durch Ivan Krusnik und Oskar Reith völlig umgestaltet. Joachim Schmettau schuf den Weltkugelbrunnen aus rotem Granit mit Bronzefiguren, allgemein bekannt als “Wasserklops”.
2005-2006 wurde der Platz erneut umgestaltet. Dabei wurde durch die Schließung des Autotunnels im Zuge der Budapester Straße und die Entfernung der Hochbeete eine einheitliche Fläche geschaffen und die Nordseite mit der Budapester Straße und dem Bikini-Haus an den Platz angeschlossen. Jetzt wurde offensichtlich, dass das Bikini-Haus dringend sanierungsbedürftig war.
Seit einem Jahr führt das Regionalmanagement ein Dialogverfahren mit den Anrainern des Breitscheidplatzes durch. Dabei sollen die aktuellen Nutzungsanforderungen an den Platz und an die Tauentzienstraße ermittelt werden. In diesem Dialogverfahren werden Visionen für die Gestaltung des Platzes in der Zukunft entwickelt und Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Das Europacenter soll beispielsweise einen attraktiveren Eingangsbereich erhalten. In diesem Zusammenhang war kurz darüber nachgedacht worden, ob der Weltkugelbrunnen entfernt werden sollte, was große Aufregung ausgelöst hat, aber diese Überlegung ist inzwischen wieder vom Tisch.

Link zu: Bikini-Haus, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bikini-Haus, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Bikinihaus
Das Bikinihaus war 1955-57 als Teil des Zentrums am Zoo von den Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger als sechsgeschossiger Flachbau mit Verwaltungs- und Büroräumen im oberen Bauteil und einer Ladenzone im Fußgängerbereich errichtet worden. Dazwischen befand sich ein Luftgeschoss mit Durchblick zum Zoologischen Garten. Dieses Luftgeschoss, das dem Gebäude seinen Namen gab. wurde bereits 1978 geschlossen.
Im März 2002 erwarb die Bayerische Hausbau AG das Haus, sanierte es und baute es im Innern vollständig um. Das frühere Luftgeschoss wurde jetzt verglast. Hinter dem Haus entstand eine Terrasse mit Blick auf den Affenfelsen im Zoologischen Garten.
Bereits am 27. November 2013 wurde der erneuerte Zoo Palast eröffnet, im Januar das 25hours Hotel mit dem Neni-Restaurant und der Monkey Bar in der 10. Etage, von der aus man einen sensationellen Blick auf das Bikini-Haus, den Zoologischen Garten, Breitscheidplatz, die City West und ganz Berlin hat. Vor wenigen Tagen, am 3. April schließlich wurde das neue Bikinihaus eröffnet.

Link zu: Angelika Schöttler, Kai-Uwe Ludwig und Reinhard Naumann, 12.4.2014, Foto: KHMM
Angelika Schöttler, Kai-Uwe Ludwig und Reinhard Naumann, 12.4.2014, Foto: KHMM
Bild: Bezirksamt

Ich freue mich sehr, dass der Geschäftsführer von Bikini Berin, Kai-Uwe Ludwig, uns seine Concept Mall persönlich vorstellen wird. Und sicher wird er uns auch erklären, weshalb das Bikinihaus keine Shopping-Mall ist, sondern eine Concept Mall. Herzlichen Dank, dass Sie zu uns gekommen sind!

Angelika Schöttler
Auch ich verabschiede mich recht herzlich.
Ich denke auch dieser Spaziergang hat gezeigt, dass Bezirksgrenzen durch gemeinsame Interessen spielend überwunden werden.
Ich gehe davon aus, dass es immer mal wieder einen gemeinsamen Kiezspaziergang geben wird.
Es bleibt mir noch, Sie zum nächsten Kiezspaziergang – dann wieder am 3. Samstag im Monat – einzuladen.
Es ist der 17. Mai 2014. Wir treffen uns um 14:00 Uhr
am S-Bahnhof Tempelhof. Von dort werden wir über das ehemalige Flughafengelände zum Platz der Lüftbrücke gehen.