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Stolpersteine Bamberger Straße 55

Hauseingang Bamberger Str. 55

Diese Stolpersteine wurden am 21.08.2006 verlegt.

Stolperstein Margarete Wittenberg

HIER WOHNTE
MARGARETE
WITTENBERG
GEB. GOLDSTROM
JG. 1885
DEPORTIERT 1942
RIGA
ERMORDET 29.10.1942

Stolperstein Hermine Wittenberg

HIER WOHNTE
HERMINE
WITTENBERG
JG. 1926
DEPORTIERT 1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Gedenkblatt Margarete Wittenberg

Margarete Wittenberg geb. Goldstrom ist am 1. März 1885 in Wittenberg (Sachsen) geboren. Sie war die Tochter von Hermann und Franziska Goldstrom, geb. Schmidt. Sie war mit Sally David Wittenberg verheiratet. 1939 war sie wie auch Hermine Wittenberg, ihre Tochter, in der Bamberger Straße 55 registriert, aber nicht im Adressbuch verzeichnet. Margarete Wittenberg, in der Familie Grete genannt, hatte drei Kinder, von denen eine Suse hieß, eine andere Hermine, und war Hausfrau.
Am 26. Oktober 1942 wurde sie nach Riga deportiert. Am 29. Oktober 1942 ist sie erschossen worden.
Eine der Töchter, Suse Friedman, aus Tel Aviv (Israel), die offenbar gerettet werden konnte, hat bei der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ein Gedenkblatt hinterlegt. 1955 und in den folgenden Jahren stellte sie in Berlin auch Wiedergutmachungsanträge für geraubte Wertgegenstände. Eine Enkelin, Rachel Ianover Fridman, ebenfalls aus Israel, hat für die Großmutter ein Gedenkblatt digital eingereicht.

Gedenkblatt Hermine Wittenberg

Hermine Wittenberg ist am 1. Oktober 1926 in Berlin geboren. Sie, die familiär “Hermi“ genannt wurde, war die Tochter von Sally und Margarete Wittenberg geb. Goldstrom und wohnte mit ihr in der Bamberger Straße 55. Margarete Wittenberg ist am 29. Oktober 1942 in Riga ermordet worden.
Am 19. Februar 1943 ist dann Hermine Wittenberg von Moabit nach Auschwitz deportiert worden. Dort, 570 Kilometer entfernt, wurde sie im Alter von 16 Jahren umgebracht.
Eine Schwester, Suse Friedman, aus Tel Aviv, die den nationalsozialistischen Verfolgungen entkommen war, hat bei der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem in deutscher Sprache ein Gedenkblatt hinterlegt. Dies tat auch Eliahu Wittenberg auf Hebräisch.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf. Quellen: Bundesarchiv, Yad Vashem.