Chronik Charlottenburg-Wilmersdorfs 5.4.1705 Stadtrechte für Charlottenburg

Nach dem frühen Tod von Königin Sophie Charlotte gibt König Friedrich I. die Anweisung, das Schloss Lietzenburg nach ihr zu benennen und der kleinen Ansiedlung an der Schlossstraße Stadtrechte und den Namen Charlottenburg zu verleihen. Er setzt sich selbst als ersten Bürgermeister ein.

Mit diesem Brief verfügte Friedrich I. die Stadtrechte für Charlottenburg

Von Gottes gnaden, Friderich, König in Preußen, Marggraf zu Brandenburg, des Heyl. Röm. Reichs Ertz-Cämmerer und Churfürst, Souverainer Printz von Oranien, zu Magedeburg, Cleve, Jülich, Berge, Stettin, Pommern und Hertzog.

Unsern gnädigen Gruß zuvor, unser Hochgelahrter Räthe und Liebe Getreue; nachdem Wir allergnädigst resolviret der Charlottenburg zum Andenken Weyland Unserer Hoch- und Hertzgeliebtesten Gemahlin der Königin Mayes. mit der Stadt-Gerechtigkeit zu gegnadigen, und einen Besonderen Magistrat daselbst zu setzen; Alß Befehlen Wir Euch hiermit zu Gnaden, das gewöhnliche privilegium deßhalb abzufaßen und auszufertigen. Seyend Euch mit gnaden gewogen. Gegeben zu Charlottenburg, den 5. Aprilis 1705.

Friderich

Die von Friedrich I befohlene Urkunde wurde zwar nie angefertigt, aber sein Brief selbst gilt als vollzogene Stadtgründung.