Drucksache - 0522/XX  

 
 
Betreff: Endlich Sicherheit auf dem Schulweg gewährleisten - Arbeitskreis Kinderverkehrssicherheit einrichten
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Die Fraktion GRÜNEDie Fraktion GRÜNE
Verfasser:Frau Zander-Rade, MartinaPenk, Rainer
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksamt Erledigung
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
17.01.2018 
16. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
Jugendhilfeausschuss Beratung
24.01.2018 
11. öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses erledigt   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Antrag

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz dafür einzusetzen, auf Landesebene ein Arbeitskreis zur Kinderverkehrssicherheit einzurichten. Dabei sollten die Vertretungen der Schulen, Eltern, Bezirksämter und Organisationen (BUND, VCD, ADAC, Polizei, Fuß e.V.) Mitglied sein.

 

Der Arbeitskreis soll Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Kindern, insbesondere auf dem Schulweg, aber auch in deren Freizeit gezielt entwickeln, erproben und evaluieren.

 

Der BVV möge bis zur Juni-Sitzung 2018 ein Zwischenstand gegeben und bis Oktober Bericht erstattet werden.

 

Begründung:

 

Eltern berichten immer wieder von Unfällen und sog. Fast-Unfällen auf dem Schulweg oder in der Freizeit ihrer Kinder – meist in der unmittelbaren Umgebung ihrer Schule oder ihres gewohnten Wohngebiets, da sich hier die Kinder in Sicherheit fühlen und mitunter weniger aufmerksam agieren, aber auch rücksichtsloses Verhalten anderer Verkehrsteilnehmende gefährden.

 

Besonders besorgte Eltern sind dazu übergegangen, ihre Kinder mit ihrem Auto direkt zur Schule, zum Sportplatz, zum Spielplatz etc. zu bringen, anstatt diese alleine die Wege zurücklegen zu lassen. Aus Bequemlichkeit oder Zeitnot wird oftmals auf das Fahrrad oder auf ÖPNV verzichtet, sondern das eigene Fahrzeug benutzt. Das generiert nicht nur weitere Emissionen, die es zu vermeiden gilt, sondern auch zusätzlich Verkehre, die die (eigenen) Kinder gar gefährden und sie zudem auch zur Unselbstständigkeit erziehen. Pädagogen und auch die Verkehrspolizei klagen über zunehmende Straßenverkehrsuntauglichkeit der Kinder. Ein negativer Kreislauf ist entstanden.

 

Bisher gibt es in den Bezirken kein einheitliches Verfahren, wenn es um die Entwicklung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen geht, da vor allem immer wieder die unterschiedlichen Zuständigkeiten eine große Hürde darstellen. Auch sollten die Bezirksgrenzen keine Grenzen für die Sicherheit der Kinder darstellen.

 

Da z.B. auch Modellprojekte die Einbeziehung der Landesebene erforderlich machen, würde sich ein solcher Arbeitskreis insbesondere deswegen eignen, da alle Entscheidungsträger an einem Tisch sitzen würden. In Hannover gibt es bereits einen solchen Arbeitskreis und hat erfolgreich die Erprobung der temporären Straßensperrung an der dortigen Albert-Schweizer-Schule umgesetzt.

 


 

 
 

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