Drucksache - 1076/XX  

 
 
Betreff: Gedenken an Adolf & Helene Lewissohn wachhalten - Sportgeschichte in Mariendorf erinnern
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:einzelne Bezirksverordnete, Fraktion DIE LINKEBezirksamt
Verfasser:Frau Kaddatz, JuttaSchöttler, Angelika
Drucksache-Art:AntragMitteilung zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
20.03.2019 
29. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Bibliotheken, Bildung und Kultur Beratung
04.04.2019 
20. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bibliotheken, Bildung und Kultur mit Änderungen im Ausschuss beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung
10.04.2019 
30. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen (Beratungsfolge beendet)   
Bezirksamt Beratung
Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin Entscheidung

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
drgl. Beschlussempfehlung
Mitteilung zur Kenntnisnahme

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob und wie in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis "Freunde historischer Schwimmbäder“ der Berliner Geschichtswerkstatt eine kleine Wanderausstellung mit historischen Bildern & Dokumenten sowie Informationen zur Geschichte des Seebades Mariendorf organisiert werden kann.

 

Zentral sollen dabei gewürdigt bzw. aufgearbeitet werden:

 

  • das Leben und Wirken des Bad-Gründers Adolf Lewissohns, der auch maßgeblich am Bau des Teltowkanals und der Erschließung Mariendorfs als Industrieansiedlung beteiligt war
  • das Leben und Wirken seiner Tochter Helene Lewissohn, die den Betrieb des Seebades aufrecht erhielt, von den Nationalsozialist_innen enteignet wurde und ihr durch Schikanen vergeblich gewordener Kampf um Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland
  • die Verdrängung dieses Teils jüdischer Geschichte durch die Strukturen des Nachkriegsdeutschlands
  • die Sportgeschichte, zu der z. B. auch gehört, dass im Seebad Mariendorf u. a. Ausscheidungskämpfe für die Olympischen Spiele 1912 in Stockholm stattfanden.

 

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob Orte wie das Tempelhof-Museum, das Rudolf-Wissell-Haus, das Rathaus Tempelhof, das Rathaus Schöneberg und die Seniorenfreizeitstätte Sorgenfrei für eine Ausstellung geeignet wären.

 

Ferner wird das Bezirksamt ersucht, zur Vernissage vor Ort einen Abendvortrag des Arbeitskreises "Freunde historischer Schwimmbäder“ der Berliner Geschichtswerkstatt mit o. g. Schwerpunkten der Aufarbeitung zu veranstalten.

 

Das Bezirksamt teilt hierzu mit der Bitte um Kenntnisnahme mit:

 

Der Fachbereich Kunst und Kultur ist an die Berliner Geschichtswerkstatt herangetreten, um in einen fachlichen Austausch über Adolf und Helene Lewissohn und das ehemalige Seebad Mariendorf einzutreten und zu prüfen, ob und in welcher Form eine kleine Wanderausstellung mit historischen Bildern und Dokumenten sowie Informationen zur Geschichte des Seebades Mariendorf organisiert werden kann. Aus Gründen, die bei der Berliner Geschichtswerkstatt liegen, konnte ein Arbeitstreffen noch nicht stattfinden.

 

Eine Prüfung möglicher Ausstellungsorte wird stattfinden, wenn der Umfang der Ausstellung sowie der zeitliche Rahmen feststehen. Eine Ausstellung im Rathaus Tempelhof ist grundsätzlich möglich und denkbar. 

 

Über die Erkenntnisse aus dem Austausch mit der Berliner Geschichtswerkstatt wird im Ausschuss für Bibliotheken, Bildung und Kultur berichtet.

 
 

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