Informationen des Landes Berlin für Geflüchtete aus der Ukraine und ehrenamtlich Helfende
Українська - Ukrainian Інформація з Берліна для біженців з України | Информация города Берлина для беженцев из Украины
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Corona
Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung finden Sie weiterhin unter berlin.de/corona/
Informationen des Gesundheitsamtes Mitte unter berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/corona/

Aktuelles und Veranstaltungen

Carearbeit ist Frauenarbeit! - oder nicht?

Wir alle sind in unserem Lebensverlauf auf die fürsorgliche Zuwendung und Versorgung anderer angewiesen: Das gilt für Neugeborene ebenso wie für Kinder im Vor- und Grundschulalter, aber auch als junge Erwachsene, als Berufstätige, bei Krankheit oder Behinderung und schließlich als ältere Menschen profitieren wir im Alltag immer wieder von der Care-Arbeit anderer; Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander hängen davon ab.
Diese Care-Arbeiten und die Mental Load werden vor allem von Frauen und Mädchen getragen – unbezahlt oder unterbezahlt. Dadurch bleibt ihnen weniger, manchmal gar keine Zeit für Erwerbsarbeit, zur Aus- und Fortbildung, und sie verfügen deshalb über weniger oder kein eigenes Einkommen. Weltweit übernehmen Frauen täglich mehr als 12 Milliarden Stunden unbezahlte Sorgearbeit (Oxfam-Studie 2020). Würden diese auch nur mit dem Mindestlohn bezahlt, wäre diese Summe 24 Mal größer als der Umsatz der Tech-Riesen Apple, Google und Facebook zusammen. Und das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands würde um circa ein Drittel höher ausfallen, als in den bisherigen Gesamtrechnungen ausgewiesen wird (Wirtschaft und Statistik 2/2016). Aber private Care-Arbeit spielt für diese ökonomische Kennziffer, die als ‘Wohlstandsmaß’ einer Nation gilt, keine Rolle, dabei ist sie das Fundament jeglichen Wirtschaftens. Trotzdem können Unternehmen ganz selbstverständlich darauf zurückgreifen, ohne sich an den Kosten zu beteiligen. Hier zeigt sich, wie eng Care- und Klima-Krise verknüpft sind: in beiden Fällen werden Ressourcen zur individuellen Gewinnmaximierung ausgebeutet, die Folgen aber trägt die Gesellschaft.
Ökonomen und Wirtschaftsweise thematisieren es nur selten: Der Care-Sektor ist der größte Wirtschaftszweig, und auch hier gilt: die bezahlte Pflege- und Fürsorgearbeit wird weltweit zu zwei Dritteln von Frauen geleistet. In Deutschland ist der Frauenanteil sogar noch höher: 2019 lag er in den medizinischen Berufen, im Rettungsdienst und in der Pflege bei 84,2%, in der Kinderbetreuung sogar bei 89,6%. Hinzu kommt, dass die Arbeitsbedingungen und Löhne in den weiblich konnotierten Sorgeberufen mitnichten dem hohen Anforderungsprofil und den vielfältigen Versorgungsleistungen entsprechen, die dort täglich erbracht werden.

Deshalb ist es die Aufgabe von Entscheidungsträger*innen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, Frauen und Männer in diesem Anliegen zu unterstützen und sich ihrerseits für eine faire Verteilung von Sorgearbeit, Einkommen und Vermögen und entsprechende Rahmenbedingungen einzusetzen. Die Bundesregierung muss die bestehenden Gesetze und Vereinbarungen endlich umzusetzen und sich weltweit für die ideelle und finanzielle Anerkennung und eine faire Verteilung von Sorgearbeit stark machen. Care- und Klimakrise sowie die aktuellen Erfahrungen der Coronavirus-Pandemie müssen Anlass sein, das heutige Wirtschaftsmodell gründlich zu überdenken und nachhaltig zu verändern!

Die Gleichstellungsbeauftragte und die LAG unterstützen voll und ganz die Forderungen von www.equalcareday.de
1. Anerkennung und Wertschätzung
2. Faire Verteilung
3. Strukturelle Unterstützung und Rahmenbedingungen

Hissen der Fahne zum Equal Pay Day 2022

Am: Donnerstag, dem 3. März 2022
Um: 9:00 Uhr
An: dem Fahnenmast vor dem Rathaus Tiergarten,
Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Am 07. März 2022 ist Equal Pay Day (EPD). Das Datum markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 18 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 66 Tage (18 Prozent von 365 Tagen), die Frauen seit Jahresanfang umsonst arbeiten.
Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren alle Bereiche unseres Lebens grundsätzlich verändern – wie wir kommunizieren, uns informieren, konsumieren und vor allem: wie wir arbeiten. Diese Umstrukturierungen des Arbeitsmarktes gilt es jetzt zu nutzen, um equal pay in Deutschland zu erreichen.
Doch noch immer gibt es strukturelle Hürden, die Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligen und die Lohnlücke ausweiten.

Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI)

Rechtsexpertise zu geschlechtergerechter Sprache in der Verwaltung

Danach ist der Staat auf Grund des Persönlichkeitsrechts, des Gebots der Gleichberechtigung und des Verbots der Geschlechtsdiskriminierung verfassungsrechtlich zu geschlechtergerechter Amtssprache verpflichtet. Staatliches Sprachhandeln muss geschlechtergerecht ausgestaltet sein, dies betrifft alle Behörden in Bund und Ländern, Kommunen, Hochschulen und öffentliche Einrichtungen.
Die Expertise geht auf die lange Geschichte des Kampfes um geschlechtergerechte Sprache, aktuelle rechtliche Debatten (insbesondere Sparkassenformulare und Dritte Option), die verfassungsrechtliche Herleitung der Pflicht zu geschlechtergerechtem staatlichem Sprachhandeln, wesentliche Gegenargumente, die Frage der Barrierefreiheit und einige mögliche Ausgestaltungen sowie Herausforderungen ein. Ich hoffe, dass viele von Ihnen und Euch künftig mit der Expertise arbeiten können.
Die Expertise wurde von der Stadt Hannover in Auftrag gegeben, welche als eine der ersten Kommunen in Deutschland konsequent die Verwendung geschlechtergerechter Verwaltungssprache inklusive des Gendersterns beschlossen und durchgeführt hat.

Vollständige Experstise

  • Vollständige Expertise

    PDF-Dokument (1.2 MB)

Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Zusammenfassung der Ergbnisse

    PDF-Dokument (134.5 kB)

Unterschriften für den Kooperationsvertrag AWO mit dem Bezirksamt Mitte

Kooperationsvertrag mit dem AWO Kreisverband unterschrieben

Am 04. Oktober 2021 hat der Bezirksbürgermeister, Herr von Dassel gemeinsam mit Herrn Dr. Timm Meike, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands Mitte, die Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im Projekt Netzwerk für Alleinerziehende, unterschrieben.
Weitere Infos finden Sie hier und hier.

26. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Gleichstellung digital: Grenzen überschreiten – Horizonte öffnen
26. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands aus Flensburg erfolgreich zu Ende gegangen
Mit dabei: Kerstin Drobick, aus Berlin Mitte
Rund 400 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Deutschland schalteten sich virtuell in Foren, Vorträge und Workshops zu, um sich über Digitalisierung unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit uszutauschen. Weitere Themen der Konferenz waren die Arbeitssituation der Pflegebranche, Gewalt gegen Frauen, die Notwendigkeit kostenfreier Verhütungsmittel, die Abschaffung des § 218 und 219a StGB.
„Unser Ziel ist es, alle Menschen beim digitalen Wandel mitzunehmen. Wie wir die Digitalisierung so gestalten, dass Frauen und Männer gleiche Verwirklichungschancen haben, steht im Mittelpunkt des Dritten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung. Der Bericht gibt uns wertvolle Impulse für unsere weitere Politik.“, so Bundesfrauenministerin Christine
Lambrecht.

Flensburger Erklärung

  • Flensburger Erklärung

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Daumen hoch wie moderne Ikone

Frauenbeirat bei Facebook