Karl-Marx-Allee II. Bauabschnitt

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Die Karl-Marx-Allee umfasst zwei Bauabschnitte: Den I. Bauabschnitt, der von der Proskauer Straße bis zum Strausberger Platz reicht, und den II. Bauabschnitt, der sich vom Strausberger Platz bis zum Alexanderplatz erstreckt. Während der I. Bauabschnitt als erste „sozialistische Straße“ im Stil der sogenannten „Nationalen Traditionen“ errichtet wurde und vor allem durch Historismus und Prunk besticht, zeugt der II. Bauabschnitt eindrücklich vom Wandel des DDR-Regimes in den 1960er Jahren hin zur sozialistischen Moderne. So ist zwischen 1959 und Mitte/Ende der 60er Jahre der „erste sozialistische Wohnkomplex“ entstanden. Geprägt wird der II. Bauabschnitt von den Planungsidealen der damaligen Zeit – einer strengen Orthogonalität und Funktionentrennung sowie der industriellen Fertigungsweise. Strukturell wird das Gebiet durch weitläufige Grünflächen, einzelnstehende Wohnscheiben und markante Solitärbauten – wie das Kino International, das Rathaus Mitte oder das Café Moskau – geprägt.

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Maßnahmen und Ziele

Das Gebiet Karl-Marx-Allee, II. Bauabschnitt wurde aufgrund seiner stadtentwicklungspolitischen Bedeutung und seines baukulturellen Hintergrunds mit Senatsbeschluss vom 14. Juli 2015 als neues Fördergebiet in das Programm Lebendige Zentren und Quartiere (ehemals Städtebaulicher Denkmalschutz) aufgenommen.
Das Gebiet soll als einzigartiges städtebauliches Ensemble der Nachkriegsmoderne erhalten und durch Wohnungsneubau als generationengerechtes und familienfreundliches Wohngebiet gestärkt werden. Aufgrund seiner zentralen Lage ist das Gebiet einem zunehmenden Veränderungsdruck von außen und innen ausgesetzt.
Die Schwerpunkte des geplanten Fördermitteleinsatzes liegen daher u. a. in der Qualifizierung der sozialen und öffentlichen Infrastruktur sowie in Neugestaltungsmaßnahmen des öffentlichen Raumes und der Straßenräume Karl-Marx-Allee und Schillingstraße. Aufgrund der zentralen Lage innerhalb der Stadt, der städtebaulichen Identität und der hohen Wohn- und Freiraumqualität ist das Gebiet bereits heute ein attraktiver Wohnstandort, den es zu erhalten, zu qualifizieren und weiterzuentwickeln gilt. Mit den im ISEK identifizierten Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, das Gebiet unter Berücksichtigung sich verändernder Lebensbedürfnisse in seiner Qualität zu bewahren und für die Zukunft weiterzuentwickeln.

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